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Lehrer zeigen künstlerische Seite

Homburg. Ein ganz besonderes Konzert erlebten die Zuhörer beim Lehrerkonzert der Homburger Musikschule im Siebenpfeifferhaus. Nicht die Schüler standen im Mittelpunkt, sondern die Lehrer der Musikschule. Verschiedene Ensembles aus dem Lehrerkollegium zeigten, was möglich ist Von SZ-Mitarbeiter Bernhard Reichhart

Homburg. Ein ganz besonderes Konzert erlebten die Zuhörer beim Lehrerkonzert der Homburger Musikschule im Siebenpfeifferhaus. Nicht die Schüler standen im Mittelpunkt, sondern die Lehrer der Musikschule. Verschiedene Ensembles aus dem Lehrerkollegium zeigten, was möglich ist. Sie stellten sich einmal nicht mit ihren pädagogischen Qualifikationen, sondern mit ihren ganz künstlerischen Fähigkeiten und Qualitäten dar. "Die Lehrer, die ihre Schüler im Unterricht fördern und fordern, sind zwar in erster Linie Pädagogen", betonte Carola Ulrich, Leiterin der Musikschule. "Sie sind aber auch Musiker, die im kulturellen Leben der Stadt mitwirken". Aus diesem Grund sei es wichtig, dass die Stadt eine Musikschule habe und sie auch in Zeiten knapper Kassen unterstütze, so Ulrich. Denn "ohne musikalische Bildung wäre unsere Gesellschaft nicht nur ärmer, sie wäre in vieler Hinsicht einfach schlecht dran", zitierte sie Bundespräsident Horst Köhler. Dieser habe bei der Eröffnung des 20. Musikschulkongresses des Verbandes deutscher Musikschulen in Berlin auf die Bedeutung der musikalischen Bildung hingewiesen. "Wir brauchen musikalische Bildung und Musikschulen, damit es unserer Gesellschaft und unserem Land gut geht. Deshalb braucht musikalische Bildung einen festen Platz in der Bildungspolitik und darum sollten wir sie uns auch etwas kosten lassen. Das ist eine notwendige Investition in die Zukunft", zitierte Carola Ulrich den Bundespräsidenten. Wegen des parallel stattfindenden Endspiels um die Fußball-Champions-League war nur ein überschaubarer Kreis von fachkundigen Musikfreunden ins Siebenpfeifferhaus gekommen. Sie durften ein Konzert vom Feinsten genießen - dargeboten von Musikern, die ihre Instrumente meisterhaft beherrschen. Eröffnet wurde das Konzert von Rudolf Bohnenberger (Gitarre), der Gismontis "Agua e vinho" dem verstorbenen Kollegen Helmut Tuch widmete. Als eingespieltes Trio erwiesen sich Rainer Oster (Klavier), Jörg Leyser (Flöte) und Birgitta Lauer-Müller (Violoncello). Harmonie auch bei Elisabeth Weyers (Altblockflöte) und Gitarrist Rudolf Bohnenberger, welche für die Recercarden von Ortiz vom Publikum starken Beifall erhielten. Als temperamentvoller Klangkörper erwies sich das Akkordeonquintett mit Anke Eiswirth, Sabine Fritze, Christine Scheid-Künzer, Valerian Helbig und Clemens Baltes mit Moritz Moszkowskis Ausschnitten aus "Spanische Tänze". Mit dem Auftritt des Quartetts Amby Schillo (Drums), Lukas Reidenbach (Kontrabass), Arno Wilhelm (Gitarre) und Marc Stutz-Boukouya (Posaune und Bassflügelhorn) fand das Lehrerkonzert einen würdigen Abschluss.



Auf einen BlickDie Musikschule der Kreis- und Universitätsstadt Homburg veranstaltet am Samstag, 20. Juni, 14 bis 17 Uhr, in allen Räumen der Musikschule, Gerberstraße 34, ihr großes Musikschulfest. Interessierte Freunde der Musik sind herzlich eingeladen, Musik zu hören und zu erleben, sich zu informieren und umzuschauen. Weitere Informationen unter Telefon (068 41) 6 42 04 bei Silvia Böhm. re