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Treffen der Becker-Bier-Mitarbeiter

 Richard Weber von der Karlsberg-Brauerei (stehend) informierte die ehemaligen Mitarbeiter der Becker-Brauerei beim Pensionärstreffen im Sudhaus über die wirtschaftliche Lage am Biermarkt. Foto: Cornelia Jung
Richard Weber von der Karlsberg-Brauerei (stehend) informierte die ehemaligen Mitarbeiter der Becker-Brauerei beim Pensionärstreffen im Sudhaus über die wirtschaftliche Lage am Biermarkt. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
Homburg. Man habe sich zuammengefunden, um ein bisschen zu schwätzen, meinte Karlsberg-Chef Richard Weber beim Pensionärstreffen der Becker-Brauerei. Er informierte auch über die Lage am Biermarkt. Cornelia Jung

Das jährliche Pensionärstreffen der ehemaligen Mitarbeiter der Becker-Brauerei in St. Ingbert ist eine schöne Tradition "Wir haben uns hier zusammengefunden, um ein bisschen zu schwätzen", begrüßte der Chef der Karlsberg-Brauerei, Richard Weber , am vergangenen Dienstag die Senioren im Restaurant "Sudhaus" im Becker-Turm. Am Anfang stand die Totenehrung. "So langsam werden die Reihen lichter, das ist nun mal so", sagte der ehemalige Chef der Becker-Brauerei zur Begrüßung. Doch während anderswo vor der Schweigeminute die Namen der im vergangenen Jahr Gestorbenen nur vorgelesen werden, sagte Niko Becker zu jedem einzelnen ein paar Worte, erzählte wie alt dieser geworden war und in welchem Bereich der Brauerei er gearbeitet hatte.


Durch dieses persönliche Erinnern und Erleben seiner früheren Angestellten hatte Becker die eine oder andere Anekdote auf Lager, wodurch auch die anderen Anwesenden ihre verstorbenen Arbeitskollegen nun bildhaft vor Augen hatten. "Er kennt sie alle - wunderbar", zeigte sich Richard Weber fasziniert von dieser lebhaften Schilderung der Persönlichkeiten. Gleich im Anschluss wurden die mehr als 20 Geburtstagskinder ab 80 Jahre verlesen, die im Jahr 2016 "rund" wurden. "E ganz scheeni Latt' ", wie Becker feststellte.

Auch wenn es im doppelten Sinne ein Ehemaligentreffen war, also eine Zusammenkunft ehemaliger Kollegen einer nicht mehr existenten Brauerei, so war Karlsberg-Chef Weber froh darüber, dass in den alten Produktionsräumen im heutigen Innovationspark mit deren Vermietung wieder Leben eingekehrt ist: "Hier haben wieder viele Menschen Arbeit gefunden, und es ist schön, dass der Name geblieben ist." Im Anschluss versorgte Weber die Senioren mit Infos über die "Großwetterlage" , sowohl was die Weltpolitik als auch den Biermarkt angeht.



Spanien habe seinen Bierkonsum jährlich um bis zu vier Prozent gesteigert, in den USA habe sich der Craft-Bier-Markt stark entwickelt und immer mehr kleine Brauereien kämen auf den Markt. Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" habe die größte Brauerei eine Jahresproduktion von 300 Millionen Hektoliter, die größte Craft-Bier-Brauerei immerhin noch sechs Millionen. Bei Karlsberg wolle man nicht auf der "Craft-Welle" mitschwimmen, sondern widme sich dem Import besonderer Biere und der eigenen Produktpalette: " Die Anleihen sind überzeichnet, der Brauerei geht es gut", sagte Weber.