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Mehr als nur ein Lächeln nach einer harten Zeit

Ursula Jutzler (links) und Annabelle Burg informierten mit DRK-Kreisgeschäftsführer Müller über die Angebote. Foto: Bernhard Reichhart
Ursula Jutzler (links) und Annabelle Burg informierten mit DRK-Kreisgeschäftsführer Müller über die Angebote. Foto: Bernhard Reichhart
Homburg. Die Krankheit Krebs mit all ihren Folgen trifft den Menschen in einer Weise, die sein gesamtes körperliches, seelisches und soziales Leben im Innersten berührt und umwälzt. Unter dem Gesichtspunkt ihrer zeitlichen Dauer und dem unbestimmten Verlauf ist sie keine Angelegenheit, die mit der Entfernung oder Behandlung bestimmter Organe erledigt ist

Homburg. Die Krankheit Krebs mit all ihren Folgen trifft den Menschen in einer Weise, die sein gesamtes körperliches, seelisches und soziales Leben im Innersten berührt und umwälzt. Unter dem Gesichtspunkt ihrer zeitlichen Dauer und dem unbestimmten Verlauf ist sie keine Angelegenheit, die mit der Entfernung oder Behandlung bestimmter Organe erledigt ist. Krebskranke brauchen in der Phase des Krankheitsverlaufs wirksame mitmenschliche Hilfen und psycho-emotionale Unterstützung. Darüber hinaus bedürfen aber auch Familienangehörige und Freunde bei der Verarbeitung und Überwindung der Beratung und Hilfe. Mit seinem Angebot "Psychosoziale Krebsnachsorge im DRK" hat sich das Deutsche Rote Kreuz dieser Aufgabe gestellt, den Betroffenen und ihren Familien auf dem Weg zurück in den Alltag zu helfen. Seit mehr als 30 Jahren gibt es in Homburg eine Gesprächsgruppe für Krebskranke, welche sich an jedem zweiten Dienstag im Monat in der DRK-Kreisgeschäftsstelle trifft.


Die Gruppe für krebskranke Frauen und Männer und deren Angehörige bietet die Möglichkeit des Gesprächs mit anderen Betroffenen sowie der Information und Beratung durch ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes. "Wir treffen uns zum Austausch von Informationen und Erfahrungen, zum Reden über alles, was uns betrifft, interessiert und wichtig ist und uns auf unserem Weg weiterbringt", erzählt Ursula Jutzler, Mitbegründerin der Gruppe, der derzeit elf Krebskranke angehören. Es seien schon mal mehr gewesen, doch im Zeitalter des Internets habe es einen Einbruch gewesen, so Jutzler: "Das Internet ersetzt aber nicht den persönlichen Kontakt", fügte sie hinzu.

"Der Gesprächskreis schafft ein Vertrauensverhältnis und hilft, Kontakte zu knüpfen." Um den Interessen berufstätiger krebskranker Menschen entgegen zu kommen, denke man daran, eine zweite Gruppe einzurichten, betont Annabelle Burg. Unterstützt wird dieser Wunsch auch von DRK-Kreisgeschäftsführer Hans-Christian Müller. Gerade durch die immer kürzer werdenden Krankenhausaufenthalte hätten Kranke nicht mehr ausreichende Möglichkeiten zum Gespräch mit Ärzten, Pflegepersonal und Kliniksozialdienst, so Burg, die Erfahrungen aus ihrer Zeit in der Pflegedienstleitung in der Frauenklinik am Uniklinikum Homburg mitbringt.

Viele Betroffene fühlten sich mit ihren Problemen einfach alleingelassen. Die Bewältigung des Lebens mit der Krankheit, mit dem Schwanken zwischen Angst und Hoffnung, mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen, mit Einsamkeit und Depression ist eine Aufgabe, die der Einzelne und seine Familie ohne Hilfe von außen oftmals nicht lösen kann. re



Auf einen Blick

Die Gesprächsgruppe für Krebskranke in Homburg trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat von 16 bis 18 Uhr in der DRK-Kreisgeschäftsstelle Homburg, Eisenbahnstraße 69 (Nähe Bahnhof). Interessierte Personen sind jederzeit willkommen. Die Treffen sind kostenlos und bieten Krebskranken und deren Angehörigen die Möglichkeit des Gesprächs mit anderen betroffenen sowie Informationen durch anwesende SDRK-Mitarbeiter. Weitere Informationen gibt es bei den beiden Ansprechpartnerinnen Ursula Jutzler unter Telefon (0 68 41) 45 82 oder Annabelle Burg unter (0 68 48) 6 46 20. re

Ursula Jutzler (links) und Annabelle Burg informierten mit DRK-Kreisgeschäftsführer Müller über die Angebote. Foto: Bernhard Reichhart
Ursula Jutzler (links) und Annabelle Burg informierten mit DRK-Kreisgeschäftsführer Müller über die Angebote. Foto: Bernhard Reichhart