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Fußball
„Mit Sicherheit nicht chancenlos sein“

JÄGERSBURG. Der FSV Jägersburg empfängt heute Abend um 19 Uhr in ihrem Kerwespiel den SV Eintracht Trier. Der FSV sieht ich in diesem Spiel der Fußball-Oberliga als Außenseiter. Von Stefan Holzhauser

Die Oberliga-Fußballer des FSV Jägersburg empfangen heute Abend um 19 Uhr in ihrem Kerwespiel den SV Eintracht Trier. In der Tabelle begegnen sich beide Mannschaften derzeit auf Augenhöhe. Die Gäste haben aus den ersten fünf Spielen acht Punkte geholt und belegen momentan Rang acht. Mit einem Zähler weniger liegt der FSV Jägersburg auf dem zehnten Tabellenplatz. Obwohl die Saarländer zu Hause antreten können, spricht Jägersburgs Vorsitzender Martin Germann von einer „klaren Außenseiterrolle unserer Mannschaft“.


Dies liegt vor allem an der angespannten Personalsituation des FSV. Bei der jüngsten 0:1-Niederlage in Mechtersheim hatten mit Florian Hasemann, Murat Adigüzel und Luis Kiefer gleich drei Jägersburger die Gelb-Rote Karte gesehen und fallen nun für das Spiel gegen die Eintracht gesperrt aus. „Diese Ausfälle sind schon heftig. Aber wir müssen jetzt die Situation annehmen, wie sie eben ist“, will Germann nicht jammern. Ebenfalls kein Thema für Freitag ist Jan Reiplinger, der nach einer Operation an der Bauchmuskulatur noch bis in den Oktober hinein ausfällt.

Es gibt aber auch gute Nachrichten. So ist Stammtorhüter Mirko Gerlinger aus dem Urlaub heimgekehrt. Und Tim Schäfer sowie Kristof Scherpf konnten zu Beginn dieser Woche nach längerer Leidenszeit endlich wieder das Training aufnehmen. Beide hatten an einem Muskelfaserriss laboriert und können nun vermutlich wieder in den Kader zurückkehren. Allerdings sind sie natürlich längst noch nicht wieder bei 100 Prozent Leistungsvermögen angelangt. Und so werden heute Abend die anderen etablierten Spieler wie beispielsweise Niklas Holzweißig, Tom Koblenz oder auch Steven Simon noch mehr Verantwortung übernehmen müssen.



Germann erwartet gegen Trier ungefähr 500 Zuschauer, darunter 200 Anhänger aus der Moselstadt. „Es ist zwar unser Kerwespiel, aber das hat in der Oberliga keine so große Bedeutung wie in den unteren Klassen. In der Oberliga musst du eh froh sein, wenn du an deiner Kerb überhaupt ein Heimspiel hast. Auch das ist ja in den unteren Klassen ganz anders“, meint der Jägersburger Vorsitzende.

Den heutigen Gegner Eintracht Trier erwartet er am Saisonende im ersten Tabellendrittel. Seine weiteren Titelfavoriten sind der 1. FC Kaiserslautern II sowie TuS RW Koblenz. „Auch wenn uns einige Spieler fehlen, werden wir mit Sicherheit nicht chancenlos sein. Wir hatten die Eintracht ja bereits in der letzen Saison am Rande einer Niederlage“, erinnert sich der Vorsitzende an den glücklichen und knappen Trierer 3:2-Sieg zurück. Fast genau auf den Tag vor einem Jahr hatten die Jägersburger gegen die Eintracht durch Treffer von Pascal Gherram und Holzweißig bis zur 78. Minute mit 2:1 geführt, „ehe wir uns am Schluss richtig dumm angestellt haben. Wir haben andere Ambitionen als Trier und wollen in dieser Saison den schnellstmöglichen Klassenverbleib perfekt machen“, so Germann.