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Überwachung im Baubetriebshof könnte noch teurer werden

Homburg. Die Überwachungsaktion beim Baubetriebshof der Stadt Homburg ist abgeschlossen, die Untersuchungen gehen weiter. Am Freitag bestätigte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD ) nochmals, dass lediglich gegen vier Mitarbeiter ermittelt wird. Drei von ihnen erhalten Abmahnungen, einer soll entlassen werden. Neben den arbeitsrechtlichen Schritten erstattet die Stadt Strafanzeige (wir berichteten). Der OB rechtfertigte die Observierung durch eine Detektei damit, dass intern über die vorhandenen Hierarchien eine Klärung nicht möglich gewesen sei. Den Mitarbeitern werden "Arbeitszeitverstöße und Fremdarbeiten während der Arbeitszeit" vorgeworfen. Auch die Steuerfahndung wurde informiert. Peter Neuheisel

Die Überwachungsaktion beim Baubetriebshof der Stadt Homburg ist abgeschlossen, die Untersuchungen gehen weiter. Am Freitag bestätigte Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD ) nochmals, dass lediglich gegen vier Mitarbeiter ermittelt wird. Drei von ihnen erhalten Abmahnungen, einer soll entlassen werden. Neben den arbeitsrechtlichen Schritten erstattet die Stadt Strafanzeige (wir berichteten). Der OB rechtfertigte die Observierung durch eine Detektei damit, dass intern über die vorhandenen Hierarchien eine Klärung nicht möglich gewesen sei. Den Mitarbeitern werden "Arbeitszeitverstöße und Fremdarbeiten während der Arbeitszeit" vorgeworfen. Auch die Steuerfahndung wurde informiert.


Noch immer ist nicht bekannt, welche Detektei eingesetzt worden ist. Diese soll erst nach Abschluss des Verfahrens genannt werden. Bekannt sind aber die hohen Kosten, von denen Schneidewind nach eigenen Worten selbst überrascht wurde: 300 000 Euro für den Einsatz von drei Detektiven über sieben Wochen. Dabei seien vor allem die Nebenkosten exorbitant. Die Stadt hat bislang erst 240 000 Euro überwiesen. Über die restlichen 60 000 Euro werde noch gestritten. Die Aktion könnte also noch teurer werden. Schneidewind schließt persönliche Konsequenzen aus, ihm sei kein Fehlverhalten vorzuwerfen, er habe schließlich Schaden von der Stadt abwenden wollen, sagte er.