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Anklage gegen OB Schneidewind zugelassen
Detektivaffäre kommt vor Gericht

Homburg. Das Untreueverfahren gegen den Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) im Zusammenhang mit der sogenannten Detektivaffäre wird eröffnet. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts in Saarbrücken am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Von Peter Neuheisel

Das Untreueverfahren gegen den Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) im Zusammenhang mit der sogenannten Detektivaffäre wird eröffnet. Das bestätigte eine Sprecherin des Landgerichts in Saarbrücken am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Anklage gegen den Homburger Verwaltungschef wurde zugelassen. Zusätzlich werde vor den Gerichtsterminen zuvor noch ein Gutachten in Auftrag gegeben, das klären soll, ob die an eine Düsseldorfer Detektei gezahlten Honorare marktüblich oder überzogen gewesen sind. Damit sollen Frankfurter Wirtschaftsprüfer beauftragt werden. Bis zum 26. April können Staatsanwaltschaft sowie Verteidigung des Oberbürgermeisters Stellung zur geplanten Beauftragung des Gutachters beziehen. Verhandlungstermine werde es wohl erst nach Abschluss des Gutachtens geben, hieß es gestern weiter.


Die Staatsanwaltschaft in Saarbrücken hatte im Februar Anklage gegen Schneidewind wegen der Bespitzelungsaktion rund um den städtischen Baubestriebshof erhoben. Sie hat dem OB Untreue im Amt vorgeworfen, weil er die Düsseldorfer Detektei beauftragt hatte, ohne zuvor die maßgeblichen Gremien der Stadt, wie zum Beispiel den Stadtrat, informiert zu haben. Der Stadt sind durch den Detektiveinsatz Kosten von rund 330 000 Euro entstanden, mehr als 200 000 Euro wurden bislang überwiesen, über den Rest streitet die Stadt derzeit mit der Detektei vor Gericht.