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Viele verschiedene Bewegungsangebote
Sportliches Miteinander beim Fohlenhoflauf im Jugenddorf

Nicht nur der Wettkampfgedanke steht beim Fohlenhoflauf im Blickpunkt, sondern Spaß, der Gedanke der  Integration und natürlich auch das Miteinander beim Sport.
Nicht nur der Wettkampfgedanke steht beim Fohlenhoflauf im Blickpunkt, sondern Spaß, der Gedanke der Integration und natürlich auch das Miteinander beim Sport. FOTO: Markus Hagen
Schwarzenbach. Von Markus Hagen

Bereits zum 26. Mal veranstaltete das Christliche Jugenddorf Deutschland, CJD, in Schwarzenbach den Fohlenhoflauf. Unter dem Motto „Volkslauf für alle“ gab es auch diesmal ein breit gefächertes Bewegungs-Angebot. Rollstuhlfahrer waren ebenso willkommen, wie 150 Wanderer, die über vier Kilometer im Lambsbachtal unterwegs waren. Rund 30 Nordic Walker nahmen fünf oder zehn Kilometer in Angriff. Hobbyläufer konnten beim Jedermannslauf über zwei Kilometer mitmachen. Bei den Aktiven und ambitionierten Läufern nahmen 90 Starter die 5000 Meter Distanz in Angriff. Beim Zehn-Kilometer-Lauf waren 72 Läufer unterwegs.


Insgesamt wurden 418 Teilnehmer in allen Wettbewerben gezählt, eine erstaunlich hohe Zahl, mit der sich Rainer Satzky, Moderator und Mitglied des Organisationsteam des CJD Homburg, sehr gut anfreunden konnte. „Die Starterzahlen liegen im Rahmen unserer Erwartungen und zeigen, dass unser Fohlenhoflauf schon längst sehr gut angekommen ist.“ Die gemeinsame sportliche Aktivität, Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung, die sich zur gemeinsamen Bewegung bei dieser Laufveranstaltung treffen, stehe im Blickpunkt des Fohlenhoflaufes. „Unser Ziel war es von Beginn an, unsere Teilnehmer aus dem CJD Homburg in unsere Gesellschaftzu integrieren.“ Integration spielt zudem auch eine Rolle, wenn es darum geht, Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimatländer verlassen haben und sich in Deutschland eine neue Heimat gesucht haben, in die Gesellschaft einzuglieden. Satzky: „Junge Flüchtlinge aus Afghanistan und Eritrea haben zum ersten Mal bei uns mitgemacht. Es gibt unter ihnen viele Talente.“ Um so erfreulicher dann, dass Tesfit Melsh aus Eritrea über die 5000 Meter in der Zeit von 16:58 Minuten mit großem Vorsprung als Sieger über die Ziellinie lief. Sein Vorsprung auf den Zweitplazierten Patric Lorenz (LSG Saarbrücken-Sulzbachtal) betrug 1:23 Minuten. Für den 30-jährigen Gesamtsieger über die Fünf-Kilometer-Distanz war es der erste Sieg bei seiner ersten Teilnahme am Fohlenhoflauf. „Laufen ist meine Leidenschaft und ich freue mich, dass ich heute gewonnen habe“, berichtet Testfit Melsh, der vor knapp einem Jahr aus seinem Heimatland Eritrea nach Deutschland kam und inzwischen in Saarbrücken lebt, wo er für den Leichtathletikverein LAG Saarbrücken läuft.

Mit 24:16,4 Minuten gewann bei den Frauen Claudia Müller von der VTZ Zweibrücken die 5000 Meter. Schnellste Frau über die 10 000 Meter war Claudia Seel (TV Kirkel) in 44:59,6 Minuten. Bei den Männern setzte sich Matthias Müller von der LSG Saarbrücken-Sulzbachtal in 37:26,2 Minuten vor Sascha Kessler vom Speedskatingclub ERC Homburg in 39:50,7 Minuten und Salvatore Improta (TV Homburg) in 40:27,6 Minuten durch. Im Jedermannslauf über zwei Kilometer hießen die Sieger Norman Drösken (TV Rodenbach) in 8:04,4 Minuten und Jemina Seitz (TV Limbach) in 8:48,1 Minuten.



Auch wenn es eine Siegerehrung nach der 26. Auflage des Fohlenhofslaufs gab, alle Teilnehmer sind Sieger. Jeder erhielt eine Urkunde und jeder Starter wurde geehrt. Darauf verweist Diplom-Sportlehrer Rainer Satzky. „Bei unserer Sportveranstaltung gelingt ein sportliches Miteinander im Spiegelbild unserer Gesellschaft.“ Niemand werde ausgeschlosssen, ausgegrenzt. Ganz im Gegenteil: „Wir fördern die Akzeptanz gegenüber Menschen, die ,anders´sind.“ Man baue Begegnungsängste zwischen Menschen unterschiedlichster Sozialisationen, unterschiedlicher Kulturen ab. „Spaß und Freude sind unglaublich wichtig – aber auch der sportliche Wettkampf.“