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Fußball
„Teilweise wie eine Schülermannschaft“

JÄGERSBURG. Der FSV Jägersburg hat zum Restrundenauftakt der Fußball-Oberliga bei Eintracht Trier verloren. Teilweise derbe Fehler führten zur 1:4-Niederlage. Von Stefan Holzhauser

Für die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg ist der Jahresauftakt gründlich misslungen. Am vergangenen Samstag unterlag die Mannschaft von Trainer Thorsten Lahm bei Eintracht Trier deutlich mit 1:4 (0:3). Die Eintracht wirkte vor 625 Zuschauern im alt ehrwürdigen Moselstadion von der ersten Minute an hellwach und lag bereits nach sieben Minuten mit 2:0 in Führung. Zunächst hatte Ömer Hakki Kahyaoglu ein Solo zum 1:0 abgeschlossen (5.). „Er ist in dieser Situation komplett durch drei Mann durchgelaufen. Wenn ich da Hütchen aufgestellt hätte, hätte es der Trierer Spieler schwerer gehabt, die zu umkurven als unsere Spieler“, ärgerte sich Lahm.


Auch das 2:0 sei vermeidbar gewesen, als im Anschluss an einen langen Ball ein Jägersburger ausrutschte und sich der Trierer Dominik Kinscher bedankte (7.). „Wir hatten die Trierer in dieser Phase quasi dazu eingeladen, Tore zu schießen“, meinte Lahm. Man könne unterm Strich sagen, dass sämtliche Gegentreffer alle unter gütiger Mithilfe seiner Elf gefallen seien. „Das war schon gravierend, wie wir uns da verhalten haben.“

Und als dann noch vor der Pause Kevin Heinz das 3:0 nachlegte (39.), war dies bereits gleichbedeutend mit der Vorentscheidung. Der Trierer schloss in dieser Situation einen schnell vorgetragenen Konter eiskalt ab und beruhigte damit die angespannten Nerven der Eintracht-Anhänger. So hatten die Jägersburger davor eine gute Phase und waren auch zu einigen Chancen gekommen. „Entweder waren wir an Torhüter Andrei-Sorin Popescu gescheitert oder hatten den finalen Pass nicht klar genug gespielt. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt offen. Aber dann haben wir uns den dritten Aussetzer geleistet, der prompt zum 3:0 geführt hat“, berichtete Lahm.

In der Pause gab er die Devise aus, das Spiel so anzugehen, als würde es noch 0:0 stehen. Man wollte – was die zweite Hälfte angeht – zumindest noch einen Punkt mitnehmen. Dies sollte auch gelingen. Die Jägersburger waren nun athletisch präsenter. Außerdem griffen auch die personellen und taktischen Umstellungen. „Wir hatten dann auch das Spiel bis zum 0:4 ganz gut im Griff, ehe es den nächsten Fehler gab. Teilweise haben wir uns wie eine Schülermannschaft verhalten“, hielt Lahm nicht mit Kritik zurück. Das 4:0 erzielte wiederum Kinscher (56.). Jägersburgs Treffer zum 1:4 durch Tom Koblenz (89.) war nur noch Ergebniskosmetik.

Der FSV Jägersburg bleibt trotz der Niederlage Tabellenfünfter und empfängt nun am kommenden Samstag um 15.30 Uhr in einem Saar-Derby den auf Rang sieben platzierten FC Hertha Wiesbach. „Dann gilt es, zu unserer normalen Form zurückzufinden“, betont Lahm. Ihm wird dann auch wieder der in Trier gesperrte Torjäger Murat Adigüzel zur Verfügung stehen.