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Raumsituation an der Grundschule Einöd
Lösung für Raumprobleme in Einöd

Die beengte Raumsituation an der Grundschule Einöd hat sich entspannt. Das wird Eltern und Kinder freuen. Auch die Erstklässler, die hier vor kurzem im August neu an der Schule begrüßt wurden, können nun aufatmen.
Die beengte Raumsituation an der Grundschule Einöd hat sich entspannt. Das wird Eltern und Kinder freuen. Auch die Erstklässler, die hier vor kurzem im August neu an der Schule begrüßt wurden, können nun aufatmen. FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Der räumliche Engpass an der Grundschule Einöd sorgte in den vergangenen Monaten für Aufregung. Nun soll sich das deutlich entspannen. Am Freitag wird ein Klassensaal eingeweiht, der lange Zeit nicht genutzt werden konnte. Von Ulrike Stumm

Die frohe Botschaft gab’s im Grunde schon zum Schulanfang nach den Ferien: Das drängende Raumproblem an der Einöder Grundschule sei gelöst. Der wichtigste Punkt dabei: Der Klassensaal, der nicht genutzt werden konnte, weil er marode war, wurde  so hergerichtet, dass hier jetzt wieder Kinder lernen können. Nun wird das auch offiziell gefeiert: Am kommenden Freitagvormittag, 15. September, gibt’s dafür einen ziemlich großen Bahnhof. Neben Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind werden auch Vertreter der Schule, der Ortsvorsteher von Einöd und sein Stellvertreter, Karl Schuberth und Ulrich Fremgen, sowie Vertreter aus dem Bauamt der Stadt erwartet.



Dass hier für einen neuen alten Raum im Verhältnis groß aufgefahren wird, liegt unter anderem wohl auch darin begründet, dass es um den maroden Saal und die damit einhergehenden Raumprobleme richtig viel Ärger gab. Den Anfang nahm das Ganze, als ein zunächst nicht wahrnehmbarer Wassereintritt dazu führte, dass der Klassenraum nicht mehr zu nutzen war.

Die Stadtpressestelle mit Linda Barth und Jürgen Kruthoff erläuterte gestern Details: Genau am Übergang von dem Pavillonanbau, in dem sich besagter Klassenraum befindet, und Schulgebäude sei Wasser in die Wand eingedrungen. Und zwar so, dass man dies zunächst nicht bemerkt habe; es habe hier also nicht von der Decke getropft. Die Wand des Zimmers sei schließlich so feucht gewesen, dass das Holz stark gelitten habe: Mit einfachem Abtrocknem war es damit nicht mehr getan, erklärte Kruthoff. Die Sanierungsarbeiten wurden dann größtenteils von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen. Insgesamt wurden 1000 Arbeitsstunden investiert. Dazu kamen, so Linda Barth, 30 000 Euro für Fremdleistungen, wie etwa von Statikern, und für Material.

Bevor allerdings die Bauarbeiten begannen, schlugen die Wogen zunächst ziemlich hoch. Der Ärger-Cocktail entstand aus mehreren Zutaten: Weil der Raum wegfiel, es zudem mehr Schüler gab, aus einer Klasse zwei wurden, gab es  im vergangenen Schuljahr schlicht zu wenig Platz. Deshalb wurde ein blauer Container aufgestellt, der sich allerdings als untauglich für Unterricht erwies. Es war darin im Sommer viel zu heiß, im Winter zu kalt. Ein Klassenraum im Keller wurde wieder in Betrieb genommen und später auch hergerichtet, dieser stieß aber angesichts der Aufmachung manchen dennoch auf. Dazu kam der Faktor Zeit, es dauerte, während es für die Schüler keine wirklich zufriedenstellende Lösung gab. Zuletzt strengte Ortsvorsteher Reinhold Nesselberger für den Anbaupavillon noch eine Schimmelpilz-Untersuchung an. Hier konnte dann aber Entwarnung gegeben werden: Es wurde darin keine gesundheitsschädliche Schimmelbelastung festgestellt.

Das neue Schuljahr hat also besser begonnen als das alte. Pünktlich zum Start ins neue Lernjahr wurde der Raum fertig, konnte bezogen werden. Schulleiterin Susanne Braul-Schönecker konnte sich bei der Einschulung Mitte August darüber freuen, dass in dem Saal zum ersten Mal seit langem wieder eine Klasse war. Die Zahl der Klassen blieb zudem gleich – insgesamt sind es sieben. So gebe es nun für jede Klasse wieder einen Saal. Der Kellerraum sei nun durch die Umbauten mit Fluchtweg und neuer Tür kein Notbehelf mehr, so die Stadt. Allerdings werde er nur als Ausweichmöglichkeit genutzt, hatte die Schulleiterin angekündigt.

Trotz allem: Container werden  das Bild an der Grundschule weiter prägen: Zum einen bekommt die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) zwei neue Container, allerdings seien die Räume in deren Inneren hochwertig, hieß es von der Stadtpressestelle. Der Grund laut Kruthoff: Die Zahl der Kinder, die in der Nachbetreuung angemeldet wurden, sei stark gestiegen. Erhalten bleibt auch der blaue Container auf dem Schulhof: Er soll stehen bleiben, darin könnte künftig eine Schul- oder Stadtteilbibliothek untergebracht werden, hieß es weiter.

Und was ist von der Idee geblieben, das alte Gebäude bis unters Dach auszubauen? Die jetzige Lösung sei deutlich günstiger, der Ausbau habe sich als zu teuer erwiesen, führte der Stadtpressesprecher aus. Man hätte dabei unter anderem eine Außenfluchttreppe be­nötigt – das war zuvor bereits zu Bedenken gegeben worden. Mit den FGTS-Containern, für die man einige 100 Euro Miete im Monat zahle, sei man flexibler und der städtische Haushalt werde so nicht zu stark belastet.

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