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Vierter „Cross against cancer“ am 16. September
Mit Sport Krebspatienten helfen

Wie hier bei einem der Spendenläufe aus den Vorjahren werden zahlreiche Läuferinnen und Läufer bei „Cross against cancer“ erwartet.
Wie hier bei einem der Spendenläufe aus den Vorjahren werden zahlreiche Läuferinnen und Läufer bei „Cross against cancer“ erwartet. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Der Spendenlauf gegen Krebs steht in Homburg im Herbst zum vierten Mal an. Von Ulrike Stumm

Der Gedanke an Krankheit drängt sich an diesem Nachmittag am romantischen Karlsbergweiher nicht gerade auf. Hunde bellen, Spaziergänger laufen vorüber, Enten schwimmen auf dem Teich, die Sonne strahlt: Idylle also. Dennoch werben die Organisatorinnen vom Verein „Miteinander gegen Krebs“ gerade hier für ihren großen Spendenlauf „Cross against cancer“. Das liegt daran, dass der kleine See ein Punkt ist, an dem eine der Laufstrecke vorüberführt. Es passt aber auch zu ihrem Selbstverständnis, dass sich kranke Menschen nicht zurückziehen müssen. Genau das wollen sie mit ihrem Engagement erreichen, das Bewusstsein der Leute soll sich in diese Richtung ändern. „Eine schwere Erkrankung ist keine Einzelhaft, man muss sich nicht verstecken“, formuliert es Carina Krämer. Der Lauf ist dabei nur eine von mehreren Aktivitäten, die der Verein anbietet und hinter denen immer der Grundgedanke steckt, dass Sport selbst auch Therapie ist, wie es die Vereinsvorsitzende Maria Cacacciola-Ketter gerne erklärt. Es müsse natürlich nicht für jeden das Laufen sein. Sie ist wie all die anderen, die sich hier engagieren und die Idee zu Lauf und mehr aus der Taufe gehoben haben, selbst Ausdauersportlerin. Das und eine persönliche Krankheitserfahrung hat sie zusammengebracht, was letztlich in der Gründung des Vereins mündete. Mittlerweile organisieren sie eine Vortragsreihe unter dem Titel „Fragen an die Experten“. Diesmal referierte der Sportwissenschaftler Dr. Freerk Baumann über „Die Macht der Bewegung – Körperliche Aktivität bei Krebs“ – vor vollem Haus übrigens. Neu gegründet wurde eine Selbsthilfegruppe, die sich jeden dritten Donnerstag im Monat trifft. Auf die gebe es eine „sehr schöne Resonanz“.


Der Spendenlauf ist aber im Moment die auffälligste und größte ihrer Aktivitäten. Und diejenige, mit der sie mittlerweile zum vierten Mal viel Geld zusammenbringen wollen, mit dem dann wiederum anderen Betroffenen geholfen wird. In den vergangenen Jahren überreichte man dies an die saarländische Krebsgesellschaft, wer diesmal bedacht wird, ist noch nicht ganz klar. Es gebe mehrere Anfragen.

Am 16. September schicken die Frauen von „Miteinander gegen Krebs“ wieder tausende Teilnehmer auf verschiedene Laufstrecken: vom anspruchsvollen 17-Kilometer-Crosslauf mit ordentlich Höhenmetern, die in die Beine gehen, über kürzere und Nordic-Walking-Strecken bis zu Spendenrunden im Waldstadion, die für Patienten, Wiedereinsteiger und generell Unterstützer gedacht sind (siehe auch Infokasten). Gut 1780 Menschen waren im vergangenen Jahr im kompletten Feld bei „Cross against cancer“ dabei, aber „wer nicht besser wird, hört auf, gut zu sein“. Daher strebe man schon die Marke 2000 an, sagt Carina Krämer. Damit das klappt, blicken sie, natürlich, zum einen aufs Wetter, setzen aber auch auf den Reiz der Naturerfahrung, der ja ebenfalls zum Laufsport gehört. Dazu kommt die Herausforderung, auf teilweise engen, steilen Wegen unterwegs zu sein, bei denen man etwa auf Wurzeln achten muss. Da gehe es dann „viel um Koordination und nicht darum, den Streckenrekord“ zu brechen. Stellenweise hätten die Wege Trailcharakter, es geht über Brücken, unter Felsvorsprüngen hindurch und immer wieder zu besonders sehenswerten Stellen, wie eben zum Karlsbergweiher. Die Läufer schätzen auch diesen Aspekt.

Damit alles klappt, ist viel zu tun, zum einen beim Lauf selbst, wo über 100 Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen. „Da müssen wir sogar noch aufstocken.“ Dazu kommen die organisatorischen Vorbereitungen.

Romantische Ecken wie am Karlsbergweiher liegen auf der Laufstrecke des vierten Spendenlaufs gegen Krebs. Die Organisatorinnen warben dort für die Veranstaltung, mit dabei waren Astrid Tschiersch-Pfreundschuh, Heike Graf-Ecker, Susanne Sonntag (hinten von links) sowie Carina Krämer und Maria Cacacciola-Ketter (vorne von links).
Romantische Ecken wie am Karlsbergweiher liegen auf der Laufstrecke des vierten Spendenlaufs gegen Krebs. Die Organisatorinnen warben dort für die Veranstaltung, mit dabei waren Astrid Tschiersch-Pfreundschuh, Heike Graf-Ecker, Susanne Sonntag (hinten von links) sowie Carina Krämer und Maria Cacacciola-Ketter (vorne von links). FOTO: Ulrike Stumm