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Prinzessinnen retten die Welt

Homburg. Jugendliche und junge Erwachsene führten gemeinsam das Stück „Die Welt sieht rot – Prinzessinnen in Not“ im Kulturhaus Wiebelskirchen auf. Verwöhnte Prinzessinnen lernen darin, dass sich nicht alles nur um sie dreht. Anika Meyer

Sind die Probleme "schwerwiegend" oder "unterdrückbar"? Sollte man dem Pöbel aufs Maul schauen oder sich empört abwenden? Da sind sich die Minister uneinig. Während einige von ihnen kurz davor sind, in die "Wir sind das Volk"-Rufe einzustimmen, fallen andere bei jedem Hauch von vermeintlich gewitterter "Majestätsbeleidigung" in Ohnmacht. Und die Majestäten? Die machen sich wenig Gedanken um die ganze Sache. Aquarelle (Hannah Schäfer), Terrana (Kyra Gebhard), Airiolé (Maya Waldura) und Ignisia (Cora Trautmann) sind viel zu sehr mit ihren eigenen Problemen beschäftigt. Prinzessinnen-Probleme: Das Gletschereis für das Dessert geht aus, es gibt keine Pailletten mehr für Ballkleider und keine Kamelmilch für die Hautpflege! Nur gut, dass die Mutter (Bettina Mick) der verwöhnten, quengeligen Schwestern an dieser Stelle eingreift. Es ist die große Erdmutter Gaia ("Ihr könnt Gertrud zu mir sagen") und sie hat eigens ihr Golf-Spiel abgebrochen.

"Die Welt sieht rot - Prinzessinnen in Not" heißt das Stück, das Jugendliche und junge Erwachsene vom Homburger Amateurtheater und der Spielgruppe Wasabi gemeinsam aufführen. Komisch von Anfang bis Schluss, mit schrulligen Figuren und ehrenwerter Botschaft. Eine Eigenproduktion, geschrieben von Karl-Herbert Schäfer. Somit war die Premiere am Samstag im Kulturhaus Wiebelskirchen unter Regie von Bettina Mick sogleich Uraufführung. Und dafür interessierten sich viele Erwachsene , wie man beim Blick in den gut besetzten Saal feststellen konnte. Die ein oder andere Prinzessin musste da verstohlen grinsen, als sie die Zuschauer mit "liebe Kinder" ansprach.

Die vier Schwestern sind schon bald kaum wieder zu erkennen: Sie haben die feinen Kleider und Krönchen gegen funktionelle Outfits eingetauscht, denn Gertrud schickt sie auf Wanderschaft, Aufgaben lösen. Und auch innerlich verändern sie sich. Sie erkennen, dass nicht sie, sondern ihr Volk - Tiere und Pflanzen - die Notleidenden sind und bereuen alsbald ihr rücksichtsloses Verhalten. "Ich kriege einen Anflug von Depression", jammert eine noch beim Anblick des grauen Dorfes "Oh". Doch schon zücken sie ihre Make-Up-Mäppchen und verleihen dem Dorf Farbe. Auch ihre Erdgeister-Kräfte entdecken sie wieder und lösen schlussendlich die vielleicht schwierigste Aufgabe: vom Gipfel eines Berges das Kraut Immersüß zu pflücken. Zurück im Schloss gibt es viel Lob. Gaia ist stolz und die Prinzessinnen sind gespannt: Was macht Mutter mit dem Immersüß? Die Antwort: Einen Tee. "Den trinke ich so gern. Wenn jemand an dem Berg vorbeikommt, lasse ich mir mitbringen." - "Oh, Mama!" Und noch eine Überraschung gibt's für die Prinzessinnen : Die Welt ist noch nicht geheilt. Doch jetzt können sie damit anfangen.

Weitere Aufführungen: Dienstag, 24. März, 10 Uhr und 15 Uhr im Saalbau Homburg. Karten gibt's unter (01 71) 3 87 81 85 oder an der Tageskasse.