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| 21:20 Uhr

Keine Bedenken beim Trinkwasser

Die Homburger Stadtwerke investieren viel in die Trinkwasser-Qualität. Im vergangenen Jahre wurde das Wasserwerk in der Brunnenstraße für insgesamt drei Millionen Euro runderneuert. Foto: Thorsten Wolf
Die Homburger Stadtwerke investieren viel in die Trinkwasser-Qualität. Im vergangenen Jahre wurde das Wasserwerk in der Brunnenstraße für insgesamt drei Millionen Euro runderneuert. Foto: Thorsten Wolf FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Hat sich die Trinkwasser-Qualität in einigen Homburger Stadtteilen in jüngster Zeit verschlechtert? Besorgte Bürger äußerten den Verdacht. Die Stadtwerke geben Entwarnung, das Trinkwasser im gesamten Stadtgebiet habe eine gleichbleibend hohe Qualität. Thorsten Wolf

Wie sieht es aktuell aus in Sachen Wasserqualität in Homburg aus? Diese Fragen stellten wir gestern den Stadtwerken Homburg , nachdem unsere Zeitung aus einigen Stadtteilen, darunter Jägersburg und Erbach, Hinweise erhalten hat, dass der Kalkgehalt dort möglicherweise über dem gewohnt niedrigen Niveau liegen könnte.

Jürgen Schirra, Pressesprecher der Stadtwerke , gab zumindest aus Sicht seines Unternehmens "Entwarnung". So liege die Trinkwasserqualität in Homburg nach wie vor im Bereich "weich", mit einem niedrigen Kalkgehalt. Schirra verband diese Aussage mit einer detaillierten Aufschlüsselung, wie Härtegrade festzustellen seien. "Die Härte des Trinkwassers ergibt sich aus den gelösten Erdalkali-Mineralien im Wasser. Die am häufigsten vorkommenden Härtebildner im Boden sind Calcium und Magnesium . Entsprechend setzt sich die Gesamt-Härte aus dem gelöstem Calcium und dem Magnesium zusammen." Entsprechende Messungen ergäben für Homburg einen Wert von 7,60 Grad deutscher Härte (°dH). Damit liege man eindeutig in der Klassifizierung für weiches Wasser, so Schirra. Die Klassifizierungen im Einzelnen und auf Basis des Wasch- und Reinigungsmittelgesetzes sieht so aus (Stand 2007): Härtebereich "weich" mit weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht der alten Einstufung von 8,4 °dH), Härtebereich "mittel" mit 1,5 bis 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH) und Härtebereich "hart" mit mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH).

Der Pressesprecher erläuterte vor dem Hintergrund der Hinweise aus den Stadtteilen auch Grundsätzlichkeiten zur Wassergewinnung in Homburg . "In Homburg stammt die Trinkwasserförderung ausschließlich aus Grundwasser aus insgesamt 18 Brunnen der Stadtwerke . Der Buntsandstein ist dazu ein hervorragender natürlicher Filter. So zeichnet sich das Homburger Trinkwasser als weiches Wasser aus. Regelmäßig erfolgen chemische und mikrobiologische Kontrollen, um die hohe Qualität der Trinkwasserversorgung sicherzustellen." Als Teil dieser permanenten Kontrollen der Trinkwasserversorgung nannte Schirra auch die Arbeiten am Wasserwerk in der Brunnenstraße: "Mit einem Investitionsvolumen von drei Millionen Euro erfolgte 2015 eine Runderneuerung dieses Werks für die nächsten Jahrzehnte."

Im Stadtgebiet nehme nur Kirrberg eine "Sonderstellung" ein, so Schirra. Historisch bedingt fördere der Ort sein Wasser über zwei eigene Brunnen , auch die Aufbereitung laufe in Kirrberg selbst, mittels eines kleineren Wasserwerks der Homburger Stadtwerke . Auch dort habe das Wasser die Einstufung "weich".

Konkret zu den Hinweisen einigen Stadtteilen nahm Frank Burau, der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Homburg , Stellung: "Im gesamten Netzgebiet in Homburg liefern wir an alle Haushalte Trinkwasser in gleichbleibender und hoher Qualität, auch, wie im Fall der Leseranfrage, in Jägersburg und Erbach. Wir verzeichnen keine aktuelle Änderung in der Gesamthärte, und es liegen uns auch keine Kundenbeschwerden vor."

Jürgen Schirra hat noch einen kleinen Tipp: Wenn Filter in der Wasserleitung nicht richtig gespült werden, kann es zu kleinen Kalkablagerungen kommen, die dann zum Beispiel beim Eingießen in ein Glas sichtbar sind. Deshalb empfiehlt Schirra sogenannte rückspülbare Filter, die zwischen der Wasseruhr und dem Haupthahn installiert werden. Diese Investition lohne sich immer.

Mit Blick auf das Interesse von Homburgern an ihrem Trinkwasser , verwies Stadtwerke-Pressesprecher Jürgen Schirra auch auf den Internetauftritt des Unternehmens. "Unter www.stadtwerke-homburg.de sind unter Netz/Trinkwasser die entsprechenden Messwerte veröffentlicht und wir zeigen in einem kurzen Film die Abläufe im Wasserwerk."

stadtwerke-homburg.de