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Land unterstützt Zusammenarbeit

Homburg. Der Saarpfalz-Kreis und die Stadt Homburg arbeiten künftig beim Gebäude-, Energie- und Trinkwassermanagement für öffentliche Gebäude zusammen. Das soll langfristig Einsparungen von bis zu 5,8 Millionen Euro pro Jahr bringen, hieß es. Am Anfang muss aber investiert werden – das Land will das mit 2,8 Millionen Euro unterstützen. Ulrike Stumm

Sparen ist das Gebot der Stunde - das schlug sich auch am Freitagmorgen in der Kreisverwaltung beim Unterschrifts-Termin mit Innenminister Klaus Bouillon , dem Kreis-Beigeordneten Theophil Gallo und Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind nieder. Was sie anzukündigen hatten, lässt derzeit überall aufhorchen, schließlich stehe dies innerhalb des großen Themas interkommunale Zusammenarbeit, sagte Gallo.

Konkret wurde folgendes Projekt vorgestellt: Kreis und Stadt wollen beim Gebäude-, Energie- und Trinkwassermanagement zusammenarbeiten. Damit soll gespart werden: Geld und auch Energie. Grundlage ist eine Studie von Professor Franz Heinrich. Allerdings kostet dies zunächst einmal etwas, insgesamt 3,7 Millionen Euro in der Startphase. Und da die saarländische Landesregierung interkommunale Projekte unterstützt, hatte Bouillon auch einen Zuwendungsbescheid des Landes über eine Millionen Euro dabei. Insgesamt sind bis 2017 Zuweisungen von 2,8 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Es sei, so Gallo, ein sehr ehrgeiziges Unterfangen. "Wir werden alles tun, dass das richtig zum Fliegen kommt." Zusammengerechnet gehören Kreis und Stadt 125 Immobilien, dazu zählen zum Beispiel Schulen oder Hallen. Die jährlichen Bewirtschaftungskosten dafür betragen den Angaben zufolge rund 24,4 Millionen Euro . Damit hier gemeinsam gehandelt werden kann, muss erst einmal investiert werden in die Gebäude , etwa durch die Verbesserung der Gebäudeleittechnik, zudem soll auch eine zentrale Leitwarte aufgebaut werden. Weiter sind ein Organisationskonzept zur Schaffung einer gemeinsamen Management-Gesellschaft geplant und der Einstieg in die E-Mobilität durch die Anschaffung von fünf Elektrofahrzeugen. Die Startphase im Sommer soll mit 3,7 Millionen Euro netto zu Buche schlagen. Ab Sommer 2016 gehe es innerhalb von fünf Jahren darum, den Investitionsstau der technische Gebäudeausstattung abzubauen, der liege bei 7,6 Millionen Euro . Langfristige, machte OB Schneidewind klar, ließen sich bis zu 5,8 Millionen Euro pro Jahr einsparen, so sei etwa eine erste Stelle nicht wiederbesetzt worden. Minister Bouillon bescheinigte dem Projekt Modellcharakter und eine Vorbildfunktion. Es solle dafür geworben werden, dass "wir das auch in anderen Regionen machen". Jeder wisse, "wir können so nicht weitermachen. Wir sind alle in der Lage, irgendwo Einsparpotenzial" zu finden. Bouillon : "Das Saarland ist ein kleines Land und wir müssen zusammenhalten."