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| 21:01 Uhr

Leserbriefe
„Kein Respekt vor Ordnungshütern“

Überfall auf 19-Jährige Von red

Selten hat mich in letzter Zeit eine Meldung so aufgeregt wie diese: Die Exekutive bringt es fertig, eine „Gruppe“, sprich „Bande“, von straffällig gewordenen Männern – Zitat: „mit südosteuropäischem Erscheinungsbild“ – nach einem Überfall am Abend mitten in Homburg auf eine Frau, bei dem nach dem geschildeten Sachverhalt gleich mehrere Straftaten begangen wurden, nach der vorläufigen Festnahme wieder „auf freien Fuß“ zu setzen. Bei der offensichtlichen Gewaltbereitschaft der Bande kann die junge Frau von Glück sagen, dass ihr körperlich nicht noch Schlimmeres widerfahren ist. Welche Respektlosigkeit vor der Polizei in den Tätern steckt, ist daraus zu ersehen, dass sie in dem Wissen, dass sie keine ernsthaften Konsequenzen zu fürchten haben, noch in der Nähe des Tatortes ausfindig gemacht werden konnten. Wie lange wird es dauern, bis die Täter vor Gericht gestellt, angemessen bestraft und anschließend, sofern es sich tatsächlich um Asylbewerber handelt, ausgewiesen werden? Wenn es möglich ist, eine wehrlose alte Frau in ein Kriegsgebiet auszuweisen, sollte das Gleiche bei dem vermuteten Täterkreis ebenfalls möglich sein. Nun haben diese Herrschaften weiter Gelegenheit, ihrem Kerbholz etwas hinzuzufügen, während das Opfer mit den Ängsten leben muss, in der Stadt wieder auf ihre Peiniger zu treffen. Bei diesem Sachverhalt fällt es mir schwer, Argumente einer bestimmten Partei, deren Gedankengut ich prinzipiell ablehne, zu widerlegen. Die für die Freilassung Verantwortlichen dürfen sich dann bei den nächsten Wahlen wundern, wenn diese Partei noch höhere Ergebnisse erzielt.

Gerüchteweise ist mir bekannt, dass sich am alten Stadtbad zu „späterer Stunde“ eine gewisse „Szene“ aufhält. In welcher Weise ist die Polizei bisher präventiv dagegen vorgegangen? Als Homburger Bürger erwarte ich, dass ich in unserem beschaulichen Homburg zu jeder Zeit auf dem Heimweg das Forum oder andere Bereiche der Stadt zu Fuß passieren kann, ohne Opfer einer Straftat zu werden. Dies ist eine Aufforderung an den saarländischen Innenminister, hinsichtlich der Personalstärke der Polizei sowie deren Präsenz vor Ort und in der Fläche bürgerorientiert tätig zu werden. Die bisherigen Maßnahmen genügen meines Erachtens offensichtlich nicht.