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Auf dem Weg ins Bundesfinale
Ein Wirtschaftsgipfel der jungen Generation

Das Homburger Saarpfalz-Gymnasium war beim YES-Bundeswettbewerb vertreten.
Das Homburger Saarpfalz-Gymnasium war beim YES-Bundeswettbewerb vertreten. FOTO: Kai Meinke ; ZBW
Homburg/Hamburg. Homburger Saarpfalz-Gymnasiasten vertraten das Saarland beim YES-Bundeswettbewerb in Hamburg. red

Gleich drei Tage lang haben Schülerinnen und Schüler des Saarpfalz-Gymnasiums das Saarland beim YES-Bundeswettbewerb vertreten. Im  Juni hatten sich gleich zwei Gruppen zum Regionalfinale Südwest qualifiziert,  eine der beiden  gewann hier und platzierte sich für das Bundesfinale in Hamburg, teilte die Schule weiter mit.


YES steht dabei für  Young Economic Summit, es sei quasi ein „Wirtschaftsgipfel der nächsten Generation“.  Schülerinnen und Schüler entwicklen hier  Ideen für eine bessere Welt zusammen mit renommierten deutschen Forschungsinstituten.

Begleitet von Christian Bachmann, Mittelstufenleiter am Saarpfalz-Gymnasium, beschäftigten sich beide Gruppen mit medialen Themen. Eine Gruppe stellte ein präventives Konzept gegen Cybermobbing auf, das von Schülern für Schüler der Klassenstufe sieben umgesetzt wurde.



Die zweite Gruppe entwickelte die Idee zu einem IT Zertifikat – M.I.T: Medien, Internet, Technologie... denn MIT ist besser als ohne –, das von einer Vereinigung von Unternehmen finanziert und umgesetzt werden sollte und das Interessenten eine kostenlose Schulung und Zertifizierung zur Verfügung stellen soll. Das Zertifikat soll grundsätzlich jedem angeboten werden der die nötigen Grundkenntnisse hat, Kernzielgruppe sind aber Schüler, Studenten und Arbeitssuchende im IT-Bereich. Es soll bei der Bewerbung unterstützen und belegen, dass sich ein Absolvent freiwillig und aus Freude an der Sache weiter qualifiziert und somit auch neue Ideen und Innovationen mit ins Unternehmen bringen wird. Die Inhalte folgen einer Umfrage unter Unternehmen, die die Schülerinnen und Schüler durchgeführt haben.

Die Stärke des Wettbewerbs liege  aus schulischer Sicht darin, dass Schülerinnen und Schüler selbstständig eine Idee entwickeln, deren Umsetzbarkeit prüfen und sie gegenüber Fachleuten in einer Fremdsprache verteidigen. So fördert der Wettbewerb gleich mehrere Schlüsselqualifikationen, sei interdisziplinär ausgelegt und gebe jedem Schüler die Möglichkeit, seine Stärken und Interessen in die Gruppe mit einzubringen.

Bei YES bekamen bundesweit 30 Schülergruppen einen Platz und konnten ihre Ideen entwickeln und an den jeweiligen Regionalfinalen teilnehmen. Die Entscheidung, wer teilnehmen durfte, wurde anhand einer Bewerbung gefällt, in der die eigene Idee und Motivation dargestellt wurde. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten dann eigenständig Lösungen für globale ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Herausforderungen und präsentieren diese im Rahmen eines Schülerkongresses, dem „YES! – Young Economic Summit“ in englischer Sprache. Im Diskurs mit Führungspersönlichkeiten und anderen Schülerinnen und Schülern schärfen sie ihren Blick auf globale Zusammenhänge und entwickeln eigene innovative Lösungsvorschläge. Über die besten Lösungen wird demokratisch abgestimmt.

Marvin Müller, Gebietsleiter Gastronomie und Getränkefachgroßhandel bei Karlsberg und Gesprächspartner beim Regionalfinale Südwest, äußerte sich begeistert von der Idee des IT Zertifikates. „Den richtigen Umgang mit der Digitalisierung in Unternehmen sehe ich als eine der größten Herausforderungen in unserer Zeit. Wenn Sie diesen Ansatz in den nächsten Wochen intensiv weiterentwickeln und sich Gedanken um eine realistische Umsetzung machen, haben Sie meiner Meinung nach gute Chancen einen der vorderen Plätze beim Finale zu belegen. Ich wünsche Ihnen dabei viel Spaß und Erfolg“, so Müller zu den Homburger Schülern.

Gewonnen hat das M.I.T Team in Hamburg leider nicht, aber die Schülerinnen und Schüler haben sich wacker geschlagen und viele Erfahrungen mitgenommen, so die Schule.  Und sie geben nicht auf, was ihre Idee angeht. Zumindest die ein oder anderen Inhalte sollen in einem ersten Schritt mit Schülerinnen und Schülern des Saarpfalz-Gymnasiums umgesetzt werden. Dafür versucht das Team jetzt weiter die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen.