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Spende der Rotarier
Mit Elektrorädern schneller beim Patienten

Professor Sven Gottschling freut sich über die Spende von zwei Elektro-Fahrräden, mit denen man schneller zu den Patienten kommt. Die Spende kam vom Rotary Club Homburg-Saarpfalz, in der Mitte Mitglied Christian Charissé und auf dem Rad sitzt die derzeitige Präsidentin, Maria Büttner. 
Professor Sven Gottschling freut sich über die Spende von zwei Elektro-Fahrräden, mit denen man schneller zu den Patienten kommt. Die Spende kam vom Rotary Club Homburg-Saarpfalz, in der Mitte Mitglied Christian Charissé und auf dem Rad sitzt die derzeitige Präsidentin, Maria Büttner.  FOTO: Christine Maack
Homburg. Der Rotary Club Homburg-Saarpfalz spendete zwei E-Bikes für die Mitarbeiterinnen der Palliativ-Station am Uniklinikum. Von Christine Maack

Das Uniklinikum liegt im Wald - und der ist bekanntlich auch noch hügelig. Wenn man also von der Hals-Nasen-Ohren-Klinik in die Neurologie möchte, ist man gut und gerne 20 Minuten zu Fuß unterwegs und muss auch noch bergan marschieren.


Diese Wege erschweren oftmals die Arbeit des Besuchsdienstes der Palliativstation, betonte deren Chef, Professor Sven Gottschling, anlässlich einer Vorstellung seiner Arbeit am Uniklinikum, die unter anderem darin besteht, den Sterbenden einen würdevollen und schmerzfreien Tod zu ermöglichen.

Da diese Patienten gemäß ihrer Krankheiten auf unterschiedlichen Stationen und damit auch in unterschiedlichen Gebäuden auf dem Campus untergebracht sind, müssen die Mitarbeiterinnen der Palliativmedizin oft lange Wege zurücklegen, um die Patienten zu versorgen. „Das haben sie zu Fuß gemacht, wenn es dringend war, auch mal mit dem Auto“, erklärt Professor Gottschling, „aber da gab es entweder keinen Parkplatz oder ein Knöllchen.“



Die Präsidentin des Rotary-Clubs Homburg-Saarpfalz, Maria Büttner, kam auf die Idee, der Palliativmedizin zwei „ordentliche, große Elektroräder“ zu spenden, ein Vorschlag, der von den übrigen Mitgliedern des Clubs sofort angenommen wurde. Gesagt, getan, Maria Büttner kümmerte sich um die Beschaffung der Räder im Gesamtwert von 4000 Euro. Ein Clubmitglied aus Einöd erklärte sich obendrein bereit, ein Elektrofahrrad komplett aus eigener Tasche zu finanzieren. Und so konnten gestern vormittag die beiden nagelneuen Räder in Betrieb genommen werden. „Sie schnurren wie ein Kätzchen“, fand Maria Büttner nach einer Probefahrt über den Campus, und auch Professor Gottschling, der gleich hinterher kurvte, war begeistert: „Das sind super-Fahrräder, vielen Dank dafür.“ Die Unterbringung der teuren Räder ist auch gut gelöst, sie stehen in einem Dienstzimmer in der zweiten Etage und können von dort aus je nach Bedarf in den großen Aufzug gehievt und von dort aus über den Campus bewegt werden. „Wir werden sie immer in Sichtweite des Pförtners der jeweiligen Klinik abstellen, damit sie nicht gestohlen werden“, betont Gottschling. Die beiden Räder stehen rund acht Mitarbeiterinnen zur Verfügung, die sie je nach Bedarf benutzen können. Rotary-Präsidentin Maria Büttner hatte noch schnell zwei Helme besorgt, „damit alles seine Ordnung hat.“ Nun können die Mitarbeiterinnen der Palliativstation losradeln „und die eingesparte Zeit, die sie sonst für den Weg gebraucht haben, beim Patienten verbringen“, so Gottschling. Mit dieser Spende des Rotary Clubs Homburg-Saarpfalz sei damit allen geholfen.