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| 20:24 Uhr

Kunst in der Unimensa
Neue Chefin für „Kunst in der Mensa“

Nachdem mit Dr. Kurt Becker der langjährige Organisator der „Kunst in der Mensa“ in den Ruhestand gegangen ist, hat in diesem Jahr zum ersten Mal Dorna Hogeabri die Verantwortung für die Großausstellung übernommen.
Nachdem mit Dr. Kurt Becker der langjährige Organisator der „Kunst in der Mensa“ in den Ruhestand gegangen ist, hat in diesem Jahr zum ersten Mal Dorna Hogeabri die Verantwortung für die Großausstellung übernommen. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Mitarbeiter und Studierende der Uniklinik Homburg zeigen in der Mensa ihre kreativen Arbeiten. Der langjährige Organisator Dr. Kurt Becker hat sich zurückgezogen, seine Nachfolgerin ist die Medizinstudentin Dorna Hogeabri. Von Thorsten Wolf

Die Ausstellung „Kunst in der Mensa“ als Spiegelbild des kreativen Schaffens von Angehörigen der Saar-Uni, vornehmlich aus dem Bereich des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät, ist mit ihrer nun 18. Auflage nicht nur eine Tradition und Institution im Homburger Kulturleben, sie ist quasi auch eine Art von inoffiziellem Jahresauftakt, eine Art von Startschuss für die Szene in der Kreis- und Universitätsstadt. In diesem Jahr klang eben dieser Startschuss ein bisschen anders als in den Jahren zuvor, hatte es nach dem Ruhestand des bisherigen Organisators Dr. Kurt Becker einen Wechsel an der Spitze der Veranstaltung gegeben.

Und so hatte Dorna Hogeabri, Studentin der Humanmedizin im zweiten klinischen Semester, bei der Vernissage am vergangenen Donnerstagabend als neue Chef-Organisatorin ihre öffentliche Premiere. Was Hogeabri gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern auf die Beine gestellt hatte, das konnte und kann sich, wie in all den Jahren zuvor, sehen lassen. Rund 50 Künstlerinnen und Künstler präsentieren noch bis zum 9. Februar nahe zu alle Spielarten der Kunst, von Malerei in all ihren Facetten über Skulpturen und Figürliches bis hin zu Installationen und Fotografie.

Doch wie kommt man auf die Idee, in die mit Sicherheit nicht kleinen Fußstapfen eines Kurt Becker zu treten, zumal noch parallel zu einem mit Sicherheit nicht einfachen Medizinistudium? Nachdem Becker eine Nachfolgerin für die Organisation der „Kunst in der Mensa“ gesucht habe, habe sie sich direkt bei ihm gemeldet, „weil ich eine kleine Kunstfanatikerin bin“, lachte Hogeabri im Gespräch mit unserer Zeitung am Eröffnungsdonnerstag. „Ich bin sofort in sein Büro gestürmt und wollte das auf jeden Fall machen.“

Bei der Organisation habe sie Wert darauf gelegt, die Ausstellungsreihe „von Hand zu Hand“ von Becker zu übernehmen. „Natürlich sind wir unterschiedliche Individuen. Und jeder sieht alles anders, das ist auch eine Geschmackssache, es geht ja um Kunst. So hoffe ich, dass alle glücklich sind, vor allem Kurt Becker selbst — weil er in die ,Kunst in der Mensa‘ sehr viel Liebe viel Arbeit gesteckt hat.“ Dabei setze sie weiterhin auf Beckers Maxime „Jeder der will, der darf“. Dieser Grundsatz sei gleich geblieben, „noch heute kamen Künstler dazu, leider mussten auch welche kurzfristig absagen. Aber so ist das eben. Am Ende passt aber einfach alles, es ist nie zu wenig und nie zu viel Kunst“.

So sei „Kunst in der Mensa“ auch ein bisschen wie ein Tetris-Spiel mit Kunstwerken und Künstlern. In der Zeit der Vorbereitung, das gestand Dorna Hogeabri ein, habe es auch Krisen gegeben, „weil sich bei der Organisation einer solchen Riesenveranstaltung immer wieder jemand dazwischen stellt oder jemand versucht, einem ein Bein zu stellen, das kann man nicht ausschließen. Aber damit habe ich natürlich gerechnet, das muss man auch, wenn man so was auf sich nimmt. Aber weil ich schon eine Art Kämpfergeist bin, fliege ich zwar manchmal hin, stehe dann aber auch direkt wieder auf“.

Dass sich Dorna Hogeabri in die Organisation hineingekämpft und behauptet hat, dass konnte man schon bei der Vernissage erkennen – vor allem daran, dass eben eigentlich alles so war, wie man es von den gelungenen Ausstellungen der vergangenen Jahre gewohnt war: eine unaufgeregte Vielfalt an Kunst und Künstlern, eine lockere Gsprächsatmosphäre, Musik, Wein – eben ein Abend ohne Zwang, aber mit viel Kunst und Kultur – so wie Kurt Becker es auch in den Vorjahren mit großem Erfolg gehandhabt hatte. Und Becker selbst, der am Donnerstag als Gast natürlich mit dabei, war es dann auch, der der Arbeit Hogeabris das verdiente Gütesiegel aufdrückte.

„Ich bin absolut zufrieden. Genauso habe ich mir das vorgestellt. Dorna hat sich da reingekniet, ich musste kaum etwas helfen.“ Becker lobte ausdrücklich auch Dorna Hogeabris Fachschaftsteam, „alles ist gut“.

Die Ausstellung „Kunst in der Mensa“ ist bis einschließlich Freitag, 9. Februar, während der Öffnungszeiten der Mensa am Uniklinikum in Homburg zu sehen.