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Meisterkonzert in Homburg
Klassik und Klassiker im Saalbau

Der italienische Pianist Enrico Pace tritt in der Reihe der Homburger Meisterkonzerte auf.
Der italienische Pianist Enrico Pace tritt in der Reihe der Homburger Meisterkonzerte auf. FOTO: Marco Borggreve
Homburg. Mit den Meisterkonzerten und dem Theatergastspiel „Die Räuber“ ist kulturell einiges geboten. Von red

Das Kulturprogramm der Stadt Homburg geht auch im Oktober weiter. Der Musiksommer auf dem historischen Marktplatz ist zwar beendet, jetzt steht aber die große Reihe der Meisterkonzerte und Theatergastspiele auf dem Programm. Weiter geht es im Kulturzentrum Saalbau am Donnerstag, 11. Oktober, um 19.30 Uhr mit dem Gastspiel von Kristóf Baráti (Violine) und Enrico Pace (Klavier) fortgesetzt.


Enrico Pace, 1967 in Rimini (Italien) geboren, studierte Klavier bei Franco Scala, hauptsächlich am Rossini-Konservatorium in Pesaro. Er war auch als Dirigent und Komponist tätig. 1987 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Yamaha Wettbewerb in Stresa; 1989 wurde er erster Preisträger des Zweiten Internationalen Franz Liszt-Klavierwettbewerbs. Ab 1997/98 begann eine langjährige Zusammenarbeit mit Geiger Frank Peter Zimmermann, mit dem er Konzerte in vielen europäischen, südamerikanischen und fernöstlichen Ländern gab. Pace hat viele Recitals in Europa gegeben, unter anderem in der Amsterdamer Concert Hall, Mailand (Sala Verdi und Teatro alla Scala), Rom, Berlin, München, Dortmund, Dublin und in einigen südamerikanischen Städten.

Kristof Baráti ,1979 in Budapest geboren, hat viele wichtige Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen. Beim Görzer Wettbewerb 1995 in Italien gewann er den ersten Preis, 1996 den zweiten Preis beim Long-Thibaud-Crespin-Wettbewerb. Im Oktober 2010 gewann Barati den VI. Internationalen Paganini-Violinwettbewerb in Moskau. Im Jahr 2014 erhielt er den höchsten ungarischen Kulturpreis, den Kossuth-Preis. Baráti spielt regelmäßig in Ungarn mit dem Budapest Festival Orchestra, mit vielen Orchestern auf der ganzen Welt sowie mit renommierten Dirigenten. Er spielt eine Stradivari Violine namens „Lady Harmsworth“ von 1703, freundlicherweise von der Stradivarius Society of Chicago zur Verfügung gestellt.



Das Programm: Johann Sebastian Bach: Sonate Nr. 1 für Violine in g-Moll, BWV 1001; Johannes Brahms: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 A-Dur, op. 100. Pause. Pjotr Tschaikowski: Souvenir d‘un lieu cher, op. 42; Eugène Ysaye: Sonate Nr. 3, ,Ballade‘; Maurice Ravel: Tzigane, M. 76.

Auch die Reihe der Theatergastspiele geht weiter. Und zwar am Donnerstag, 18. Oktober, um 19 Uhr mit Friedrich Schillers Stück „Die Räuber“, aufgeführt vom Neuen Globe-Theater Potsdam. Regie führt Andreas Erfurth.

Zum Inhalt: Schillers frühes Drama schildert die tödliche Auseinandersetzung mit der väterlichen Ordnung, die ihnen Obdach und Liebe versagt und keine Zukunft mehr bieten kann. Karl ist eigentlich Everybody‘s Darling, dem die Welt zu eng und zu bieder geworden ist. Teils aufgrund eigener Überschätzung und idealistischem Radikalismus, teils durch Intrige des Bruders ist er verstoßen aus der Sphäre des Vaters und der Gesellschaft. Jetzt will er Vergeltung. Der Kraftmensch Karl schwingt sich zum Hauptmann einer Räuberbande auf...

Wir erleben Outlaws, die bis in die letzte Konsequenz hinein alles um sich herum in den eigenen Abgrund ziehen und selbst verglühen. Zentrales Motiv der Figuren ist der Konflikt zwischen Verstand und Gefühl und ihr Verhältnis zu Gerechtigkeit, Gesetz, Moral und persönlicher Freiheit.

Karten für die Veranstaltungen im Saalbau Homburg gibt es beim Kulturamt der Stadt Homburg, bei den Vorverkaufsstellen von Ticket regional und im Internet unter

Die „Räuber“ kommen in den Saalbau.
Die „Räuber“ kommen in den Saalbau. FOTO: Gerrit Wittenberg