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Beeder Kerb
Bei der Beeder Kerb ging’s auch sportlich hoch her

Viel Spaß hatten die Mitglieder des Kerwestrauß-Umzuges an den Beeder Kerwetagen. Gut 15 000 bunte Bänder waren in vielen Stunden am Kerwestrauß zu befestigen.
Viel Spaß hatten die Mitglieder des Kerwestrauß-Umzuges an den Beeder Kerwetagen. Gut 15 000 bunte Bänder waren in vielen Stunden am Kerwestrauß zu befestigen. FOTO: Markus Hagen
Beeden. Der Sportverein gewann sein erstes Saisonspiel – da wurde mit Straußjugend und Kerwebesuchern gefeiert bis in die Nacht. Von Markus Hagen

„Wem ist die Kerb? – Unser . . .“ schallte es am Sonntagnachmittag durch die Straßen von Beeden. 13 Straußmädels und -buben zogen durch den Ort und zogen den mit 5000 bunten Bändern geschmückten Kerwestrauß auf einem Wagen hinterher, während der Freie Fanfarenzug aus Dudweiler für die musikalische Umrahmung sorgte.


„Die Beeder Kerwe lebt weiter, und wir freuen uns, dass diese Tradition bei uns noch hochgehalten werden kann“, sagt Kerwepfarrer Dominik Eisel. Gemeinsam mit seinem Kollegen Benedikt Wyrwo wurden acht heitere Episoden aus Beeden in der Kerweredd verarbeitet, die am Sonntagnachmittag am Sportheim des SV Beeden vorgetragen wurde. Zunächst aber musste mit viel Kraftaufwand der über zwei Meter lange Kerwestrauß hoch oben am Sportheim angebracht werden.

„Wir sind froh, dass es diesmal auch einige Unterhaltungsmöglichkeiten auf dem Kerweplatz gibt“, erinnerte sich Hirsch nur ungern an das Jahr 2016, als der Kerweplatz sich gänzlich leer zeigte. Von Fahrgeschäften keine Spur. 2018 war dies aber ganz anders. Ein Autoscooter bot Fahrspaß für Alt und Jung. Daneben fanden auch die jüngsten Kerwegäste ihren Spaß auf einem Kinderkarussell. Ein Süßigkeitsstand ergänzte das Angebot. Gefreut haben sich am Sonntag auch die Spieler der ersten Mannschaft des SV Beeden. Sie bekamen nicht nur von den Mitgliedern des Straußumzuges Unterstützung bei ihrem Heimspiel in der Landesliga Ost gegen die SG Blickweiler, sondern auch von manchem Besucher der Kerwe. Der SV Beeden lag vor seinem „Kerwespiel“ mit sieben Niederlagen ohne Punkt auf dem letzten Tabellenplatz. Und ausgerechnet jetzt platzte der Knoten. Der SV Beeden gewann sein erstes Saisonspiel mit 4:2 und gab damit die Rote Laterne als Schlusslicht ab. Ein Grund mehr für die Straußjugend zu feiern. Mit den siegreichen Spielern ging es noch lange hoch her. Am Montag zogen die Straußmitglieder durch den Ort. Hirsch: „Wir sammeln für unseren Strauß“. Die 10 000 Bändchen am Baum hätten halt Geld gekostet. Am Dienstag gab es zum Abschluss der Kerwe ein Heringsessen beim Hasenzuchtverein Beeden.