| 00:00 Uhr

Kindergartenkinder sammelten extra Spielzeug für die Premiere

Homburg. Das erste Treffen für deutsche und syrische Kinder war ein Erfolg: Künftig wollen die Organisatoren der Veranstaltung monatlich Spieltreffs organisieren. Das Ziel ist, deutsche und syrische Kinder in Kontakt zu bringen. Bernhard Reichhart

Einträchtig spielen, malen und singen deutsche mit syrischen Kindern, während die Erwachsenen bei Kaffee, Tee, Muffins und Keksen in lockerer Runde zusammensitzen. Im Rahmen des von der protestantischen Kirchengemeinde durchgeführten Spielnachmittags für syrische Flüchtlingsfamilien im Siebenpfeifferhaus ist jede Menge los. Eingeladen waren auch Kindergartenkinder der Kindertagesstätte Arche Noah, die Dank des Engagements von Rita Schuck Spielsachen für die syrischen Kinder gesammelt hatten, sowie die Hortkinder aus der Kindertagesstätte Sonnenfeld, die ebenfalls Spielsachen zusammengetragen hatten. Initiiert wurde der Spielnachmittag von den Frauenbeauftragten der Stadt Homburg , Ingrid Braun und Claudia Ohliger, von Pfarrerin Doris Agne und Anja Schley-Linnebacher von der protestantischen Kirchengemeinde.

"Als Kirchengemeinde wollen wir aus Christenpflicht und tätiger Nächstenliebe helfen", begründete Pfarrerin Doris Agne dieses Treffen. Die Kirchengemeinde habe in Zusammenarbeit mit der Homburger Tafel und dem Kinderschutzbund schon öfters Aktionen gestartet und Geschenke gesammelt, berichtete Schley-Linnebacher. Über Ingrid Braun sei man auf die Idee gekommen, auch für syrische Flüchtlingsfamilien etwas zu tun. "Der Spielnachmittag soll ein erstes Treffen sein, an dem die Möglichkeit besteht, deutsche und syrische Kinder und Familien mittels Spiele und weiterer Angebote in Kontakt zu bringen", erläuterte Schley-Linnebacher. Geplant sei, diese Nachmittage einmal im Monat stattfinden zu lassen, fügte Pfarrerin Agne hinzu. Unterstützt wurden die Initiatorinnen von einem engagierten Team aus Presbyter sowie weiteren Ehrenamtlichen. Darüber hinaus hatten sich auch einige Konfirmanden bereit erklärt, das Spieleprogramm mit den Kindern zu organisieren. Bei Dosenwerfen, Sackhüpfen, Eierlaufen sowie einer Malecke mit Mandalas hatten die Mädchen und Jungen Gelegenheit, sich auszutoben und kennenzulernen.

"Eine tolle Idee", meinte die Frauenbeauftragte der Stadt Homburg , Ingrid Braun, welche mit ihrer Kollegin Claudia Ohliger diesen Spielnachmittag initiiert hatte, mit Blick auf "das internationale Publikum" im gut gefüllten Siebenpfeifferhaus. Kontakte zwischen syrischen und deutschen Kindern und Erwachsenen seien ganz wichtig, wenn man neu in einer Stadt ist, so Braun. Ihr Dank galt den beiden Dolmetschern Shirin Yasin und Bawar Tarboush, die auf Deutsch und Arabisch beim gegenseitigen Kennenlernen aushalfen. Er begrüße diesen "multikulturellen Austausch zwischen deutschen und syrischen Kindern", meinte Tarboush. "Es ist ein gutes Symbol für die Religionen, dass sich Muslime und Christen ohne Grenzen treffen und sich kennenlernen". Angesichts des abwechslungsreichen Programms hatten alle Kinder viel Spaß.

Am Ende der Veranstaltung durften sich die syrischen Kinder aus dem Pool der in den beiden Kindertagesstättenn gesammelten Spielsachen ein Geschenk aussuchen und mit nach Hause nehmen.