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Keramikmarkt
Tausende bummeln bei Frühlingswetter

Nicht selten auch knallig bunt präsentierte sich das Angebot des 20. Homburger Keramikmarktes am vergangenen Wochenende, ganz passend zum einem Bilderbuch-Frühlingswochenende mit viel Sonne und Eiscafé tauglichen Temperaturen.
Nicht selten auch knallig bunt präsentierte sich das Angebot des 20. Homburger Keramikmarktes am vergangenen Wochenende, ganz passend zum einem Bilderbuch-Frühlingswochenende mit viel Sonne und Eiscafé tauglichen Temperaturen. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Der Keramikmarkt und der verkaufsoffene Sonntag lockten am Wochenende zahlreiche Besucher in die Homburger Innenstadt. Die genossen die tolle Stimmung und die vielen Angebote. Von Thorsten Wolf

Besser hätte es für die Veranstalter des Homburger Keramikmarktes, die Saarpfalz-Touristik und die Kulturgesellschaft der Stadt Homburg, am vergangenen Wochenende kaum laufen können. Am Freitag noch alles grau und kalt, am Samstag und Sonntag weitestgehend bestes Frühlingswetter. Damit wurde auch die 20. Auflage der Traditionsveranstaltung ihrem Ruf gerecht, in der Kreis- und Universitätsstadt die „Draußen-Saison“ einzuläuten. Das Angebot von rund 100 Marktbeschickern und die Offerte der Einzelhändler, die am verkaufsoffenen Sonntag teilnahmen, nutzten so erneut viele Tausend Besucher.


In den Eiscafés herrschte angesichts der wohligen Temperaturen und des wunderbaren Sonnenscheins Hochbetrieb, glücklich waren wohl vor allem auch die Gastronomen, die Plätze im Freien anbieten konnten. Der Keramikmarkt bot also gerade am Sonntag die lustvolle Qual der Wahl: Was wollte, was konnte man zuerst machen. Einfach in der Sonne ein Eis genießen? Oder doch zuerst auf dem historischen Marktplatz, der Eisenbahnstraße, der Talstraße und dem Christian-Weber-Platz nach Keramischem gucken? Oder erstmal schauen, welche Läden aufhaben? Alles nacheinander? Alles gleichzeitig? So oder so: Langweilig wurde einem am Wochenende nicht, besonders  nicht am Sonntag. Denn es gab jede Menge zu entdecken, gerade an den Ständen des Keramikmarktes: kunstvoll gestaltete Gebrauchskeramik in allen erdenklichen Varianten, Schmuck aus verschiedenen Tonmaterialien, Keramikobjekte, Raku- und Kunstskulpturen, Gartentische aus Keramik-Mosaik und vieles mehr. Auch für das bevorstehende Osterfest wurden verschiedene Artikel als Dekoration angeboten. Es gab Skurriles, Nützliches, Buntes – die Liste ließe sich angesichts dessen, was die Anbieter da am Samstag und Sonntag boten, nahezu beliebig verlängern.

„Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll“, gestand am Sonntag eine sichtlich begeisterte Besucherin an einem der Stände am Christian-Weber-Platz. „Ich will alles“, lachte sie, „alles, was mein Geldbeutel hergibt.“ Das bedeutete konkret in diesem Moment erstmal ein bisschen Keramik-Kunst, „aber dabei wird es nicht bleiben“. Ohne Zweifel, der Homburger Frühling machte kauflustig – diesen Eindruck konnte man zumindest gewinnen, angesichts der Vielzahl von Tüten und Taschen, in denen Keramik in nahezu allen Formen und Farben davongetragen wurde. Stichwort „bunt“. Gerade die Farbenpracht der angebotenen Keramikwaren war am Samstag und Sonntag erneut beeindruckend. Und sie verdeutlichte, wie viel Kreativität und Kunstsinnigkeit die Macher in ihre Arbeiten stecken. Der Markt bewies auch mit seiner 20. Auflage seine überregionale Bedeutung, Anbieter aus ganz Deutschland, aus Frankreich und den Benelux-Ländern buhlten um die Gunst der Besucher.

Eine, die gestern ein bisschen mit der Sonne und aus gutem Grund um die Wette strahlte, war Kirsten Schwarz, seitens der Saarpfalz-Touristik seit vielen Jahren verantwortlich für die Organisation und den Ablauf des Homburger Keramikmarktes. Angesichts der außerordentlich guten Rahmenbedingungen sprach sie offen von Glück, das man in diesem Jahr gehabt habe. „Am Freitag, beim Einzeichnen der Marktstände, war noch schlechtes Wetter, am Samstagmorgen noch ein bisschen kalt und ab Samstagmittag kam dann die Sonne raus.“ Vom Wetter hänge, nachvollziehbarer Weise, eben vieles ab, so die ganze Marktstimmung, „wenn das Wetter gut ist, dann ist jeder gut gelaunt, alle sind zufrieden“.

In Sachen Publikumszuspruch ergänzten sich der Keramikmarkt und der verkaufsoffene Sonntag ideal. Und gerade, so Schwarz, die Gastronomen profitierten, vor allem bei so gutem Wetter, von der Doppel-Veranstaltung am Sonntag. „Alles ist voll, es wird das erste Eis gegessen.“ Neu sei in diesem Jahr, dass man zum ersten Mal die Talstraße für den Fahrzeug-Verkehr im Bereich des Markttreibens gesperrt habe. Auch zum ersten Mal habe man mit zwei Blumenständen das eigentliche Kernangebot des Keramikmarktes ergänzt.



So wolle man am Keramikmarkt in Homburg an sich nichts ändern, „weil das Ganze einfach ein Selbstläufer ist und wir uns alle untereinander kennen“, es gebe aber den einen oder anderen Platz, an dem man das Angebot noch aufstocken könne, war sich Schwarz mit Blick auf den Keramikmarkt in der Zukunft sicher, „mit ergänzenden Angeboten, nicht mit solchen, die dem bestehenden Markt Konkurrenz machen“.

Die Homburger Innenstadt war richtig voll: Auch auf der Eisenbahnstraße als Verbindung zwischen Marktplatz und Christian-Weber-Platz tummelten sich am Sonntag zahlreiche Besucher.
Die Homburger Innenstadt war richtig voll: Auch auf der Eisenbahnstraße als Verbindung zwischen Marktplatz und Christian-Weber-Platz tummelten sich am Sonntag zahlreiche Besucher. FOTO: Thorsten Wolf