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Pfingsten ist mehr als nur GlaubenBedeutende Wallfahrt Quake von Niederbexbach bis Altstadt

Homburg/Neustadt. Eine ökumenische Pfingstvesper mit dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und dem Präsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, wird am Pfingstsonntag, 31. Mai , ab 18 Uhr, auf dem Marktplatz in Neustadt gefeiert. An der Vesper nehmen auch Christen aus Homburg, Blieskastel und St. Ingbert teil Von SZ-Redakteur Jürgen Neumann

Homburg/Neustadt. Eine ökumenische Pfingstvesper mit dem Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann und dem Präsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad, wird am Pfingstsonntag, 31. Mai , ab 18 Uhr, auf dem Marktplatz in Neustadt gefeiert. An der Vesper nehmen auch Christen aus Homburg, Blieskastel und St. Ingbert teil. Zuvor, am Sonntagmorgen um zehn Uhr, predigt Kirchenpräsident Schad bei einem Gottesdienst der Gehörlosenseelsorge in der Gedächtniskirche Speyer An dem Abendgebet im Rahmen des Landesmusikfests Rheinland-Pfalz sind zudem der evangelische Dekan von Neustadt, Armin Jung, sowie der Leiter des katholischen Pfarrverbandes Neustadt, Pfarrer Markus Magin, beteiligt. Für die musikalische Gestaltung sorgen eine Gemeinschaft von Kirchenchören aus der Pfalz und der Saarpfalz. Zu der Pfingstvesper werden um 17.50 Uhr alle evangelischen und katholischen Kirchen Neustadts mit einem ökumenischen Stadtgeläut einladen. Aus Anlass des Landesmusikfests, das vom 29. Mai bis 1. Juni stattfindet, wird am Samstag und Sonntag in der Neustadter Marienkirche. jeweils zu vollen Stunden zwischen 13 und 17 Uhr, ein "Ruhepunkt" mit musikalischen Akzenten geboten.Über die Pfingsttage finden in Homburg, Bexbach und Kirkel in allen Kirchengemeinden Gottesdienste statt. Ein FeiertagPfingsten ist das "Fest des Heiligen Geistes" und nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des Kirchenjahres. Der Name geht auf das griechische Wort "pentekoste" (der Fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit Ende des vierten Jahrhunderts fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird. In Erinnerung an die Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als "Geburtstag der Kirche" und Beginn der weltweiten Mission verstanden. Die biblischen Berichte schildern nach Christi Auferstehung und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: "Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen", heißt es in der Apostelgeschichte. Auf die Pfingsterzählung des Neuen Testaments dürfte auch die Redewendung "Feuer und Flamme sein" für "begeistert sein" zurückgehen: Bei dem Treffen der Jünger "sah man etwas wie Feuer, das sich zerteilte, und auf jeden von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder", heißt es dort. Bis zum vierten Jahrhundert wurde an Pfingsten zugleich Christi Himmelfahrt gefeiert. Erst später entwickelten sich daraus zwei eigenständige Feiertage. Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wird an Pfingsten oft durch das Herablassen einer Taube dargestellt. Auf der weltlichen Ebene ist der Pfingstmontag gesetzlicher Feiertag in ganz Deutschland und auch in vielen unserer Nachbarstaaten.Homburg/Burgalben. Ein großes Wallfahrtsfest, zudem auch die Katholiken aus Homburg und Umgebung eingeladen sind, findet am Mittwoch, 3., und Donnerstag, 4. Juni, auf Maria Rosenberg, dem bedeutendsten Wallfahrtsort der Westpfalz, bei Burgalben-Waldfischbach statt. Darauf machte Thomas Fandel, Referent bei der der Bischöflichen Pressestelle in Speyer, gegenüber unserer Zeitung aufmerksam. Im Festamt am Mittwochabend, ab 19.30 Uhr, hält Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann die Predigt; anschließend findet eine Lichterprozession zur Lourdesgrotte statt. Das Pontifikalamt mit dem Bischof am Donnerstag beginnt um zehn Uhr. Eine Festandacht an der Grotte werde, so Fandel, um 14 Uhr gefeiert. Beichtgelegenheit bestehe am Mittwoch ab 18.30 Uhr, am Donnerstag ab acht Uhr. Jedes Jahr kommen Tausende Gläubige zur Wallfahrt. jknBexbach/Kirkel. Brauchtum zur Begrüßung des Sommers, verbunden mit dem Wunsch auf gute Ernte, sind die Pfingstquake. Dabei verkleiden sich Mädchen und die Jungen. Die Jungs ziehen auch mit geschmückten Wagen umher. In Niederbexbach, Limbach, Altstadt, Frankenholz, Lambsborn und Bechofen blieb dieses Kulturgut erhalten. Übrigens: Pfingsten hat eine "eigene" Blume: die Pfingstrose oder Päonie. Sie ist aber keine Rose, sondern ein Hahnenfußgewächs ist. jkn