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Parken im Naherholungsgebiet
Parkplätze an den Weihern reichen nicht

Diese Beschilderung der Parkmöglichkeiten im Naherholungsgebiet Jägersburg hält der Ortsrat für unzureichend und fordert eine Überarbeitung. Gleichzeitig sollen künftig mehr Parkflächen durch die Stadt ausgewiesen werden.
Diese Beschilderung der Parkmöglichkeiten im Naherholungsgebiet Jägersburg hält der Ortsrat für unzureichend und fordert eine Überarbeitung. Gleichzeitig sollen künftig mehr Parkflächen durch die Stadt ausgewiesen werden. FOTO: Thorsten Wolf
Jägersburg. Ortsrat Jägersburg fordert die Stadt im Naherholungsgebiet zum Handeln auf. Probleme auch in der Ortsmitte. Von Thorsten Wolf

Wenn man als Ausflugs- und Tagestourismusziel stark nachgefragt ist, dann ist das viel Segen, mitunter aber auch ein bisschen Fluch. So könnte man die Situation, was die Parkmöglichkeiten im Naherholungsgebiet Jägersburg rund um Gustavsburg, Schloss- und Brückweiher betrifft, beschreiben. Von diesen Parkzonen gibt es zwar offiziell insgesamt vier Stück. Doch ist dieses Angebot aus Sicht des Jägersburger Ortsrates nicht ausreichend – wenn freie Zeit und schönes Wetter viele Besucher aus nah und fern ins Naherholungsgebiet locken.


Auf Antrag der CDU-Fraktion kam dieses Thema folgerichtig am Mittwochenabend auf die Tagesordnung. Dabei ging es auch um die Beschilderung der Parkmöglichkeiten. Siegfried Biegaj von der CDU: „Schon zu meiner Zeit als Ortsvorsteher haben wir eine entsprechende Beschilderung erreicht. Das hat ja geklappt. Es hat sich aber gezeigt, dass das Parkplatzangebot an schönen Tagen nicht ausreicht, insbesondere an sonnigen Wochenenden. Das wird man jetzt wieder am kommenden Wochenende sehen, wenn schönes Frühlingswetter vorausgesagt ist.“ Dabei fokussierte Biegaj die Parkmöglichkeiten direkt am Brückweiher.

Aus Sicht des CDU-Politikers stellt sich ein entscheidendes Problem: Das Hinweisschild an der Bundesstraße 423 aus Richtung Kleinottweiler weise nicht präzise genug auf den Parkplatz am Schlossweiher hin. „Dieses Schild ist aus meiner Sicht für Außenstehende schwer verständlich, die finden den Parkplatz Schlossweiher nicht.“ Deswegen müsse das Schild so verbessert werden, dass man alle vorhandenen Parkmöglichkeiten besser finde, „vielleicht mit entsprechenden Piktogrammen“. Biegaj machte aber auch klar, dass die Anzahl der Parkplätze grundsätzlich nicht ausreiche. „Ich möchte, dass wir die Verwaltung dazu auffordern, entsprechende Flächen auszusuchen, auf denen entsprechende Parkplätze für Besucher des Naherholungsgebiets ausgewiesen werden können.“



An dieser Stelle erinnerte Patrick Kanzler von der SPD daran, dass man eine solche Forderung schon in der Vergangenheit gestellt habe. Den Antrag, das Parkplatzschild für Besucher deutlicher zu gestalten, nannte Kanzler „eine gute Idee“. Auch Ortsvorsteher Jürgen Schäfer von der SPD stellte sich hinter diese Forderung der CDU. Die gegenwärtige Situation, dass Besucher derzeit auch entlang der B 423 zwischen Kleinottweiler und Jägersburg parkten, nannte Schäfer „illegal. Wenn dort der erste Unfall passiert, dann haben wir ein extremes Problem“.

So war die Forderung des Ortsrates einstimmig: Die Beschilderung als Hinweis auf die bestehenden Parkmöglichkeiten soll verbessert werden, gleichzeitig soll die Stadt weitere Parkflächen ausweisen.

Um das Thema Verkehr drehte es sich auch bei einem weiteren Thema. Konkret ging es um den Kreuzungsbereich Saarpfalzstraße und Kleinottweilerstraße in der Ortsmitte. Die aus Sicht des Ortsrates schon jetzt schwierige Situation dort werde sich weiter verschärfen, wenn im Zuge des Ausbaus des Autobahnanschlusses Homburg/Bexbach die Richardstraße (L 118) in Reiskirchen als Zubringer zur Autobahn abgetrennt werde. Dann laufe viel Ausweich-Verkehr eben über die Saarpfalz- und die Kleinottweilerstraße. „Da steht dann halb Jägersburg still. Das können wir nicht hinnehmen, das muss geprüft werden“, so die Forderung von Siegfried Biegaj. Klärung soll nun ein Ortstermin mit dem Landesbetrieb für Straßenbau bringen, um zur Schichtwechselzeit bei den Homburger Industriebetrieben die hohe Belastung der Kreuzung zu verdeutlichen.

Dieser Vorschlag kam von Gerlinde Spies von der Homburger Bauverwaltung. Sie machte auch deutlich, dass eine Beurteilung der Situation an der Kreuzung in Jägersburg nichts mit dem Planfeststellungsverfahren zum Umbau des Autobahnanschlusses zu tun habe und getrennt betrachtet werden müsse. Michael Germann von der CDU-Fraktion lenkte den Blick auf die größere Gesamtsituation und damit auch auf den geplanten Autobahnanschluss Homburg-Ost bei Reiskirchen. Der würde das Jägersburger Problem lösen. Allerdings, so Germann, habe er den Eindruck, dass Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) „das Problem auf Bexbacher reduziert, die ihn nichts angehen, und auf Homburger, die ihn was angehen und die da unten keine Abfahrt wollen. Und da sollten wir als Jägersburger daran erinnern, dass wir zu Homburg gehören und dafür sorgen, dass unsere Interessen da nicht hinten runter fallen.“

-+- Freizeittipp Jägersburg

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-+- Freizeittipp Jägersburg Bildinfo FreizeitTippJaegersburg002 Der Fun Forest-Kletterpark am Jägersburger Brückweiher ist eine der Attraktionen des Naherholungsgebietes Jägersburg. Foto: Thorsten Wolf XXXXXXX XXXXXXX Jägersburg. Mit dem Tretboot von einem Ufer zum anderen oder auf dem Rundweg drumherum, am Ufer ein bisschen Auspannen und eine Kleinikgkeit essen, Kultur und Geschichte tanken oder ganz sportlich zwischen den Wipfeln kraxeln: Das Naherholungsgebiet Jägersburg mit seinem beiden Weihern bietet an fast jedem Tag, bei fast jedem Wetter und für fast jeden gute Gründe, den Alltag für ein paar Stunden hinter sich zu lassen. Seit Jahren ist man in Jägersburg und Homburg damit befasst, dieses große Freizeitareal weiter zu entwicklen. Zuletzt konnte der Kletterparkbetreiber Fun Forest dafür gewonnen werden, eine seiner Anlage in einem Waldstück am großen Brückweiher zu installieren. Doch die im April 2009 so geschaffene Attraktion, die die Besucher hoch in die Bäume bis weit über den See führt, ist nur FOTO: Thorsten Wolf
Rund um den viel besuchten Kletterpark in Homburg wird die Parkplatzsuche bisweilen schwierig.
Rund um den viel besuchten Kletterpark in Homburg wird die Parkplatzsuche bisweilen schwierig. FOTO: Thorsten Wolf