| 20:04 Uhr

Handball
„Befinden uns in einer Abwärtsspirale“

Schön frei gespielt. Homburgs Sebastian Mathieu zieht ab.
Schön frei gespielt. Homburgs Sebastian Mathieu zieht ab. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der TV Homburg hat sich in der Handball-Oberliga immer noch nicht wirklich zurechtgefunden. Und hofft nun, dass der Knoten auswärts bei der SG Saulheim platzt. Von Lucas Jost

Optimismus fordert Sebastian Mathieu von seinen Mitspielern beim TV Homburg. „Wir müssen die technischen Fehler abstellen und in der Abwehr miteinander, füreinander arbeiten und vorne nicht nur Eins-Eins gehen und dann abbrechen. Punkte sind am Wochenende zweitrangig“, erwartet der 23 Jahre alte Linksaußen vom Auswärtsspiel bei der SG Saulheim. Anwurf im Ritter-Hundt-Zentrum ist am Samstag um 19 Uhr


Der TVH konnte zuletzt nicht mehr an die guten Leistungen vom Saisonstart angreifen und kassierte eine deutliche Niederlage nach der anderen, auch gegen vermeintlich schlagbare Mannschaften. Die Konsequenz: Homburg trägt die rote Laterne der Handball-Oberliga, ohne Punkt. Der voraussichtlich größte Gegner im Abstiegskampf, die TSG Friesenheim 2, ist mit nur einem Zähler Vorsprung aber noch in Reichweite. Am Ende der Saison könnte es auf dieses Duell rauslaufen. Sollte es keinen Absteiger aus der 3. Liga Süd geben, der der RPS-Oberliga zugewiesen wird. Auf die TSG treffen die Saarländer am 1. Dezember.

„Wir befinden uns irgendwie in einer Abwärtsspirale. Es läuft nicht und das ist in den Köpfen drin. Manchmal ist es einem selbst ein Rätsel“, schnauft Mathieu. „Weil keiner so genau weiß, was der Grund dafür ist. Wenn wir den genauen Grund wüssten, würden wir ihn abstellen.“ Daher seien die kommenden Begegnungen besonders wichtig. Punkte seien zwar unrealistisch, an der eigenen Leistung könne sich die Mannschaft aber hochziehen. „Gegen Saulheim an sich ist es machbar. In Saulheim ist es schon sehr schwierig“, weiß der 23-Jährige. Anschließend komme mit dem TV Hochdorf ein „riesen Kaliber“ ins Saarland. Dort scheint ein Punkt ob der aktuellen Lage fast unmöglich. Was kein Grund ist, nicht mehr an sich zu glauben. „Wir müssen es jede Woche probieren uns alle zu motivieren- Und irgendwie aus den Spielen Kraft schöpfen wir gut spielen.“ Viel Zeit, um aus der Abwärtsspirale auszubrechen bleibt dem TV Homburg nicht mehr.