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Stadtreinigung
Saubere Stadt ist eine Daueraufgabe

Müll auf Homburgs öffentlichen Plätzen und Wegen wird immer wieder von vielen Seiten kritisiert, die Stadt selbst spricht hier, bei allen Anstrengungen, von einer „Dauerbaustelle“ für die Verwaltung.
Müll auf Homburgs öffentlichen Plätzen und Wegen wird immer wieder von vielen Seiten kritisiert, die Stadt selbst spricht hier, bei allen Anstrengungen, von einer „Dauerbaustelle“ für die Verwaltung. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Sauberkeit und Sicherheit in Homburg sind immer wieder im Gespräch. Die Stadt denkt über mehr Personal im Ordnungsdienst nach. Von Thorsten Wolf

Was macht eine Stadt aus Sicht der Bürger aus? Zur Antwort auf diese Frage gehören viele Faktoren, so schlicht das äußere Bild, die Sauberkeit und natürlich das Sicherheitsempfinden. Genau zu diesen Punkten haben wir die Stadtverwaltung nach einer Einschätzung der gegenwärtigen Lage in Homburg befragt – nicht ohne Grund, denn in der Vergangenheit gab es nicht nur aus Reihen der Politik immer wieder Kritik am Erscheinungsbild der Stadt.


Jürgen Kruthoff, Pressesprecher der Stadt, bezog durchaus selbstkritisch Stellung, auch beim Thema Stadtreinigung. „In Bezug auf die Stadtreinigung sind wir an mehreren Stellen aktiv. Mit eigenen Kräften im Baubetriebshof und teilweise auch mit der Beauftragung von Fremdfirmen versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten, effektiver und zielgerichteter vorzugehen, um sichtbare Verbesserungen zu erzielen.“

Wenn man sich das Ergebnis dieser Anstrengungen ansehe, könne man mit der Reinigungsleistung „fast nicht unzufrieden sein, mit dem Sauberkeitsergebnis unter Umständen allerdings schon“, so Kruthoff offen. „Daher wird dieses Thema vermutlich eine ‚Dauerbaustelle‘ bleiben, nahezu unabhängig davon, wie viel Aufwand wir als Stadt betreiben.“



Um richtig erfolgreich zu sein, bedürfe es hier des Zusammenwirkens vieler Kräfte. „Insofern dürfen wir mit unserem Bemühen nicht nachlassen und werden wir uns auch weiter entwickeln müssen, wenn wir eine spürbare Verbesserung erzielen wollen. Es wird jedoch auch dazu gehören, dass unser Ordnungsamt mitunter stärker aktiv wird und gegen Verursacher von Müll vorgeht“, so Kruthoff.

Eben das Ordnungsamt und sein Außendienst spielen eine wichtige Rolle, wenn es um das subjektive Sicherheitsempfinden von Bürgern geht, neben der Polizei als sichtbares Zeichen staatlicher Kontrolle.

Beim Heringsessen in der vergangenen Woche hatte Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind dieses Thema angesprochen und in diesem Zusammenhang auch den Wunsch nach mehr Polizei auf den Straßen geäußert – eine Forderung, die derzeit auch die Kommunikation zwischen der Verwaltung der Landeshauptstadt Saarbrücken und dem saarländischen Innenministerium bestimmt. Jürgen Kruthoff: „Auf das Thema Sicherheit legt Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind, wie beim Heringsessen angesprochen, großen Wert. Er begrüßt es auch, dass dieses Thema auf politischer Ebene und im Stadtrat besprochen wird.“

Denkbar sei neben der Forderung, dass auch im Bereich der Polizei etwas geschieht, eine Aufstockung des städtischen Personals innerhalb des Ordnungsdiensts und bei den Hilfspolizisten/Verkehrsüberwachern. „Letztlich kann die Verwaltung dieses Thema auch nur vorantreiben. Ob es gelingt, dieses Vorhaben personell umzusetzen, hängt natürlich von der Haushaltsituation, von der Zustimmung im Stadtrat und natürlich von der Genehmigung des Stellenplans im Rahmen der Haushaltsgenehmigung durch die Aufsichtsbehörden ab. Auch wenn es sich profan anhört: Da wir kein Geld zu verteilen haben, muss immer auch an einer Stelle eingespart werden, wenn an einer anderen Stelle mehr ausgegeben wird.“

Aktuell, so Kruthoff, seien neun Mitarbeiter des Ordnungsdienstes zwischen 7 und 22 Uhr in der Stadt unterwegs, den ruhenden Verkehr überwache man mit zweieinhalb Stellen für Hilfspolizisten.

Änderungen bei diesem Personaltableau bedingten, so Kruthoff, eine Diskussion „was gewünscht, benötigt oder erforderlich erscheint. Neben dem Ausbau des Personals kann letztlich auch über Investitionen - beispielsweise in mehr Licht, übersichtliche Flächen und ähnliche Maßnahmen - gesprochen werden, die ebenfalls dazu beitragen, das Sicherheitsgefühl der Menschen zu verbessern.