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Spendenlauf Cross against Cancer
Viele Kilometer gegen Krebs gelaufen

Egal, ob noch ganz jung oder doch schon ein bisschen älter: Für den Lauf „Cross against Cancer“ und damit natürlich für die gute Sache legten sich gestern richtig viele Menschen mächtig ins Zeug.
Egal, ob noch ganz jung oder doch schon ein bisschen älter: Für den Lauf „Cross against Cancer“ und damit natürlich für die gute Sache legten sich gestern richtig viele Menschen mächtig ins Zeug. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Rund 2000 Teilnehmer ließen auch die vierte Auflage von „Cross against Cancer“ rund ums Waldstadion zu einem vollen Erfolg werden. Von Thorsten Wolf

Perfektes Laufwetter, rund 2000 Starterinnen und Starter im Läuferfeld, eine reibunslose Organisation: Die vierte Auflage von „Cross against Cancer“ am Sonntag  rund um das Homburger Waldstadion war wieder ein voller Erfolg. Natürlich wird sich der auch ein bisschen an dem messen lassen müssen, was an Geldmitteln für die gute Sache zusammenkommt. Doch schon jetzt können die Organisatorinnen aus den Reihen des Vereins „Miteinander gegen Krebs“ um die erste Vorsitzende Dr. Maria Cacacciola-Ketter stolz sein, stolz auf die Veranstaltung von gestern und stolz auf die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre.


Die 2018er Auflage bot wieder Läuferinnen und Läufern aller Leistungsklassen die Möglichkeit, etwas Gutes zu tun. Die einen drehten im Waldstadion so genannte Spendenrunden, andere wagten sich an die 17 Kilometer  lange Cross-Laufstrecke über den Karlsberg und Schlossberg, wieder andere wählten Distanzen von zehn Kilometern über den Schlossberg oder fünf Kilometer um die ausgebrannte Eiche. Auf dieser Strecke waren auch Nordic-Walker unterwegs.

Es war also im besten Sinnen ein populärer Lauf. Unter denen, die sich gestern auf die Lang-Distanz begaben, war auch der Limbacher Dieter Hock, über die Ortsgrenzen vielen hinweg bekannt als Organisator des sommerlichern Mittwochs-Treffs im Pfarrgarten der Limbacher Elisabeth-Kirche. „Ich hab’ mich ganz früh angemeldet und hab’ vier Wochen lang trainiert, dreimal die Woche“, schilderte Hock seine Vorbereitungen. „Ich bin zum ersten Mal mit dabei. Und den Ausschlag hat natürlich gegeben, dass man hier etwas Gutes und gegen den Krebs tun kann.“



Ebenfalls auf die Strecke, allerdings auf die von zehn Kilometern, ging Jürgen Mathieu, Schulleiter des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums. „Wir haben heute mehr als 100 Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern hier am Start“, freute sich Mathieu über das erneut große Engagement seiner Schule, die „Cross against Cancer“ von Anfang an unterstützt habe. „Zum einen ist eine unserer Schülerinnen bei der Organisation des Laufs mit dabei, zum anderen sind wir sowieso eine sehr laufbegeisterte Schule. Und da war für uns klar, dass wir mit dabei sind.“

Im Läuferfeld fand sich auch so einiges an Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur: So ging der saarländische Landtagspräsident Stephan Toscani ebenso auf die Strecke wie Christoph Palm, der Vorstandsvorsitzende der Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz, Karlsberg-Geschäftsführer Markus Meyer und ein gut gelaunter Oku, allerdings augenscheinlich ohne seine Reggaerockers.

Es war also ein hochmotiviertes und illustres Starterfeld, das da von Moderator Michael Koch, also „de Koch Michel“, Alt-Landrat Clemens Lindemann als Startschütze und Maria Cacacciola-Ketter von der kleinen Bühne vor dem Waldstadion aus in Etappen auf die unterschiedlichen Strecken geschickt wurde.

Eben von dieser Bühne aus informierte Cacacciola-Ketter die Läufer und Zuschauer auch darüber, was mit dem Spendenerlös in diesem Jahr geschehen soll. „Die Spende geht in diesem Jahr an die Klinik für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum in Homburg. Mit dem Geld wird eine Studie finanziert.“

Um was es sich bei dieser Studie genau dreht, das erläuterte dann Professor Ingolf Juhasz-Böss, der stellvertretende Direktor der Universitäts-Frauenklinik. „Wir wollen zum einen untersuchen, wie es Patientinnen unter einer Chemo- und einer Anti-Hormon-Therapie geht. Und wir wollen feststellen, wie gut sich Sport auf diese Therapien auswirkt.“

Mit dieser Erläuterung verband Juhasz-Böss auch einen ausdrücklichen Dank an die Macher von „Cross against Cancer“. Und: An dieser Stelle würdigte er auch nachdrücklich das Engagement des Vereins „Miteinander gegen Krebs“, der eine Brustkrebs-Selbsthilfegruppe gegründet habe: Diese Gruppe trifft sich in der Regel am dritten Donnerstag im Monat, um 19 Uhr im Universitätsklinikum Homburg in der Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin, Gebäude 9, Erdgeschoss, Konferenzraum E 36.

Nicht nur nebenbei: Was das Konzept „Cross against Cancer“ zusätzlich zum guten Zweck auszeichnet, ist auch die große Unterstützung, die die Veranstaltung von Dritten erfährt. So steuerten gestern auch viele Spielerinnen des American Football-Teams „Ladycanes“ als Streckenposten ihren Teil zum erneuten Erfolg der Veranstaltung bei.