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Kirchturm
330 Sandsteine wurden ausgetauscht

Der Turm der Jakobuskirche in Niederbexbach ist nun endlich saniert. Vor allem die Finanzierung gestaltete sich schwierig.
Der Turm der Jakobuskirche in Niederbexbach ist nun endlich saniert. Vor allem die Finanzierung gestaltete sich schwierig. FOTO: Markus Hagen
Niederbexbach . In Niederbexbach zeigt sich der Turm der Jakobuskirche nach umfangreicher Sanierung von seiner schönsten Seite. Von Markus Hagen

Was lange währt, wird endlich gut. Dieses Sprichwort trifft auf die Sanierung des Kirchturms der Jakobuskirche der Protestantischen Kirchengemeinde Niederbexbach wahrlich zu. Nachdem vor zehn Jahren Pfarrerin Bärbel Ganster-Johnson bei ihrem Amtsantritt ein Schreiben auf ihrem Schreibtisch vorfand, dass der Kirchturm dringend saniert werden müsste, konnte nun am vergangenen Sonntag endlich gefeiert werden. Nach einem Jahr umfangreichen Arbeiten erstrahlt der frisch sanierte Kirschturm nun im neuen Glanz.


Pfarrerin Bärbel Ganster-Johnson lud mit ihrer Kirchengemeinde zum Festgottesdienst ein, zu dem unter anderem auch Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis, Landrat Theophil Gallo, Vertreter von verschiedenen Denkmalsämter und Stiftungen sowie vom Förderverein der Kirche kamen, um sich im Anschluss über die Arbeiten am Turm zu informieren. Dazu gehörte der Austausch von 330 Sandsteinen an der Fassade, Verputz und Außenanstrich, und Fugen-Erneuerung. Gemäß einer Forderung des Landesamtes für Umwelt und Arbeitsschutz wurde ein Nistkasten für Mauersegler und Dohlen innen angebracht.

Die Gesamtkosten in Höhe von 210 000 Euro musste die Protestantische Kirchengemeinde erst einmal zusammentragen. „Diese Kosten haben uns schon ganz schön Kopfzerbrechen bereitet.“, erklärt Pfarrerin Bärbel Ganster-Johnson. 2009 wurde ein Förderverein gegründet, der mit der Organisation und Durchführung von Konzerten, Adventsmärkten und weiteren Veranstaltungen Geld sammelte.



„Auf Anhieb machten gleich 120 bis 130 Mitglieder in diesem Verein mit“, bedankte sich Ganster-Johnson bei den vielen Mitarbeitern und Helfern für ihre Arbeit und ihren Einsatz in den inzwischen neun Jahren zum Wohl der anstehenden Sanierungsmaßnahmen des Kirchturms. Doch ohne Zuschüsse von verschiedenen Ämtern, Stiftungen und Einrichtungen war die Sanierung lange Zeit nicht möglich. Erst im August 2017 war es soweit: Dank der Zuschüsse in Höhe von 70 000 Euro von der Deutschen Stiftung Denkmalsschutz in Bonn, von 15 000 Euro des saarländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Sport, Abteilung Denkmalpflege, einer Bedarfszuweisung aus Speyer in Höhe von 70 000 Euro sowie 25 000 Euro vom Förderverein und einem Darlehen in Höhe von 30 000 Euro waren die Gesamtkosten für die anstehende dringende Turm-Sanierung gedeckt.

Planungen und Ausschreibungen für die anstehenden Arbeiten am Kirchturm wurden im letzten Jahr dann beendet, so dass im August 2017 mit der Sanierung begonnen werden konnte.

„Endlich war es soweit. Viele Mitglieder unseres Fördervereins haben immer wieder nachgefragt, wenn denn die Arbeiten beginnen können“, berichtet die Pfarrerin der Jakobuskirche. Landrat Theophil Gallo ist seit der Gründung des Fördervereins Jakobuskirche hier Mitglied. „Mir war es ein großes Anliegen, hier zu helfen.“

Darum sei er sehr gerne Mitglied geworden, um die Protestantische Kirchengemeinde in Niederbexbach zu unterstützen. Gallo: „Die Kirche ist im Dorf ein toller und wichtiger Anziehungspunkt und dazu gehört, dass Kirche mit Turm und Kirchenschiff sich entsprechend zeigen.“

Bexbachs Bürgermeister Thomas Leis: „Mein Dank geht an alle ehrenamtlichen Helfern, die im Förderverein sich für die Turmsanierung eingesetzt haben.“ Die Stadt Bergbach habe 8000 Euro für die Erneuerung der Kirchturmuhr zur Verfügung gestellt.