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Neue Lagerhalle optimiert Produktionsfluss bei Michelin

Geoffroy Wagner, Projektleiter Lagerneubau, Sylvain Pfefferkorn, Leiter Drahtcordherstellung, Cyrille Beau, Werkdirektor Michelin-Reifenwerk Homburg und Homburgs Beigeordnete Christine Becker (von links) übergeben symbolisch den Schlüssel an die Mitarbeiter in der Drahtcordherstellung bei der Einweihung der neuen Lagerhalle im Homburg-Reifenwerk. Foto: Ditzler/Michelin
Geoffroy Wagner, Projektleiter Lagerneubau, Sylvain Pfefferkorn, Leiter Drahtcordherstellung, Cyrille Beau, Werkdirektor Michelin-Reifenwerk Homburg und Homburgs Beigeordnete Christine Becker (von links) übergeben symbolisch den Schlüssel an die Mitarbeiter in der Drahtcordherstellung bei der Einweihung der neuen Lagerhalle im Homburg-Reifenwerk. Foto: Ditzler/Michelin FOTO: Ditzler/Michelin
Homburg. Das Michelin-Werk Homburg ist einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Jetzt wurde eine neue Lagerhalle für Drahtcordgewebe eingeweiht. Die Erweiterung wirkt sich günstig auf die Wettbewerbsfähigkeit des Betriebs aus. bea

Cyrille Beau, Direktor des Michelin-Werks Homburg , hat gemeinsam mit Christine Becker, Erste hauptamtliche Beigeordnete der Stadt Homburg , eine neue, 1400 Quadratmeter große Lagerhalle für Drahtcordgewebe auf dem Werksgelände eingeweiht. "Mit der erweiterten Lagerkapazität verbessern wir unseren Produktionsfluss im Werk und können unsere Kunden noch schneller beliefern. Das heißt ganz klar, wir steigern damit unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter", erläuterte Beau. Auch Christine Becker begrüßte die Erweiterung: "Michelin ist mit über 1350 Beschäftigten hier am Standort einer der wichtigsten Arbeitgeber in der Region und ein Glücksfall für Homburg . Die Stadt freut sich deshalb besonders, dass der Michelin-Konzern weiter auf den saarländischen Standort setzt."

Die neue Lagerhalle wurde vom ersten Schritt an auch nach den neusten Anforderungen an die Arbeitssicherheit konzipiert. So sind die Bereiche für Staplerfahrer und Fußgänger zum Beispiel strikt voneinander getrennt, um die Risiken soweit wie möglich zu minimieren. Um Lkw-Reifen zu fertigen, werden viele unterschiedliche Bestandteile benötigt, die alle im Homburger Michelin-Werk hergestellt werden. Das Drahtcordgewebe, für das die neue Halle gebaut wurde, ist ein von Metalldrähten durchzogenes, dünnes Gummiband, das für die Stabilität im Reifen sorgt. Es wird auf Rollen gelagert, die je nach zu produzierender Reifendimension unterschiedlich groß sind. Ein weiterer essenzieller Bestandteil des Reifens ist die Gummimischung, die sich je nach Reifenart, -größe und Einsatzbedingung unterscheidet. In Homburg werden synthetischer und Naturkautschuk zu über 55 verschiedenen Gummimischungen verarbeitet. Insgesamt besteht ein Reifen - je nach seiner spezifischen Eigenschaft - aus bis zu 25 Gummilagen. Diese werden im Fertigungsprozess nach und nach auf die Karkasse aufgelegt. Seine endgültige Form und das Profil erhält der Reifen dann bei der Vulkanisation.

Der weltweit agierende Reifenhersteller Michelin beschäftigt 111 200 Mitarbeiter und besitzt Vertriebsorganisationen in über 170 Ländern. Produziert wird in 67 Werken in 17 Ländern auf fünf Kontinenten. In Homburg befindet sich seit 1971 eines der weltweit wichtigsten Lkw-Reifen-Werke des Unternehmens. Im Werk Homburg rollen nicht nur Neureifen vom Band - auch runderneuerte Nutzfahrzeugreifen werden auf dem 33 Hektar großen Gelände angefertigt. Dazu kommt die Herstellung von Gummimischungen und Stahlcordgewebe. Insgesamt produzieren 1300 Mitarbeiter laut Firmenangabe etwa eine Million Neureifen, 500 000 Remix-Reifen und 100 000 Tonnen Mischungen pro Jahr.