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Schule präsentiert ihre Angebote
Mit Sprachen und Informatik punkten

Zu Besuch im Saarpfalz-Gymnasium: Eltern und Grundschüler durften bei einem Tag der offenen Tür auch in den Unterricht hineinschnuppern, wie hier bei Mathematiklehrerin Gianna Fiack.
Zu Besuch im Saarpfalz-Gymnasium: Eltern und Grundschüler durften bei einem Tag der offenen Tür auch in den Unterricht hineinschnuppern, wie hier bei Mathematiklehrerin Gianna Fiack. FOTO: Sebastian Dingler
Homburg. Das Saarpfalz-Gymnasium stellte sich und seine Schwerpunkte vor. So gibt es etwa ab der fünften Klasse eine Stunde Informatik pro Woche. Von Sebastian Dingler

Mit einem groß angelegten Tag der offenen Tür stellte sich am Samstag das Homburger Saarpfalz-Gymnasium (SPG) interessierten Eltern vor. Neben zahlreichen Mitmachangeboten konnten Kinder auch in den Unterricht der fünften Klassen hineinschnuppern; die Erwachsenen wurden in der Schulaula bei Vorträgen informiert. Schulleiter Jürgen Mathieu stellte dabei das besondere Konzept des Gymnasiums vor.


Das sieht unter anderen schon ab der fünften Klasse eine Stunde Informatik pro Woche vor; ab der achten Klasse kann das Fach als einer von drei Zweigen gewählt werden. Die anderen beiden sind Naturwissenschaft und Spanisch. Informatiklehrer Michael Bergau erläuterte dazu: „Für uns ist das Wichtigste, dass der Computer sinnvoll eingesetzt wird.“

Außerdem könne man an der Schule den europäischen Computer-Führerschein machen. Sein Schüler Aaron Bender berichtete von der Kooperation mit der Fachhochschule in Zweibrücken, wo manche Gymnasiasten als Frühstudierende schon die Klausuren der Studenten mitschreiben — und dabei bessere Schnitte als diese erzielten.

Französischlehrerin Christine Wack war es vorbehalten, den besonderen Schwerpunkt der Schule auf der Sprache unserer Nachbarn zu erklären. Französisch besitze eine klar strukturierte Grammatik und schaffe somit die Basis für den Erwerb weiterer Fremdsprachen. Auch beginne man an der Schule mit Französisch in einer lernpsychologisch günstigen Phase.

Studien hätten gezeigt, dass Schüler, die – wie am SPG praktiziert – erst in der sechsten Klasse Englisch bekämen, in der Zehnten keine Defizite in dieser Sprache aufwiesen gegenüber jenen, die schon in der Fünften mit Englisch anfangen. Mit Maren Sorg berichtete eine Schülerin des Spanisch-Zweigs von den Vorteilen der dritten Fremdsprache — diese sei dem Französischen ähnlich, also leicht zu erlernen.



Die Abteilungsleiterin für Didaktik am SPG, Andrea Jacobs-Blügel, referierte über die Bemühungen der Schule darum, dass sich die Kinder dort wohlfühlen. Für die neuen Fünftklässler gebe es Schülerpaten, außerdem kümmerten sich Schülermediatoren aus der Oberstufe um Konflikte der jüngeren Schüler. Der Höhepunkt der fünften Klasse seien dann die drei Kennenlerntage, wenn es ins Schullandheim nach Tholey geht.

Das Gymnasium betreut mittlerweile 140 Schüler im Nachmittagsbereich, worauf Jürgen Mathieu besonders stolz war: „Wir haben damit von allen staatlichen Schulen im Saarpfalz-Kreis die größte Anzahl.“ Allerdings gab es von Elternseite auch Kritik an der Schule. So sagte Wolfgang Didion: „Was uns heute total gestört hat, ist der Eindruck der Schule. Da sind viele bauliche Mängel, hier ist es schmutzig.“

Schulleiter Mathieu nahm dazu Stellung: „Womit wir ein Problem haben im Gebäude, ist der Schmutzeintrag vom Schulhof. Der ist völlig desolat und müsste gemacht werden, das geht aber noch nicht wegen der Baustelle. Wir haben einen Renovierungsrhythmus für die Räume, viele sind in einem Topzustand. Es wird jetzt der gesamte untere Bereich gestrichen. Das ist uns klar, dass das im Moment nicht so schön aussieht. Das Instandhalten ist eine Daueraufgabe in so einem stark genutzten Gebäude.“

Für die Schule entschieden hat sich Hannes Weyand — einmal, „weil wir um die Ecke wohnen“, außerdem, „weil hier der Informatikteil etwas größer ist. Unser Sohn interessiert sich für neue Medien.“ Unentschlossen war Catrin Siebenborn, die für ihren Sohn Lennart eine neue Schule sucht: Er habe sich das heute hier zum ersten Mal anschauen können. „Der Vorteil ist hier, dass auf Informatik viel Wert gelegt wird. Das liegt meinem Sohn sehr. Gut ist auch, dass nach drei Jahren diese Zweige gewählt werden können.“ Dagmar Zäuner aus Kirrberg war selbst am SPG. Für ihren Sohn Maximilian sind auch noch andere Gynasien im Rennen, unter anderem in Zweibrücken: „Das wäre wegen G9 besser. Das ist ein Vorteil für die Kinder, sie dürfen noch ein bisschen länger Kind sein. Aber ansonsten, gerade mit den verschiedenen Zweigen, finde ich das SPG schon toll.“

Informationen zur Schule findet man auch im Internet unter der Adresse mit der Saarland-Endung  www.spg.saarland/.