| 20:23 Uhr

CJD Jugenddorf
Mit den Oberliga-Kickern Bälle wechseln

 FCH-Mannschaftskapitän Christian Telch (rechts) konnte mit der Kelle in der Hand sich in den Berufsalltag eines Azubi-Maurers in der CJD-Werkstatt in Schwarzenbach hineinversetzen.
FCH-Mannschaftskapitän Christian Telch (rechts) konnte mit der Kelle in der Hand sich in den Berufsalltag eines Azubi-Maurers in der CJD-Werkstatt in Schwarzenbach hineinversetzen. FOTO: Markus Hagen
Homburg.. Die Oberliga-Fußballspieler des FC Homburg informierten sich mit Trainer und Vorstand im Jugenddorf. Von Markus Hagen

Wie sieht das Berufsleben außerhalb des Profifußballs aus? Welche Möglichkeiten bestehen für Jugendliche und junge Erwachsene mit Handicup bezüglich Berufsausbildung? Wie funktioniert die Ausbildung in der Einrichtung des Christilichen Jugenddorf Berufsbildungswerk Deutschland (CJD) Homburg? Was wird für die Auszubildenden außerhalb ihrer Ausbildung in Sachen Betreuung und Unterstützung getan?



 Fragen über Fragen, auf die die Oberligaspieler des FC Homburg bei ihrem 90-minütigen Besuch des CJD in Schwarzenbach genügend Antworten erhielten. Die Idee zum Besuch dieser Einrichtung hatte Thomas Höchst, Projektleiter beim FC Homburg ,,Schule und Beruf“. Er habe, den Besuch von drei sozialen Einrichtungen für junge Menschen mit Handicap, sei es körperlich odre geistig, der Vereinsleitung und dem Oberligakader mti ihrem Trainerteam vorgeschlagen. ,,Nach Gesprächen mit den Spielern schlug Trainer Jürgen Luginger vor, „dass wir das Christliche Jugenddorf Berufsbildungswerk Deutschland in Homburg-Schwarzenbach besuchen könnten.“ Das Interesse sei sehr groß gewesen und man wollte den Besuch unbedingt noch vor der Winterpause. also vor Weihnachten, durchführen.

 Am Nikolaustag war es dann soweit. Nach dem Training am Morgen informierte sich der gesamte Oberligakader des Tabellenführers der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mit Trainerteam sowie dem Vorstandvorsitzenden Herbert Eder und Geschäftsführer Rafael Kowollik über die Arbeit, Ablauf und Ausbildungsmöglichkeiten im CJD Homburg-Schwarzenbach. Dieter Thielen, Teamleitung Ausbildung im CJD, gab dem FCH-Besuch einen ersten Überblick. Zurzeit werden 280 junge Menschen mit Handicap in 42 Gruppen sowohl intern  als auch extern in Firmen ausgebildet. Ein Großteil der Azubis ist im Wohnbereich des CJD untergebracht. 100 Azubis pendeln von ihrem Wohnort im Saarland nach Schwarzenbach. Thielen betont: ,,Die Ausbildungsanforderungen sind identisch mit der außerhalb unserer Einrichtung. Aber bei uns werden die Auszubildenden zusätzlich in allen Bereichen von Betreuern, wie Psychologen, Lehrkräften und Mitarbeiten, berufsbegleitend und auch außerhalb ihrer Ausbildung unterstützt.“ In CJD-eigenen Werkstätten für Tischler, Schreiner, Baufacharbeiter, Gewächshaus, Maler und Lackierer sowie in einer Übungsfirma für kaufmännische Berufe findet die Ausbildung statt. ,,Viele unserer jungen Menschen lernen zusätzlich auch in Betrieben und Firmen im Saarland und lernen so auch den Berufsalltag außerhalb vom CJD in Praktika kennen. „ Die Besuchergruppe des FC Homburg schaute sich auch in diesen Lehrwerkstätten um, bevor es in die große Sporthalle des CJD ging.

 ,,Sport ist sehr wichtig und wird auch sehr gerne angenommen“, erklärte Regina Raskopp, Mitglied der Leitung des CJD ,,Aqivital“ Sport. Im eigenen Schwimmbad, Fußballplatz und Sporthalle finden die Bewohner ein vielfältiges Sportangebot. ,,Wir sind bei vielen Sportfreizeiten unterwegs, wandern, machen tagelange Radtouren“, erklärte Raskopp. Viele Preise und Erfolge konnten die Azubis für das CJD in Homburg bei Sportmeisterschaften aller Einrichtugnen des Christilichen Jugenddorf Berufsbildungswerk Deutschlandschon einheimsen. Natürlich stand der Fußball am Ende des FCH-Besuchs am Nikolaustag im Blickpunkt. In der Sporthalle bestand für die CJD-Fußballmannschaft die Gelegenheit, nicht nur mit den Profispielern des FC Homburg einige Bälle zu wechseln, sondern auch Fragen an die Kicker der Grün-Weißen zu stellen. Und die Geschäftsführung des FC Homburg war auch nicht mit leeren Händen gekommen. Jeder CJD-Spieler bekam am Niklaustag eine Tüte mit Geschenken aus dem FCH-Fanshop.

 Nicht nur FCH-Mittelfeldspieler und Mannschaftskapitän Christian Telch war von der Einrichtung des CJD beeindruckt: ,,Ich fand den Besuch sehr interessant und auch wichtig, um zu sehen, welche Möglichkeiten es für behinderte junge Menschen auf dem Weg zu einer Berufsausbildung gibt.“

Dem pflichtete auch der Trainer des FC Homburg, Jürgen Luginger, bei. ,,Ich finde es einfach toll und bemerkenswert, wie jungen Menschen hier auf dem Weg zur Berufsausbildung und auch außerhalb geholfen wird.“