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Rund um das Vogler-Quartett

Bald ist es wieder soweit: Das Vogler-Quartett läutet die Kammermusiktage ein. Foto: Thorsten Wolf
Bald ist es wieder soweit: Das Vogler-Quartett läutet die Kammermusiktage ein. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Homburg startet bald in den musikalischen Herbst, ab 8. September stehen die ersten Konzertabende auf dem Plan im Saalbau. Ab dem 27. September folgen die Kammermusiktage, auch eine Lesung ist mit dabei. red

Der Homburger Herbst startet mit Kammermusik. Das Armida Quartett wird am 8. September zu hören sein und später in der Saison präsentiert sich das Cuarteto Casals auf der Saalbau-Bühne.



Insgesamt sei ein programmatischer Schwerpunkt auf Mozart und Beethoven gelegt worden, teilt der künstlerische Leiter der Meisterreihe, Markus Korselt, mit. Zur Meisterreihe kommt zum Beispiel im Mai 2017 auch der für viele wohl berühmteste aller Oboisten, Albrecht Mayer, in den Saalbau. International gefeiert ist allerdings auch der französische Pianist Pierre-Laurent Aimard .

Gespannt sein kann das Homburger Publikum in der Saarland-Runde auf die Birringer-Schwestern in der Nachwuchs-Ecke "Meister von morgen" und auf das Trio Lézard. Zur Meisterreihe gehört seit einigen Jahren auch ein kleiner Cello-Schwerpunkt. Diesmal spielt der Franzose Gautier Capuçon am 13. Oktober als Vertreter dieser Zunft Stücke von Beethoven.

Auch die Internationalen Kammermusiktage Homburg gehen vom 27. September bis 3. Oktober in eine neue Runde.

Das informative Heft unter dem Namen "Continuo" ist jetzt erschienen. Damit werde auch Freude über eine Weiterführung dieses schönen Kammermusikfestivals in Homburg ausgedrückt, betonte Tim Vogler, der künstlerische Leiter und Weltklasse-Violinist, im Vorwort. Es fänden sich "abermals großartige Musiker zusammen, um gemeinsam mit dem Vogler Quartett herrliche Musik aufzuführen. Wir freuen uns, dass Interpreten wie das Silver-Garburg Piano Duo, der Cellist Mischa Meyer, die in Homburg bereits häufig zu Gast gewesene Tatjana Masurenko, der Pianist Caspar Frantz, Zoltán Kovács, der hervorragende ungarische Klarinettist, der Komponist und Baglamaspieler Taner Akyol mit seinem Trio und der Schauspieler Till Weinheimer mit uns eine unvergessliche Musikwoche erleben", so Vogler. In der Tat, neu ist am 1. Oktober ein "Lesungskonzert" in der Fasanerie in Zweibrücken: Da liest der Schauspieler Till Weinheimer aus Tolstois Kreutzersonate, danach werden zwei musikalische Fassungen zu diesem Thema zu Gehör gebracht: Auszüge aus Beethovens Violinsonate Nr. 9 A-Dur und Janáceks Streichquartett Nr. 11. Danach gibt es ein "Flying Dinner", ein Abendessen, bei dem man die Tische wechseln und mit den Musikern ins Gespräch kommen kann.

Das gab's übrigens auch schon in den Salons des 19. Jahrhunderts, es hieß nur noch nicht so. Ein weiterer Höhepunkt ist Bachs ,,Kunst der Fuge", ganz puristisch aufgeführt in der Protestantischen Stadtkirche in Homburg , oder das Abschlusskonzert mit Beethoven, Schubert und Mendelssohn-Bartholdy. Da ist man schon ganz im 19. Jahrhundert, während im Eröffnungskonzert mit Haydns Streichquartett G-Dur das Ancien Régime herüberleuchtet. Somit wird ein Bogen deutscher Kultur-und Musikgeschichte gespannt. Doch nicht nur. Mit dem türkischen Künstler Taner Akyol aus Berlin, der am 29. September um 20 Uhr in der Musikschule spielt, hört man ein türkisches Traditions-Instrument, eine spezielle Langhalslaute. Akyol hat einen musikalischen Nachruf auf einen Jungen komponiert, der während der Unruhen vor drei Jahren im Gezi-Park in Istanbul ums Leben kam. Zusammen mit dem Vogler-Quartett wird er das Stück vortragen.

Für die neuen Meisterkonzerte gibt es Karten beim Kulturamt der Stadt, Tel. (0 68 41) 10 11 68, sowie bei ticket regional im Internet und an den Vorverkaufsstellen. Für die Homburger Kammermusiktage gibt es auch schon Karten. Sie kosten 20 Euro, ermäßigt zehn Euro, Kinder bis zum zwölften Lebensjahr in Begleitung eines Erwachsenen haben freien Eintritt. Wer morgens Musik hören möchte, kann zu den öffentlichen Proben in den Saalbau kommen, die frei sind. Das Programm mit allen Einzelheiten ist im Internet abrufbar.

www. kammermusik-homburg.de

www.homburger

meisterkonzerte.de