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Förderung für junge Leute
Talente mit Doppeldiplom sind gefragt

Vertragsunterzeichnung und Übergabe der „Michelin-DFH-Stipendien“ in der Villa Europa in Saarbrücken. Links Professor David Capitant, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule, ganz rechts Thomas Hoffmann, Personalleiter von Michelin, in der Mitte die beiden Stipendiaten.
Vertragsunterzeichnung und Übergabe der „Michelin-DFH-Stipendien“ in der Villa Europa in Saarbrücken. Links Professor David Capitant, Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule, ganz rechts Thomas Hoffmann, Personalleiter von Michelin, in der Mitte die beiden Stipendiaten. FOTO: Oliver Dietze
Homburg. Zwei Studierende der Fachrichtung Maschinenbau profitieren von einem Stipendium der Firma Michelin: Es sind die beiden französischen Bachelorstudenten Maxime Kleinhans und Theo Bouquet.

Michelin fördert bereits im fünften Jahr in Folge Studenten, die unter dem Dach der  Deutsch-Französischen Hochschule (DFH) einen deutsch-französischen Doppelstudiengang absolvieren.


In diesem Jahr profitieren zwei Studierende der Fachrichtung Maschinenbau von dem Michelin-Stipendium: Es sind die beiden französischen Bachelorstudenten Maxime Kleinhans und Theo Bouquet. Sie unterzeichneten am 5. April ihre Stipendienverträge in der Villa Europa in Saarbrücken, dem Sitz der DFH.

„Als französischer Konzern auf deutscher Seite der Grenzregion leben wir mit mehr als 40 Prozent französischen Mitarbeitern tagtäglich die deutsch-französische Freundschaft im Arbeitsalltag. Deshalb freut es uns ganz besonders, junge Talente beider Länder zu fördern. Neben dem Fachwissen bringen die Stipendiaten auch interkulturelle und sprachliche Fähigkeiten mit, die wir sehr schätzen“, erklärt Thomas Hoffmann, Personalleiter Michelin Homburg.

Im Rahmen des Kooperationsvertrags zwischen Michelin Homburg und der DFH fördert das Reifenwerk jährlich mindestens zwei Studierende der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Saarbrücken (HTW), die in einem deutsch-französischen Studiengang am DFHI eingeschrieben sind, für eine Dauer von zehn Monaten mit 300 Euro im Monat - zusätzlich zu dem Stipendium, das sie von der DFH ohnehin bekommen.

Die Kooperation wurde am 22. Januar 2014, dem Tag der deutsch-französischen Freundschaft, ins Leben gerufen. Je sechs deutsche und vier französische Stipendiaten profitierten bisher von der Unterstützung.



 Jasmin Carolin Sheikh Farshi, ehemalige Stipendiatin aus dem vergangenen Jahr, ist noch begeistert von der Förderung, die sie von Michelin erhalten hat: „Es hat Spaß gemacht, bei Michelin erstmalig die erlernte Theorie an der Maschine in die Praxis zu übertragen und in einem interkulturellen, deutsch-französischen Team zu arbeiten.“

Professor David Capitant, der derzeitige Präsident der Deutsch-Französischen Hochschule, freut sich natürlich über Zuwendungen aus der Industrie: „Wir freuen uns sehr über die Fortführung dieser erfolgreichen Kooperation mit dem Michelin-Werk in Homburg. Unseren Studierenden bietet sich durch solche Partnerschaften die einmalige Gelegenheit, sich grenzübergreifend tätigen Unternehmen vorzustellen, die ihrerseits großes Interesse daran haben, sehr gut ausgebildete, mehrsprachige potentielle Mitarbeiter kennenzulernen.“

Inzwischen ist die Deutsch-Französische Hochschule mit Sitz in Saarbrücken eine bekannte Institution. Dabei vergisst man immer, dass die Keimzelle dafür tatsächlich an der HTW in Saarbrücken war, nämlich genau bei der Einrichtung, von der die beiden jetzt geförderten Studenten profitieren. Denn ursprünglich gab es dort das  Deutsch-Französische Hochschulinstitut (DFHI/ISFATES), das im September 1978 als Kooperation zwischen der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes (HTW) und der Universität Metz gegründet und mit einem Staatsvertrag zwischen beiden Ländern besiegelt wurde. Es war damit die älteste und auch erfolgreichste Einrichtung im Rahmen der deutsch-französischen Hochschulzusammenarbeit.

Das DFHI bietet, wie alle Studiengänge unter dem Dach der DFH, den Studenten voll integrierte binationale Studiengänge an. Es handelt es sich dabei in der Hauptsache um Fächer wie Elektrotechnik, Maschinenbau und Betriebswirtschaft sowie Bauingenieurwesen, Informatik und Logistik. Dabei wechseln die Studenten gemäß Lehrplan von der HTW Saarbrücken an die Universität Metz und umgekehrt. Am DFHI werden auch die ,,Ehemaligen“ mit ihrer Berufslaufbahn erfasst. Dabei hat sich gezeigt, dass Absolventen des Instituts hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.