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Straßengitter fürs Erdbeer-Land

Noch ist es ein Blick ins Grüne, doch auch auf dem Gelände des Erdbeer-Lands am Zunderbaum sollen einmal Betriebe angesiedelt werden. Die Ausbauplanung ist auch Thema im Stadtrat am kommenden Mittwoch. Foto: Thorsten Wolf
Noch ist es ein Blick ins Grüne, doch auch auf dem Gelände des Erdbeer-Lands am Zunderbaum sollen einmal Betriebe angesiedelt werden. Die Ausbauplanung ist auch Thema im Stadtrat am kommenden Mittwoch. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Das so genannte Erdbeer-Land schließt sich an den „großen“ Industriepark Zunderbaum an. Auch hier sollen Firmen angesiedelt werden, allerdings sind im Moment eher kleinere Parzellen vorgesehen. Ulrike Stumm

Wenn es um den Industriepark Zunderbaum geht, dann denken die meisten erst einmal an die große Fläche des ehemaligen Bundeswehrdepots. Doch es gibt auch noch eine Art kleine Schwester, das Gebiet des so genannten Erdbeer-Landes direkt im Anschluss. Auch hier sollen einmal Firmen angesiedelt werden, doch ist die Ausgangslage an dieser Stelle eine komplett andere - und eine ziemlich vertrackte dazu.

39 Grundstückseigentümer teilen sich das Gebiet, darunter seien zwölf Erbengemeinschaften, zu denen jeweils mehrere Personen gehörten, informiert Stadt-Pressesprecher Jürgen Kruthoff. Viele hätten mehrere Parzellen an unterschiedlichen Stellen in Besitz, häufig handele es sich nur um schmale Streifen. Ziemlich viel Klein-Klein also. Allerdings: Nimmt man alles zusammen, zieht man Flächen für Straßen, Böschungsrandstreifen und anderes ab, dann ergeben sich an dieser Stelle sozusagen netto 27 Hektar Land, auf denen Unternehmen angesiedelt werden können. Der Weg dorthin ist naturgemäß ein recht steiniger.

Seit Mai 2012 sei hier der Bebauungsplan rechtskräftig, auch die Umlegung sei beschlossen worden, erläutert Kruthoff. Sinn der Sache ist, dass alle Grundstücke in einen Topf geworfen werden, um planen und dann neu parzellierte Flächen vermarkten zu können. Möglichkeiten, wie so eine Umlegung ablaufen könne, gebe es verschiedene. Kruthoff zeigt Wege auf: Theoretisch könne jeder sein Grundstück an die Stadt verkaufen zu dem vom Umlegungsausschuss festgesetzten Preis. Einige hätten auch schon angedeutet, dass sie dies tun möchten. Die Stadt habe allerdings hier noch nichts erworben.

Wer sich nicht beteilige, der bekomme zwar eine Fläche in der Größe des Teils, der vorher ihm gehört habe, jedoch werde diese an den Rand des Gebiets gelegt. Grundsätzlich werde bei der Umlegung ein bestimmter Prozentsatz abgezogen für Erschließung und Straßenbau .

Inzwischen habe man so viele Zusagen, dass eine konkrete Planung einen Sinn ergebe, informiert Kruthoff. Grob die Hälfte hätten die Umlegewilligkeit schon dokumentiert.

Nun soll es im Homburger Stadtrat am kommenden Mittwoch, 30. September, 17.30 Uhr, im Rathaus um dieses Thema gehen. Die passende Planung für eine kleinteilige Erschließung habe das Bauamt nun vorgelegt. Kleinteilig deswegen, da es derzeit keine Anfrage für eine großflächige Ansiedlung gebe, solche Firmen dann auch eher auf den "großen" Industriepark Zunderbaum setzten. Es gebe, so Kruthoff, aber immer wieder kleinere Firmen, Handwerksbetriebe, die expandieren wollen, dies aber am ursprünglichen Standort nicht können. Vorgesehen seien auf dem Gelände des Erdbeer-Lands mehrere Straßen, die ein Gittersystem bildeten, um jede Parzelle erreichen zu können. Die Pläne seien so angelegt, dass man den Straßenbau immer noch verändern könne, falls doch noch eine größere Fläche nachgefragt würde. Man könne, so Kruthoff, sozusagen einzelne Gitterstäbe im Straßennetz weglassen.

Gäbe der Rat am Mittwoch grünes Licht, dann könne die Planung voranschreiten und in dem Moment, in dem "die Verträge eingetütet" seien, könnte man dann auch mit dem Bau der Straßen beginnen, so Kruthoff. So ganz von heute auf morgen wird das nicht gehen. Die Erschließungsmaßnahmen, führt Kruthoff an, könnten sich noch bis zum nächsten Frühjahr/Sommer hinziehen.

Der Homburger Stadtrat kommt am Mittwoch, 30. September, 17.30 Uhr, im großen Sitzungssaal des Rathauses, Am Forum, zusammen. Dabei wird es unter anderem um den Nachtragshaushalt gehen. Auch Fahrradparkplätze in der Innenstadt und die Einstellung des Wohnbauförderprogramms zum Jahresende stehen dann auf der Tagesordnung.

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