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Fußball
Rizgar Daoud trainiert nun den SV Genclerbirligi

Trainer Rizgar Daoud ist vom SV Beeden zum Ligarivalen SV Genclerbirligi Homburg gewechselt.
Trainer Rizgar Daoud ist vom SV Beeden zum Ligarivalen SV Genclerbirligi Homburg gewechselt. FOTO: Holzhauser
HOMBURG. Am Samstag, 24. Februar 2018, startet der Fußball-Landesligist SV Genclerbirligi Homburg um 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz vor dem Waldstadion mit einem Heimspiel gegen den TuS Rentrisch ins neue Jahr hinein. Es ist das Kellerduell des aktuellen Tabellen-14. gegen die als Schlusslicht anreisenden Gäste. Dann wird bei den Homburgern ein neuer Trainer an der Seitenlinie stehen. Rizgar Daoud, der noch bis vor wenigen Wochen den Ligarivalen SV Beeden trainiert hatte, löste den bisherigen Spielertrainer Murat Er ab. Dieser musste aus beruflichen Gründen kürzer treten, bleibt dem Verein aber weiterhin in seiner Funktion als gemeinsamer sportlicher Leiter mit Dursun Kocamis erhalten. Von Stefan Holzhauser

„Wir wollen in den nächsten Wochen unseren Spielerkader auf breitere Füße stellen. Wir haben nun einen guten Trainer verpflichtet, der sich in der Landesliga bestens auskennt. Über seine Kontakte sollen nun auch Neuzugänge an Land gezogen werden“, sagt Kocamis. Es gehe nun darum, im weiteren Saisonverlauf möglichst frühzeitig den Klassenverbleib zu realisieren. Dann hätte man im Hinblick auf die kommende Saison Planungssicherheit.


Der Vertrag des neuen Trainers gilt erst einmal bis zum Rundenende. „Wir werden am 21. Januar mit dem Training beginnen. Dann steht ganz klar im Vordergrund, möglichst schnell Abstand zu den Abstiegsplätzen zu schaffen“, meint Daoud. Er ergänzt: „Wenn dies gelungen ist, werden wir uns dann im Hinblick auf die nächste Saison unterhalten. Der Klassenverbleib wird mit Sicherheit kein Selbstläufer, doch ich bin diesbezüglich sehr optimistisch gestimmt.“

Der Vorstand konnte Daoud in den Gesprächen davon überzeugen, dass „hier in den nächsten zwei, drei Jahren etwas aufgebaut“ werden soll. Man strebe dabei keineswegs eine Mannschaft an, die ausschließlich aus türkischen Spielern bestehe. Vielmehr wolle man mehrere Nationalitäten unter dem Vereinswappen des SV Genclerbirligi Homburg vereinen. Außerdem soll künftig der Kader deutlich breiter aufgestellt sein, was dem neuen Trainer mehr Variationsmöglichkeiten als seinem Vorgänger einräume.

Daoud ist 35 Jahre alt und hält sich derzeit noch die Option offen, bei Bedarf noch einmal selbst ins Spielgeschehen einzugreifen oder als reiner Trainer von der Seitenlinie aus zu agieren. „Momentan ist in der Tabelle noch alles eng zusammen. Uns steht also noch viel Arbeit bevor“, weiß der neue Trainer. So liegt das Schlusslicht TuS Rentrisch mit zehn Punkten momentan nur knapp hinter dem FV Oberbexbach, SV Genclerbirligi Homburg (jeweils elf Zähler) sowie der ASV Kleinottweiler (12) zurück. Davor hat sich der Tabellenzwölfte TuS Wiebelskirchen mit 17 Punkten bereits etwas von diesen vier Mannschaften abgesetzt. Aufgrund der Situation in der Verbandsliga Nordost ist in dieser Saison mit einem vermehrten Abstieg zu rechnen.