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Kulturverständnis trifft auf Gesundheit

Homburg. Zwei Homburger Projekte haben beim Wettbewerb „Gesund leben – Gesund bleiben“ Preise gewonnen. In der Kategorie „Inklusion“ belegte das Projekt Kibiss den dritten Platz, ein Projekt gegen Adipositas einen ersten. bea/ust

Wenn engagierte Arbeit belohnt wird, macht das allen Beteiligten Spaß. Gesundheitsministerin Monika Bachmann hat jetzt bei einer Festveranstaltung die Gewinner des Wettbewerbs "Gesund leben - Gesund bleiben" ausgezeichnet. Insgesamt hatten mehr als 30 Personen, Institutionen und Vereine ihre Projekte zur Gesundheitsförderung eingereicht, hieß es vom Ministerium. Bachmann erklärte: "Wir haben Projekte aus den Bereichen Inklusion, Gendergesundheit und Suchtprävention gesucht." Auch zwei Projekte aus Homburg waren bei dem Wettbewerb erfolgreich.

Den dritten Platz in der Kategorie "Inklusion" belegte das Projekt Kibiss - das steht für Kinder/Bildung/Sprache/Sozialisation -, angesiedelt bei der Aquis, der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft. Ins Leben gerufen wurde es 2009 auf Initiative des Kreisjugendamtes des Saarpfalz-Kreises. Entstanden war die Idee für Kibiss aus Überlegungen, wie Kindergärten sehr früh mit eingespannt werden könnten, um Bildungschancen zu verbessern, hatte der Leiter des Kreis-Jugendamtes, Klaus Ruffing, vor einigen Jahren die Entstehung erläutert. Dazu kam die Rückmeldung aus solchen Kindergärten in Homburg , in denen viele Kinder aus unterschiedlichen Nationen zusammenkommen, über die Schwierigkeit, sich mit den Eltern zu besprechen, einfach weil diese kein Deutsch verstehen. Es habe also einerseits die Notwendigkeit gegeben, die Kinder sprachlich zu fördern, andererseits galt es, die Rückkopplung der Kitas mit den Eltern zu ermöglichen, so der Jugendamtsleiter weiter.

Die Wettbewerbs-Jury begründete ihre Entscheidung auch damit: Im Sinne einer echten Inklusion gehe es um das Verstehen der verschiedenen Kulturen. "Hierzu können sich die Erzieherinnen fortbilden, gemeinsame Aktivitäten mit Kindern und deren Familien fördern den Zusammenhalt. Gerade das Thema Gesundheit mit gesunder Ernährung, Bewegungsangeboten und Vorsorge interessiert alle und ist so ein zentrales Thema, um miteinander in Kommunikation und Interaktion zu treten." Der Preis ist mit 500 Euro dotiert.

Einen von zwei ersten Plätzen in der Kategorie "Inklusion" belegte das Projekt "Adipositas prävention bei Menschen mit Behinderung" des Adipositas-Netzwerks Saar in Kooperation mit dem Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, dem Caritasverband und der Lebenshilfe. Das Angebot besteht aus Präventionsangeboten im Rahmen des Betreuten Wohnens für psychisch Kranke im Landkreis Neunkirchen, Präventionsangeboten für Menschen mit geistiger Behinderung/intellektueller Beeinträchtigung in der Saarpfalz-Werkstatt für angepasste Arbeit der Lebenshilfe in Lautzkirchen und Gesundheitsförderung /Adipositasprävention im Schulalltag von Kindern mit Intelligenzminderung/geistiger Behinderung an der Oberlin-Schule Homburg .

Das Adipositas-Netzwerk Saar setzt sich für eine Verbesserung der Versorgung und Prävention von Menschen mit krankhaftem Übergewicht (Adipositas) ein, da besonders Menschen mit Handicap an Gewichtsproblemen mit möglichen Folgeerkrankungen leiden. Zusammen mit der Arbeitsgruppe Gesundheitschancen der Initiative "Saarpfalz mit peb - ein Landkreis macht sich fit" wurde im März vergangenen Jahres eine Fachtagung organisiert und die Thematik öffentlich gemacht.

Mithilfe von niederschwelligen Angeboten werden die Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung zusammen mit dem Betreuungspersonal beziehungsweise dem Lehrerkollegium behindertengerecht vermittelt. Auch interessierte Eltern können angeleitet und beraten werden. Die Anbindung an externe Gruppen und Vereine wird verfolgt. Der Preis ist mit 1500 Euro dotiert.