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Fußball
Schäfer ist zurück

Homburgs Jaron Schäfer tankt  sich zwischen zwei Gegenspielern (Archiv) durch. Er war ein Jahr verletzt, hofft nun auf die ersten Kurzeinsätze.
Homburgs Jaron Schäfer tankt  sich zwischen zwei Gegenspielern (Archiv) durch. Er war ein Jahr verletzt, hofft nun auf die ersten Kurzeinsätze. FOTO: Andreas Schlichter
Homburg. Am Samstag um 14.30 Uhr ist die TuS RW Koblenz im Homburger Stadion zu Gast. Von Ralph Tiné

Zwei Mal muss der FC Homburg noch ran, bevor er sich in der Fußball-Oberliga in die Winterpause verabschiedet. Am Samstag um 14.30 Uhr ist die TuS RW Koblenz im Homburger Stadion zu Gast. Eine Woche später geht es für den FCH zum Jahres-Kehraus zum FV Dudenhofen.


Das heißt auch: Die Grün-Weißen brauchen noch zwei Siege, dann hätte der Liga-Spitzenreiter tatsächlich alle Spiele vom ersten bis zum letzten Oberliga-Spieltag in diesem Jahr gewonnen.

„Ich hätte niemals damit gerechnet, dass wir die Oberliga so dominieren würden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgend jemand im Kader so etwas schon mal erlebt hat“, ist Jaron Schäfer ganz überwältigt von der schon jetzt historischen Leistung der Mannschaft. Sicher sei der finanziell überlegene FCH nach dem Abstieg aus der Regionalliga als großer Favorit in die Runde gestartet, „aber eine solche Serie hinzulegen, ist schon außergewöhnlich“, sagt Schäfer.

Für den schnellen Linksaußen geht es auch persönlich endlich wieder aufwärts. Nach seinem Kreuzbandriss im Februar stand der 24-Jährige beim 1:0-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern II zum ersten Mal wieder im Homburger Kader. „Nach allem, was passiert ist, ist es ein kleines Wunder, dass ich so schnell wieder im Kader stehe“, sagt der Spieler, dem die Freude über seine Rückkehr auf den Platz aus allen Poren strahlt.

Dass er dabei von „schnell“ redet, scheint nach fast einem Jahr Pause zunächst verwunderlich. Dann aber erklärt Schäfer, warum seine Wortwahl nur scheinbar überraschend daher kommt: „Nachdem ich Anfang September zum ersten Mal mit dem Training begonnen hatte, stellten sich Probleme ein. Das Narbengewebe von der Operation hatte sich verformt, so dass ich mein Knie nicht mehr voll strecken konnte. Am 22. September wurde ich deshalb nochmal operiert. Das hatten wir aber geheim gehalten.“ Damit, dass er nur fünf Wochen nach der zweiten Operation wieder im Mannschaftstraining und weitere drei Wochen später schon wieder im Kader stehen würde, hätte der junge Spieler nicht gerechnet. Dass er in Kaiserslautern 90 Minuten auf der Bank blieb, tut seiner Freude über die Rückkehr keinen Abbruch. „Ganz ehrlich: Es war für mich absolut zweirangig in Kaiserslautern, ob ich spiele oder nicht. Das Gefühl, wieder Teil einer funktionierenden Mannschaft zu sein, war einfach nur schön.“



Sein Trainer Jürgen Luginger hat schon in Aussicht gestellt, dass Schäfer – „wenn es passt“ – in diesem Jahr noch zu ein oder zwei Kurzeinsätzen kommen könnte. Für Schäfer selbst wäre ein aktiver Einsatz in den letzten beiden Spieler „der i-Punkt auf eine bis jetzt perfekte Saison.“ Und der Kicker fügt hinzu: „Nach so langer Zeit habe ich wieder so richtig Bock auf Fußball.“