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KSJ hat bald wieder ein neues Dach über dem Kopf

Homburg. Langsam, aber sicher nimmt die neue Hütte Gestalt an, die für die Katholische Studierende Jugend (KSJ) auf dem Gelände des Johanneums errichtet wird. Seit Anfang 2010 ist die rund hundert junge Leute umfassende Gruppe ohne feste Bleibe, seit die alte Hütte einem Feuer zum Opfer gefallen ist

Homburg. Langsam, aber sicher nimmt die neue Hütte Gestalt an, die für die Katholische Studierende Jugend (KSJ) auf dem Gelände des Johanneums errichtet wird. Seit Anfang 2010 ist die rund hundert junge Leute umfassende Gruppe ohne feste Bleibe, seit die alte Hütte einem Feuer zum Opfer gefallen ist. Sichtbares Zeichen, dass es stetig voran geht mit dem Bau einer neuen Hütte, war nun das Richtfest. Es wurde in das traditionelle Wiesenfest der KSJ am Johanneum integriert (wir berichteten kurz).Gute Wünsche für den fortschreitenden Neubau waren nicht nur auf der Baustelle für die neue Hütte zu hören. Auch im Gottesdienst, der in der Johanneskapelle stattfand, wurde für das Gelingen des Bauvorhabens und seine Fertigstellung gebetet. Andreas Bach, Zimmerermeister in Homburg, hatte die Aufgabe übernommen, den traditionellen Richtspruch auszubringen. Er tat dies in Begleitung seines Handwerkskollegen Dieter Schwiderski auf dem Dach der neuen KSJ-Hütte. Nachdem er den weiteren Arbeiten zur Fertigstellung des Gebäudes alles Gute gewünscht und Gottes Segen für den Neubau erbeten hatte, ließ Andreas Bach sein geleertes Glas auf dem Fundament der neuen Hütte nach Zimmermanns-Tradition zerspringen.


Nächste Etappe zur Fertigstellung der neuen KSJ-Hütte werden die Fenster sein, die in absehbarer Zeit geliefert und montiert werden sollen. Das ließen Christopher Stach und Franziska Frank vom Leitungsteam der KSJ wissen. "Wir sind zuversichtlich, dass dies in nächster Zeit geschieht und der Innenausbau begonnen werden kann", sagten die KSJ-Sprecher.

Hans-Josef Daubaris vom Kreisjugendamt, der Landrat Clemens Lindemann vertrat, stellte eine angemessene Beteiligung des Kreises an den Baukosten in Aussicht. Zehn Prozent dieser Kosten sollen an die KSJ fließen, nach heutigem Stand der Dinge wären das rund 20 000 Euro. 40 000 Euro kamen vom Förderverein, wie Markus Röder berichtete. Die Pfadfinder legen ebenfalls einen ordentlichen Betrag drauf. 8500 Euro standen auf dem symbolischen Scheck, den Daniel Werner zum Richtfest mitgebracht hatte.



Eigentlich recht erfreuliche Nachrichten, doch die Geschehnisse auf dem Gelände der KSJ vor zweieinhalb Jahren blieben im Gedächtnis: "Es betrübt mich, daran zu denken, dass unsere alte Hütte niedergebrannt ist", sagte Röder und äußerte Unverständnis für das Verhalten von Leuten, denen das Werk anderer nichts bedeute, die es gar animiere, es zu zerstören. Um so schöner sei es aber zu sehen, dass sich viele und vor allem junge Leute engagierten, an der Brandstatt ein neues Haus zu errichten und es mit Leben zu füllen.

Stefan Seckinger, der die Gäste zum Richtfest begrüßt und den Gottesdienst zu Beginn des Wiesenfestes gefeiert hatte, zeigte interessierten Gästen Details zum Baufortschritt an der neu erstehenden KSJ-Hütte. Danach ging das traditionelle Wiesenfest in guter Stimmung weiter bis zum Schluss. smi

"Es betrübt mich, daran zu denken, dass unsere alte Hütte niedergebrannt ist. "

Markus Röder