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Homburg
Maifest bietet Musik auf zwei Bühnen

Das Maifest soll wieder zahlreiche Besucher in die Homburger Innenstadt locken. Im vergangenen Jahr passte bei der Eröffnung des Festes auf dem Marktplatz jedenfalls auch das Wetter – das zeigt unser Bild.
Das Maifest soll wieder zahlreiche Besucher in die Homburger Innenstadt locken. Im vergangenen Jahr passte bei der Eröffnung des Festes auf dem Marktplatz jedenfalls auch das Wetter – das zeigt unser Bild. FOTO: Sebastian Dingler
Homburg. Auf das Riesenrad müssen die Besucher des Homburger Maifestes diesmal verzichten. Zudem wird es nur noch zwei Bühnen geben. Musik unter freiem Himmel gibt’s dennoch reichlich, unter anderem von Wolf Maahn und Joachim Witt. Von Thorsten Wolf

Es bleibt zwar noch ein bisschen Zeit, doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Von Freitag bis Sonntag, 25. bis 27. Mai, steigt wieder das Homburger Maifest. Die nunmehr 44. Auflage der Großveranstaltung wird wie in früheren Jahren wieder an drei Tagen stattfinden. In diesem Jahr eine Besonderheit: Bereits am Tag vor dem offiziellen Festauftakt findet der Homburger Firmenlauf statt, der sicherlich wieder Tausende von Teilnehmern in die Stadt lockt und mit Livemusik und Partytreiben einen atmosphärischen Vorgeschmack auf die kommenden Tage liefert. Dessen sind sich die Maifestveranstalter von der Homburger Kulturgesellschaft sicher. Los geht’s dann am Freitagabend mit der offiziellen Eröffnung. Danach können es sich die Besucher in der Innenstadt an den zahlreichen Essens- und Getränkeständen schmecken lassen.


Für die Open-Air-Konzerte stehen in diesem Jahr nur noch zwei Bühnen zur Verfügung, das Musikprogramm hat es aber in sich: So sollen neben regionalen Bands wie Bruise und weiteren Acts vor allem Joachim Witt am Freitagabend ab 21 Uhr auf dem Christian-Weber-Platz und Wolf Maahn am Samstag ab 21 Uhr, auch auf dem Weber-Platz, echte Publikumsmagneten werden. „Viele Male erfand Joachim Witt sich bereits neu und gestaltet immer am Nerv der Zeit maßgeblich deutsche Musikgeschichte. Er stellte sich schon immer, manchmal provokativ, seinen Kritikern und scheute vor Politik- und Gesellschaftskritik nie zurück. Zeitlos sind seine Hits ‚Der Goldene Reiter‘, der den ausufernden Kapitalismus mit seinem Wahnsinn in dieser Welt beschreibt, und ‚Die Flut‘ “, beschreibt Achim Müller von der Kulturgesellschaft einen der großen Helden der Neuen Deutschen Welle – der aber schon lange in anderen Gewässern seinen Anker geworfen hat. Dort entstand nun auch das neueste Werk „Rübezahl“, das er in Homburg selbstverständlich im Gepäck hat. Müller: „‚Rübezahl‘ ist dunkel, melancholisch, magisch, launisch, temperamentvoll und zieht auf wie ein musikalisches Gewitter.“

Von dem wird es während des 44. Maifestes dann hoffentlich nur ein akustisches geben. Denn es wäre wohl ziemlich schade, wenn der zweite Hauptact des Maifestes dem Regen trotzen müsste: Wolf Maahn zählt zu den erfolgreichsten und kreativsten Persönlichkeiten im deutschen Rock. Hits und lyrische Geniestreiche wie „Irgendwo In Deutschland“, „Rosen Im Asphalt“ oder „Ich wart’ auf Dich“ sind laut des Rolling-Stone-Magazins „unsinkbare deutsche Rockklassiker“. Bei der „Live und Seele-Tour“ wollen Wolf Maahn und Band auch in Homburg alles geben . Dabei kann Maahn auf eine beeindruckende Karriere zurückblicken: Insgesamt über 1200 Konzerte und etliche Festivals unter anderem mit Bob Marley, Fleetwood Mac oder Bob Dylan machten den Musiker zu einer der deutschen Live-Legenden. Ob drinnen oder unter dem großen Himmelszelt, immer wieder gelingt es ihm, unvergessliche Konzerterlebnisse zu erzeugen, und immer wieder ist es schön zu sehen, wie ein Publikum mitsingt, tanzt und feiert – so dann hoffentlich auch in Homburg.



Es wird sich also musikalisch einiges tun in der Kreis- und Universitätsstadt Ende Mai. Ein kleiner Wermutstropfen: Auf das Riesenrad müssen die Besucher in diesem Jahr verzichten. Auch wird es nur noch zwei Bühnen geben, das Angebot am Rondell entfällt.

Für die Geschäftswelt mit Sicherheit eine positive Botschaft: Während des Maifestes wird die Talstraße nicht gesperrt, die große Bühne wandert in Richtung H&M-Gebäude.