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Lautenbach trifft zu neunt zum Sieg

Das Relegationsspiel in Jägersburg sahen 500 Zuschauer. Am Ende schafften die in Blau spielenden Kirrberger nicht „das große Ziel“, von dem die SVK-Fans auf dem Transparent träumten. Foto: Stefan Holzhauser
Das Relegationsspiel in Jägersburg sahen 500 Zuschauer. Am Ende schafften die in Blau spielenden Kirrberger nicht „das große Ziel“, von dem die SVK-Fans auf dem Transparent träumten. Foto: Stefan Holzhauser FOTO: Stefan Holzhauser
Jägersburg. Der SV Kirrberg hat den Aufstieg in die Verbands- liga Nordost verpasst. Der Landesligist verlor das Entscheidungsspiel gegen den FC Lautenbach mit 0:1. Stefan Holzhauser

Das Relegationsspiel am Mittwochabend auf dem Kunstrasenplatz des FSV Jägersburg war nichts für schwache Nerven. Die Fußballer des FC Lautenbach als Vize-Meister der Landesliga Nord mussten gegen den Vize-Meister der Landesliga Nord antreten. Und die Lautenbacher schafften durch ein 1:0 gegen SV Kirrberg den Aufstieg in die Verbandsliga Nordost.


Die Fangruppen beider Clubs waren in ihren roten T-Shirts und Trikots kaum zu unterscheiden. Die 500 Zuschauer sahen zuerst eine typische Relegations-Partie mit viel Kampf und Hektik, aber kaum einmal durchdachten Aktionen und etlichen Ballverlusten auf beiden Seiten. Dabei hatte Schiedsrichter Marco Niebergall keinen einfachen Stand und musste sich vor allem von Lautenbacher Seite aus einiges anhören. So war es auch in der 35. Minute, als der Lautenbacher Daniel Issensee nach einem groben Foulspiel gegen Michael Junkes die Rote Karte sah. Die beste Chance bis dato vergab Kirrbergs Jan Ruffing, er schoss in der 41. Minute aus 20 Metern an den rechten Pfosten.

Nach der Pause waren die Kirrberger zunächst optisch überlegen, spielten aber ihre Überzahl viel zu umständlich aus. Bei zwei Konterangriffen in der 65. und 68. Minute scheiterte Becker jeweils am gut reagierenden SVK-Torhüter Peter Stuchlik. Dann gab es nach einem Zweikampf zwischen Lautenbachs Sascha Holzer und Tobias Didion einen Elfmeter für Kirrberg. Holzer handelte sich zugleich wegen Schiedsrichter-Beleidigung ebenfalls die Rote Karte ein. Hendrik Simon übernahm die Verantwortung, scheiterte aber mit dem schwach getretenen Strafstoß an Jost in der 75. Minute.



Trotz zwei Mann mehr wirkten die Kirrberger Angriffe nur noch wenig durchdacht, sodass kaum einmal Torgefahr aufkam. Die Lautenbacher wuchsen in der Schlussphase immer mehr über sich hinaus und schossen mit nur noch acht Feldspielern in der 84. Minute den Siegtreffer. Becker lief von halblinks alleine auf das Tor zu und schob den Ball am herausstürmenden Stuchlik vorbei in das Netz. In der 93. Minute sah auch noch der Kirrberger Ruffing nach wiederholtem Foulspiel Gelb-Rot.

Nach dem Abpfiff begann noch auf dem Platz die Lautenbacher Aufstiegsfeier. FC-Torhüter Jost: "Der gehaltene Elfmeter hat die Jungs noch einmal zusätzlich motiviert. Wir haben mit acht Mann unglaublich gekämpft."

Kirrbergs Spielertrainer Jan Berger meinte enttäuscht: "Aus Aberglauben schoss unser etatmäßiger Elfmeterschütze Tobias Didion nicht, da er selbst gefoult wurde. Wir haben eine junge Truppe und trotz der Niederlage eine geile Saison gespielt." Kirrbergs 35-jähriger Mittelstürmer Roman von Hofen klagte: "Wir fanden nie richtig ins Spiel. Ich lass das jetzt ein paar Tage sacken und entscheide dann, ob ich noch ein Jahr dranhänge oder aufhöre. Die Enttäuschung ist im Moment riesengroß."