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Reitsport
Die Meisterschärpe für einen fehlerlosen Auftritt

Charlotte Stuppi auf dem Siegerpodest.
Charlotte Stuppi auf dem Siegerpodest.
Homburg. Die zwölfjährige Schülerin Charlotte Stuppi vom Saarpfalz-Gymnasium in Homburg holt sich den Titel der Pfalzmeisterin.

Strahlend stand Charlotte Stuppi auf dem Siegerpodest und ließ sich die Schärpe und die Goldmedaille als Pfalzmeisterin Pony im Springreiten umlegen. Die zwölfjährige Tochter einer alt eingesessenen Reiterfamilie bekommt langsam Routine. Völlig überraschend gewann sie in diesem Jahr bei ihrem ersten Meisterschaftsauftritt die Landesmeisterschaft in der Ponyklasse in Zeiskam.


Bereits als Kleinkind saß die Enkelin des bekannten Jagdreiters Horst Stuppi vor ihrer Mutter Manuela im Sattel. Mit drei Jahren bekam sie ihr erstes Pony Pno und bestritt in der Pony-Führzügelklasse ihre ersten Turniere. Reitunterricht erhielt sie von ihrer Cousine und später auch von der mehrfachen Landesmeisterin der Spring-Amazonen, Melanie Bischoff. Mit ihrem braven Lernpony Boy Bennet stellten sich erste Erfolge in der Einstiegsklasse vor allem in der Dressur ein. „Dann sind wir nach Homburg gezogen und haben die Ponys im Reitstall Schäfer untergestellt“, berichtet sie. Gemeinsam mit ihrer Freundin Isabella Juckenhöfel wurde sie im Nachwuchskader Rheinland-Pfalz gefördert. „Außerdem sind wir viel alleine ausgeritten ins Gelände“, erzählt die junge Reiterin. Mit Mirrio und Concord hielten gleich zwei erfahrene Sportponys Einzug in der Familie Stuppi. Deren Leistungsfähigkeit, gepaart mit dem einfühlsamen Reitunterricht von Ingrid Schäfer in der Basis-Disziplin Dressur und Karsten Schäfer im Springen, ermöglichten schnell einen Aufstieg in die nächst höherere Klasse A.

„Springen macht mir jetzt mehr Spaß. Ich habe auch viel bei Sepp Gemein gelernt“, erzählt Charlotte Stuppi von den Lehrgängen bei dem rheinland-pfälzischen Landestrainer. Dann kamen die Landesmeisterschaften in Zeiskam. „Wir wollten es einfach mal ausprobieren“, erinnert sich die Schülerin am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg. Zum allerersten Mal sattelte die junge Reiterin dann auf einem Turnier in der nächst höheren Klasse L für den Final-Parcours. „Ein bisschen“ aufgeregter als sonst, ritt sie auf den Springplatz ein, bestens vorbereitet von Mutter Manuela. Sprung um Sprung meisterte sie mit Concord und blieb als einzige Reiterin ohne Abwurf. Stolz bekam sie zum ersten Mal die Meisterschärpe umgelegt. Entsprechend hoch war die Erwartung bei den Pfalzmeisterschaften in Zweibrücken, bei denen sie mit zwei Ponys gleich zwei Eisen im Feuer hatte: bei der Ponywertung und bei der Wertung der U14-Children. Bei den beiden Stilprüfungen am ersten Tag purzelte nicht nur bei Charlotte Stuppi eine Stange. Nachdem sie durchaus Chancen auf Doppelgold hatte, stimmte am letzten Hindernis die Distanz nicht: Concord sprang, allerdings eher durch als über das Hindernis. Auf Rang vier verpasste sie knapp das Treppchen. Mirrio hingegen trug seine Reiterin erneut ganz oben auf das Siegerpodest der Ponyklasse. Neben der Schule kommt trotz des regelmäßigen Trainings auch die Freizeit mit Freunden nicht zu kurz.



(cvw)