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Handball
Noch ein Punkt bis zum Titel

HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (links) muss seine Jungs am Wochenendende kaum motivieren. Ein Punkt gegen Saarlouis  – und die Homburger sind Meister der Handball-Saarlandliga.
HWE-Spielertrainer Thomas Zellmer (links) muss seine Jungs am Wochenendende kaum motivieren. Ein Punkt gegen Saarlouis – und die Homburger sind Meister der Handball-Saarlandliga. FOTO: Martin Wittenmeier / maw
Homburg. Vor der Aufspaltung der Spielgemeinschaft greift die HWE Homburg nach dem Titel in der Handball-Saarlandliga. Nach der Saison gehen die Stammvereine getrennte Wege. Von Lucas Jost

Noch drei Spiele stehen auf dem Programm. Noch ein Punkt fehlt Aufsteiger HWE Homburg zur Meisterschaft in der Handball-Saarlandliga. Am Samstagabend hat der Tabellenführer es gegen die 2. Mannschaft von Bundesligist HG Saarlouis in eigener Hand, die Meisterschaft gleich in seiner ersten Saarlandliga-Saison nach Homburg zu holen. Das erste Entscheidungsspiel der HWE beginnt um 19.30 Uhr und findet in der Sport- und Spielhalle Homburg statt.


„Wir haben jetzt am Samstag den ersten Matchball. Ein Punkt würde uns reichen. Aber Saarlouis ist mit Sicherheit eine Mannschaft, die absolut jeden schlagen kann. Sie haben mit Maximilian Hartz den vielleicht überragenden Spieler der Saarlandliga. Im Hinspiel in Saarlouis haben wir ihn auch aus dem Spiel genommen“, weiß HWE-Abteilungsleiter der Aktiven, Jörg Ecker. Erst vergangenes Wochenende hat Saarlouis den Tabellenzweiten HSV Merzig/Hilbringen mit 27:26 niedergerungen und der HWE damit das Tor zum frühzeitigen Titelgewinn weit aufgestoßen. Selbstbewusst erklärt Ecker: „Wir sind guter Dinge, dass wir am Samstagabend den ersten Matchball verwandeln.“ Allerdings muss Spielertrainer Thomas Zellmer im Spitzenspiel gegen den Tabellenfünften auf Linksaußen Michael Mathieu (USA-Aufenthalt) verzichten. Bei Rechtsaußen Philipp Daume, der in den zwei zurückliegenden Spielen wegen einer Oberschenkelverletzung nicht zum Einsatz kam, arbeiteten die Physiotherapeuten unter der Woche daran, ihn rechtzeitig „hinzukriegen“. Favorisiert ist die HWE trotzdem. Wegen großer Konstanz und einer zu Hause fast makellosen Saison. „Für mich ist es kein Wunder, dass wir vorne stehen. Dass wir in der Deutlichkeit vorne stehen, hätte ich nicht gedacht. Und ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Mannschaft noch attraktiveren Handball spielen kann“, glaubt Ecker. Dass die HWE als Aufsteiger aus der Verbandsliga mit einem Ober- und Drittliga-erfahrenen Kader in der Spitzengruppe auftauchen würde, war realistisch. Ein Durchmarsch, wie es ihn bis dato gegeben hat, sicher nicht. Ecke: „Es waren auch einige Spiele dabei, wo wir Glück gehabt haben“, und denkt dabei an die Siege gegen Merchweiler (28:27 und 33:30) und St. Ingbert (28:27).

Gelingt dem Aufsteiger der Punktgewinn, würde die sehr kurze Ära der HWE Homburg mit einer Meisterschaft zu Ende gehen. Nach der Saison gehen die Stammvereine TV Homburg, SSV Homburg-Erbach und HSV Waldmohr (als HWE Erbach/Waldmohr) wieder getrennte Wege. „Was das Jahr in der Spielgemeinschaft angeht, kann ich nicht sagen dass es eine geile Saison war. Sportlich? Ja. Das wäre die Belohnung, wenn die Mannschaft am Samstag den Meister macht. Dann hat sich die Mühe gelohnt – trotz widriger Umstände“, zieht der Abteilungsleiter einen Schlussstrich unter eine turbulente Saison. Eine Saison, die geprägt war von organisatorischem Chaos, aber am Samstag zumindest von der sportlichen Seite gekrönt werden kann.