| 20:07 Uhr

Rockkonzert
Heißer Rock mit kleiner Panne

Bei ihrer hörenswerten Bühnenpremiere am vergangenen Freitag sorgten Silent Trigger aus Homburg für einen gelungenen Start in den Konzertabend von „Mannlich meets . . .“.
Bei ihrer hörenswerten Bühnenpremiere am vergangenen Freitag sorgten Silent Trigger aus Homburg für einen gelungenen Start in den Konzertabend von „Mannlich meets . . .“. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Das Publikum war begeistert vom „Mannlich meets . . .“-Konzert in der Aula des Mannlich-Gymnasiums. Von Thorsten Wolf

Das erste Live-Konzert, das erste mal unter scharfen Bedingungen auf der Bühne stehen – das ist für einen Musiker schon ein ganz besonderer Moment. Und einen eben solchen erlebten am Freitagabend die Jungs von Silent Trigger, einer Formation aus dem Bandprogramm der Modern Music School Homburg. Als Teil des Line-Ups von „Mannlich meets … Silent Trigger, Coin Crash und Dizzy Thang kam der Band aus Homburg die Aufgabe des Openers in der Aula des Mannlich-Gymnasiums zu.


Und was Marc Spies (Schlagzeug), Christian Ammer (E-Gitarre), Giuliano Schneider (E-Gitarre), Thomas Jakobs (Bass), Fabian Kittel (Gesang, Keyboard) und Patrick Drucks (Gesang) ablieferten, das war amtlich! Bemerkenswert dabei: Die Ruhe, die die Band ausstrahlte, auch als sich mitten im Konzert beim gut aufgelegten Lead-Gitarristen Christian Ammer der Röhrenverstärker verabschiedete. Kurze Pause, ein paar launige Sprüche von Sänger Fabian Kittel – und dann stöpselte Ammer seine Gitarre nach kurzer Rücksprache in die Verstärkeranlage von Dizzy Thang-Mastermind Kris Schulte ein. Und weiter ging‘s.

Zu hören gab’s jede Menge Rock-Cover, im Hintergrund sorgte Schlagzeuger Marc Spies mit akzentuiertem und druckvollen Spiel für Ordnung, vorne lieferten Fabian Kittel und Patrick Drucks zweistimmigen Gesang, während Giuliano Schneider und Thomas Jakobs für die Rhythmus-Gitarre und die tiefen Töne verantwortlich zeichneten. Kaum zu glauben, dass die Band erst seit dem Juli 2018 besteht. Nach ihrem Premieren-Gig ging’s dann auch zum Premieren-Interview. „Ich war schon ein bisschen aufgeregt. Aber mit dem super Soundcheck und dem super Team hier hat sich das dann gelegt“, startete Silent-Trigger-Sänger Patrick Drucks ins Frage-und-Antwort-Spiel. Mit dem eigenen Auftritt sei er sehr zufrieden, „ich hoffe, die Gäste sind es auch“.



Christian Ammer reagierte mit einem breiten Grinsen auf die Frage, was man aus einem im Konzert sterbenden Röhrenverstärker lernt: „Die Technik ist nicht perfekt. Aber ich finde sie cool und ich werde sie auf jeden Fall beibehalten.“ Und: Es gebe ja immer Auswege, in diesem Fall habe der nette Musiker-Kollege von Dizzy Thang ausgeholfen. „Und im Nachhinein muss ich schon schmunzeln, denn das, was er an Verstärker und Effektgeräten aufgebaut hat, das wollte ich schon immer mal ausprobieren. Und dass das jetzt gerade live passiert ist, das war schon irgenwie witzig.“

Nach diesem gelungenen Opening gehörte die Bühne dann der zweiten Modern-Music-School-Formation, mit Coin Crash hatte dann auch Fabian Kittel, nach seinem Engagement für Silent Trigger, seinen zweiten Bühnenauftritt. Und für den gab’s Lob von quasi höchster Stelle: Dizzy-Thang-Leadgitarrist Kris Schulte attestierte Kittel eine unglaubliche Klangnähe zum Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong. „Ich hab zuerst gedacht, da würde noch was vom Band laufen“, zeigte sich Schulte erstaunt, als er feststellte, dass da eben alles andere als eine Konserve von Green-Day-Klassiken zu hören war.

Zum guten Schluss eines durch die Bank gelungenen „Mannlich meets . . .“-Abends gehörte dann natürlich der Auftritt von Dizzy Thang mit Kris Schulte an der Gitarre, Rene Mueller am Bass, Jürgen Wagner an den Drums und Robert Bour am Keyboard.

Dass sich der Auftritt der Band ein bisschen verzögerte, weil Basser Mueller mit „Ortsfindungsstörungen“ zu kämpfen hatte, tat dem beeindruckenden und launigen Auftritt von Dizzy Thang keinen Abbruch – vom ersten Ton an begeisterte die erfahrene und bekannte Bluesrock-Formation, mit legendären Tracks aus der Feder von Stevie Ray Vaughan und anderen Größen dieses Genres.

Weit mehr als eine Randnotiz zum vergangenen Freitag: Das erneut großartige Engagement der Mannlich-AG „Veranstaltungstechnik und Eventmanagement“. Stellvertretend für die Crew gaben Samira Scharley, an diesem Abend für das Licht verantwortlich, und Naomi Seitz aus dem Kreis der Eventmanager einen kleinen Einblick in ihre Arbeit.

„Es ist schon schwierig, bei drei unterschiedlichen Bands den Wünschen ans Licht gerecht zu werden und ein gleichmäßiges Niveau zu erreichen“, skizzierte Samira ihren Einsatz – um dann mit einem Grinsen zu ergänzen: „Am Ende macht es dann, was man will, Hauptsache, es sieht gut aus und die Band ist zufrieden. Das ist am wichtigsten.“ Und so ein Abend aus Sicht einer Eventmanagerin: „Wir organsieren das Ganze, suchen die Sponsoren, bereiten dem Raum vor, sorgen für das Catering.“ Naomis Urteil zur Halbzeit: „Ich find’s bis jetzt schon ziemlich gut!“

Die Mannlich-AG „Veranstaltungstechnik und Eventmanagement“ sorgte mit ihrem vielköpfigen Engagement erneut für einen gelungenen Konzertabend.
Die Mannlich-AG „Veranstaltungstechnik und Eventmanagement“ sorgte mit ihrem vielköpfigen Engagement erneut für einen gelungenen Konzertabend. FOTO: Thorsten Wolf