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Neue Infotafeln machen Klosteranlage attraktiver

Ein neues Info- und Leitsystem führt durch den Park im Kloster Blieskastel. Foto: Hans Hurth
Ein neues Info- und Leitsystem führt durch den Park im Kloster Blieskastel. Foto: Hans Hurth FOTO: Hans Hurth
Homburg. Am Kloster Blieskastel ist ein neues Info- und Leitsystem in Dienst genommen worden. Die Geschichte des Klosters sowie seine Kunstwerke in Kapelle und Park sollen damit näher gebracht werden und den Pilgern die Orientierung erleichtern. Hans Hurth

Für die Kreuzkapellenstiftung, die mit der katholischen Erwachsenbildung und dem Saarpfalz-Kreis die Initiative zu dem System ergriff, dankte Pfarrer Hermann Kast neben Kreisbeigeordneter Theophil Gallo in Vertretung von Landrat Clemens Lindemann vor allem Kreisdenkmalpfleger Bernhard Becker sowie Doris Gaa Tosten Czech für ihre Unterstützung. "Das Kloster Blieskastel erfreut sich großer Beliebtheit und wird als bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer jährlich von über 40 000 Pilgern besucht", stellte Bernhard Becker fest. "Die Geschichte des 90 Jahre alten Klosters und die Kunstwerke in Kapelle und Park sind weniger bekannt. Daher sollen an acht Stationen die Infotafeln mit den nötigen Hintergründen weiterhelfen", so Becker, der als Projektkoordinator die Texte beisteuerte. Elke Nowack-Lehmann aus Homburg übernahm die Übersetzung ins Englische und ins Französische. Die meisten der neuen Tafeln stehen im Park und weisen diesen als Stätte der Spiritualität und der Stille aus. "Die Parkanlage ist jetzt noch attraktiver. Dies wird für die Stadt Anreiz sein, diesen Ort weiter zu pflegen", merkte Beigeordneter Georg Wilheln an, während für Theophil Gallo das Kloster-Beispiel erneut zeige, wie eng Kreis und Kommune zusammenarbeiten und kostbare Denkmäler dem Bewusstsein der Bürger näher bringen. Natur- und Landschaftspfleger Siegfried Hess präsentierte an den acht Stationen die Pretiosen (Kostbarkeiten) und gab geschichtliche Hintergründe."

"Die Einweihungsfeier des Klosters fand am 5. Juli 1925 statt, die Heilig-Kreuz-Kapelle mit dem Wappen der Freiherren Carl Caspar und Damian Adolph von der Leyen über dem Portal wurde bereits im 17. Jahrhundert erbaut", so Hess. Eigens für Patres und Brüder ist am Park ein Friedhof angelegt. Pater Johannes Ries war 1930 der erste und Pater Dietmar Braun 2005 der letzte, die in den 30 Grabstätten mit ihren schlichten Kreuzen ihre letzte Ruhestätte fanden. Von Franz von Assisi , dem Gründer des Franziskanerordens, sind einige Legenden überliefert. Zwei davon sind im Klosterpark inszeniert, so seine Predigt an die Tiere, die für ihn wie die Menschen Geschöpfe waren.

Seit 1977 gibt es den von Arno Salm, Leiter der Stadtgärtnerei Blieskastel , angelegten rechteckigen Brunnen , auch der ist neben der Stigmatisation (Phänomen der fünf Wunden Jesu) als achte und letzte Station mit der Infotafel versehen. Bei den Tafeln handelte es sich um eine einfache, aber stabile Konstruktion im DIN-A3-Format, und die Infos sind für alle Besucher gut lesbar. Die Tafeln geben Auskunft zu Kloster, Gnadenkapelle, Friedhof, Tierpredigt, Brunnen im Park und Bruder-Konrad-Brunnen, Brudermannsklause und Stigmatisation.