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Benefizkonzert
Reggaerockers rocken den Musikpark

Ewa Hadel, Oku, Katja Welsch und Professor Sven Gottschling (von links) sind hoch motiviert und sicher, dass das Konzert ein voller Erfolg wird.
Ewa Hadel, Oku, Katja Welsch und Professor Sven Gottschling (von links) sind hoch motiviert und sicher, dass das Konzert ein voller Erfolg wird. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Ein Benefizkonzert mit Oku & The Reggaerockers im Homburger Musikpark soll Geld zugunsten der Zentrums für Palliativmedizin am Universitätsklinikum spülen, um damit letzte Herzens-Wünsche der Patienten zu erfüllen. Von Thorsten Wolf

Schlägt man im Duden das Wort „Benefiz“ nach, findet man eine griffige Definition: „Eine Veranstaltung, die wohltätigen Zwecken dient.“ Und genau eine solche haben jetzt Ewa Hadel und Katja Welsch auf den Weg gebracht. Beide gehören zum Zentrum für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie am Homburger Universitätsklinikum, Hadel als tiergestützte Therapeutin, Welsch als Psychologin.


Das Ziel der beiden: Mit einem Konzert, veranstaltet vom Förderverein für altersübergreifende Palliativmedizin, am Samstag, 17. März, im Musikpark Homburg mit der Band Oku & The Reggaerockers soviel Geld wie möglich für die gute Sache zu akquirieren, zum einen über den Eintritt, zum anderen über Spenden.

Am Mittwoch stellten die beiden ihr Projekt in einem Gespräch mit unserer Zeitung vor, mit am Tisch natürlich Oku selbst und auch Professor Sven Gottschling, der Leiter des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie.



Die erste Frage musste da sein: Wie wird man Konzertorganisatorin? Ewa Hadel: „Ich hatte schon immer den Wunsch, für uns ein Konzert hier oben auf dem Hubschrauberlandeplatz mit Oku zu veranstalten, tatsächlich schon immer mit Oku.“ Mit dieser Idee eines Open-Airs habe sie ihren Kollegen schon lange in den Ohren gelegen. „das war wirklich mein Traum.“ Es sei aber schnell klar gewesen, dass diese Idee utopisch sei. Trotzdem habe sie sich von Sven Gottschling das Okay geholt, grundsätzlich ein solches Projekt anzugehen. An dieser Stelle sei dann auch Katja Welsch ins Projekt eingestiegen.

Ein wichtiger Meilenstein in der Zeit danach: der Kontakt mit Oku selbst. „Ich war im Oktober des vergangenen Jahres bei einem Konzert von Clueso in Saarbrücken“, erinnerte sich Hardel am Mittwoch. „Da hab ich den Oku getroffen. Ich kannte ihn schon lange, aber er hatte mich bis dahin nicht wahrgenommen“, lachte Hadel. „Und da hab ich mir gedacht: Jetzt oder nie. Ich hab ihn dann einfach angesprochen – und dann hat das Ganze Formen angenommen.“

Als Veranstaltungsort habe sich dann auch der Musikpark angeboten. Bei der Umsetzung des Projektes ergänzen sich Ewa Hadel und Katja Welsch augenscheinlich wirklich gut, „ich habe die Aufgabe der Vernunft“, grinste Welsch. „Ich bin der Realist, ich schaue, was wir alles brauchen, wie es gemacht wird. An was muss man denken, was muss man wo anmelden. Das ist schon eine Menge Arbeit. Ewa ist im Team die, die sicher ist, dass alles läuft, dass das Projekt unter einem guten Stern steht. Und ich lenke es in realistische Bahnen. Wir ergänzen uns da sehr gut.“

Zum Erfolg gehört aber nicht nur die Organsiation des Benefizkonzertes, sondern natürlich vor allem auch Oku und die Band selbst. Als Ewa Hadel ihn in Saarbrücken angesprochen habe, habe er, so Oku, nicht lange gezögert und gesagt: „Ich denke, das geht.“ In der Folge habe er sich, intensiver mit dem Thema Palliativmedizin beschäftigt. Um aus dem Konzert-Trio dann auch ein Konzert-Quartett zu machen, wird auch Sven Gottschling selbst im Musikpark seinen Anteil in Noten beisteuern – als DJ nach dem Auftritt von Oku & The Reggaerockers.

Hat man als Novizinnen der Veranstaltungsorganisation nicht ein bisschen Angst, das der Abend im Homburger Musikpark ein Reinfall werden könnte? Die Antworten der beiden Organisatorinnen spiegelten da die wunderbare Synergie von Phantasie und Realitätssinn wieder. Hadel: „Nein!“, Welsch: „Ja!“ Und dann ein gemeinsames Lachen. „Es wird überraschend gut, es wird überraschend sehr gut“, war sich Hadel sicher. Und auch Gottschling zeigte sich überzeugt, dass man im Vorfeld viele Menschen für das Konzert begeistern könne. Und: „Wir sind ja auch noch da“, merkte Oku mit einem Grinsen an. „Wir haben im vergangenen Jahr nur vier Konzerte gespielt. Und keines davon hier. Ich hoffe da schon, dass die Leute ein bisschen Sehnsucht nach uns haben.“

Es ist also alles angerichtet für einen Konzertabend im Homburger Musikpark, für die gute Sache. Doch wofür ist das Geld, das der Abend erbringen soll, dann gedacht? Sven Gottschling: „Wir wollen für unsere Patienten letzte Herzens-Wünsche erfüllen können. Bei uns geht es ums Leben, um schöne Momente. Und ich glaube, dass ist ne tolle Idee!“ Und Oku? Der brachte alles zusammen vor diesem Hintergrund so auf den Punkt: „Das Motto der Reggaerockers ist ja ‚Feiern bis zum Schluss‘. Und ich denke, das passt dann!“

Oku und seine Reggaerockers sind Mitte März die Stars beim Benefizkonzert im Homburger Musikpark.
Oku und seine Reggaerockers sind Mitte März die Stars beim Benefizkonzert im Homburger Musikpark. FOTO: Thorsten Wolf