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Sie sorgt für Sonnenschein im „Haus Sonne“

Frohnatur Karoline Kossack inmitten ihrer Schützlinge im Haus Sonne in Walsheim. Foto: Becker&Bredel
Frohnatur Karoline Kossack inmitten ihrer Schützlinge im Haus Sonne in Walsheim. Foto: Becker&Bredel FOTO: Becker&Bredel
Homburg. Die 73-jährige Karoline Kossack arbeitet seit 1994 im „Haus Sonne“ in Walsheim. Mit ihrer Fröhlichkeit und guten Laune ist sie für die Menschen dort eine wichtige Bezugsperson. Peter Wagner

. Wer bei der Arbeit mit betreuten Menschen "Mutter" oder "Oma" gerufen wird, der hat wohl einiges richtig gemacht, denn er erreicht das Herz der Menschen. So wie Karoline Kossack aus Walsheim im Bliesgau. Sie ist 73 Jahre alt und arbeitet - obwohl sie längst Rente bezieht - immer noch als geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe in der Behinderteneinrichtung "Haus Sonne". Hier leben und arbeiten geistig behinderte Menschen zwischen 20 und 65 Jahren.


Karoline Kossacks Familie stammt aus Rumänien, sie wuchs in der Pfalz auf und arbeitete als Näherin in einer Schuhfabrik, ehe sie 1994 der Liebe wegen nach Walsheim kam und eine Vollzeit-Stelle als "Mädchen für alles" im "Haus Sonne" antrat. Sie nennt diesen Abschnitt "den schönsten meines Lebens, ein Geschenk!". Man muss dazu wissen, dass das Leben es mit Karoline Kossack nicht übermäßig gut meinte: Verluste nahestehender Personen, ein Pflegefall und eine eigene schwere Krebserkrankung mit 60 setzten ihr emotional und körperlich zu. "Das Haus hier fing mich in Trauer und Krankheit auf", spricht die 73-Jährige mit höchstem Respekt von ihrem Arbeitgeber.

Dass sie dem treu bleiben und etwas zurückgeben möchte, ist nur verständlich. An den - hoffentlich fernen - Tag, an dem sie vielleicht aufhören muss, mag sie lieber gar nicht denken. Denn das würde dann ja auf ihre durchgängig gute Laune durchschlagen, was sie wiederum den lieben Menschen im "Haus Sonne" nicht zumuten mag. Karoline Kossack ist das, was man als "guten Geist" bezeichnen darf, eine Frohnatur.