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Im Saalbau Homburg
Mit Theater ins neue Jahr starten

 Eine Szene aus dem Stück „Misery“ mit René Laier und Evelyn Nagel. Die Badischen Landesbühne spielt es am 17. Januar im Saalbau.
Eine Szene aus dem Stück „Misery“ mit René Laier und Evelyn Nagel. Die Badischen Landesbühne spielt es am 17. Januar im Saalbau. FOTO: Sonja Ramm
Homburg. Am 17. Januar ist im Saalbau das Stück „Misery“ zu sehen, bis Sommer wird noch jede Menge geboten.

Vorsätze haben viele Menschen, wenn ein neues Jahr beginnt. Während sich die einen mehr dem Sport verschrieben haben, setzen andere auf Diäten oder den Verzicht auf Süßes ersatzweise Fleisch oder Alkohol. Wer mag, der kann aber auch das Vorhaben umsetzen, wieder mal mehr Kultur zu wagen. Angebote gibt es jede Menge. Wer Lust hat, das neue Jahr mit Theater zu beginnen, der kann sich jetzt erst einmal auf die badische Landesbühne im Homburger Saalbau freuen. Sie präsentiert hier nämlich im Rahmen der Theatergastspiele am Donnerstag, 17. Januar, 19 Uhr, das Stück „Misery“ von Stephen King und William Goldman.


Darin geht es um den Schriftsteller Paul Sheldon, der mit den Frauenromanen seiner Misery-Serie zwar weltberühmt wurde, dieser aber insgeheim verabscheut. Eines Tages verunglückt er lebensgefährlich mit seinem Auto. Sein „größter Fan“, die ehemalige Krankenschwester Annie Wilkes, rettet ihn und bringt ihn auf ihre abgelegene Farm. Zwar pflegt sie den durch seinen Unfall ans Bett gefesselten Sheldon, entpuppt sich aber zunehmend als Psychopathin: Sie hält ihn bei sich gefangen, verbietet ihm jeglichen Kontakt zur Außenwelt und verlangt, dass er einen weiteren Roman über ihre Heldin Misery schreibt. Auf Protest des mittlerweile als verschollen geltenden Schriftstellers reagiert Wilkes mit Bestrafungen. Eine echte Stephen-King-Geschichte also. Er gilt als  wohl einer der einflussreichsten Autoren des Unheimlichen seit Edgar Allan Poe. Mit den Figuren seiner Romane geht er menschlichen Urängsten auf den Grund und schafft damit eine  Kombination von atemloser Spannung und schwarzem Humor, hieß es weiter im Programm.

Wer dann seine Faszination für die Bühne entdeckt hat: Bis zum Sommer hat man noch diverse Gelegenheiten, sich etwas anzuschauen – auch eher Ungewöhnliches.



Am 14. Februar  regieren nämlich die Schatten im Saalbau, im wahrsten Wortsinn. „Moving Shadows“ heißt das Schattentheater, eine Show unter der Regie  von Harald Fuß. Diese entführt in eine fantastische Welt. Die Körper der acht Darsteller verschmelzen artistisch und werden zu Dingen, Pflanzen, Tieren und wieder zu Menschen. Untermalt wird dies alles von Musik.

 Am 28. März gehört die Saalbau-Bühne dem Agon-Theater und dem Stück „Das Boot“, vor allem durch den Filmklassiker ein Begriff. Lothar-Günther Buchheims Roman spielt 1941, mitten im zweiten Weltkrieg: Deutsche U-Boote haben die Aufgabe, Handelsschiffe im Atlantik zu versenken. Doch die Schiffe werden von Zerstörern geschützt, und so hat die deutsche U-Boot-Flotte in nur einem Monat 13 Boote verloren. Erfahrene Matrosen sind mittlerweile Mangelware. Mit diesen Problemen hat auch der Kapitän von U96 zu kämpfen, der außer drei kriegserprobten Seeleuten, nur eine Mannschaft von „verdammten Rotznasen“ an Bord hat.

Spannend auf ganz andere Art und Weise geht es auch im April weiter, wenn das Berliner Kriminaltheater „Die zwölf Geschworenen“, ein Kriminalstück von Reginald Rose, präsentiert.

Auch für kleine Theaterfans steht noch einiges auf dem Programm. Zunächst wird, allerdings nicht im Rahmen der Theatergastspiele, am 10. Februar, 15 Uhr, im Saalbau, ein Kinderkonzert rund um „Ritter Rost“ geboten von „Bö und der Ritter Rost Band“. Das Benefizkonert veranstaltet der Lions Club Homburg in Zusammenarbeit mit der Stadt. Der Erlös dient der Anschaffung von Spielsachen für die Kinderklinik, die Kinderchirurgie und die Sehschule der Uniklinik. Karten kosten hier zehn Euro und sind unter anderem beim Kulturamt erhältlich. Am 9. März, 15 Uhr, ist im Saalbau die Geschichte um Pinocchio als Musical zu sehen, auf die Bühne gebracht mit Musik und mehr vom Theater Liberi.

 Auch die Saison der eigentlichen Theatergastspiele endet mit einem Kinderstück im Mai:  Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf fasziniert Mädchen und Jungen bereits seit vielen Jahren, weil sie macht, was sie möchte, stark, reich und unangepasst ist. Das Wittener Kinder- und Jugendtheater bringt die Geschichte „Pippi feiert Geburtstag“ mit nach Homburg.

Karten für die Aufführungen im Rahmen der Theatergastspiele im Homburger Saalbau gibt es im Vorverkauf beim Kulturamt im Rathaus, Am Forum, Tel.  (0 68 41) 10 11 68, und bei allen ticket-regional-Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.ticket-regional.de. Tickets kosten regulär zwischen 22 und 28 Euro –  je nach Preisklasse. Kindertheater (Theatergastspiele): Erwachsene 8, Kinder 6 Euro.