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Meisterkonzert
Mit Kanngiesser und Oppitz kommen Meister in den Saalbau

Homburg. Der Cellist und der Pianist spielen beim zweiten Meisterkonzert des Jahres Strauss, Reger und Brahms. Von Paul Krick

Nach der hellen Begeisterung beim virtuosen Auftritt der russischenGeschwister Kirill Troussov (Violine) und Alexandra Troussova (Piano) im  Februar sind im zweiten Homburger Meisterkonzert in diesem Jahr  am Donnerstag, 8. März, 20 Uhr, im Kulturzentrum Homburger Saalbau zwei Künstler angesagt, die den Musikfreunden hier bereits gut bekannt sind.



Der Cellist Claus Kanngiesser begann seine internationale Karriere als Duopartner des berühmten Geigers Yehudi Menuhin im Doppelkonzert von Brahms. Wie in aller Welt, so gastierte er auch bei etlichen Konzerten hier in Homburg als Solist vor Orchestern oder als Kammermusikpartner.
Er bekleidete nach 1971 viele Jahre lang eine Professur für Cello an der
Saarländischen Musikhochschule und wohnte während dieser Zeit bis zu seiner Berufung nach Köln in Homburg. Hier gründete er vor dreißig Jahren die ersten Homburger Kammermusiktage als neue Konzertreihe neben den Meisterkonzerten. Als Internationale Kammermusiktage wurden sie später vom renommierten Vogler-Quartett übernommen, in diesem Jahr übrigens vom 26. September bis 3. Oktober.
Auch Gerhard Oppitz, der an der Münchener Musikhochschule lehrt, ist als einer der besten deutschen Konzertpianisten auf allen nationalen und internationalen Podien zu Hause. Seine wegweisenden Interpretationen der Klavierwerke von Beethoven und Brahms wurden mit begehrten Preisen gewürdigt und waren in loser Folge auch im Saalbau zu bewundern.
Das Programm der beiden ist eine Folge kostbarer Raritäten aus dem
Duo-Repertoire für Violoncello und Klavier. Den Namen von Richard
Strauss (1864-1949) verbindet man eher mit großen Opern wie Salome
oder dem Rosenkavalier. Dennoch hat er in seiner Jugend die Spätromantik mit bedeutenden Kammermusikwerken bereichert, mit Quartetten, Violin- und Cellosonaten. Seine einzige Cellosonate F-Dur begann er 1881 als 17-jähriger Student. Seine Cello-Romanze entstand wenig später 1883 und verrät die Handschrift eines früh vollendeten Tondichters.
Max Reger (1873-1916) komponierte vier Cellosonaten.

Seine letzte in a-Moll entstand 1910 und wird als die wohl bedeutendste der Reihe von den beiden Künstlern am Beginn des zweiten Programmteils gespielt. Ein Spätwerk wie die Reger-Sonate ist auch die zweite Cellosonate F-Dur von Johannes Brahms aus dem Jahre 1886. In ihr spiegelt sich sommerliche Behaglichkeit am Thuner See, wo sie entstand, aber auch altersweiser Humor des gebürtigen Hamburgers. Er bestimmte sogar noch die ersten Proben mit dem bekannten Schweizer Cellisten Julius Hegar, der sich über die recht kraftvolle Klavierbegleitung von Brahms beschwerte: „Johannes, Johannes, du spielst zu laut! Ich kann mich gar nicht hören!“ Und Brahms trocken zurück: „Wie gut für dich.“




Karten im Vorverkauf zum Meisterkonzert mit Kanngiesser-Oppitz  und auch zu weiteren der Meisterreihe bekommt man  beim Kulturamt, Am Forum, Tel. (0 68 41) 10 11 68 sowie bei den übrigen bekannten Vorverkaufsstellen, online über Ticket Regional: www.ticket-regional.de/homburg.