| 20:29 Uhr

DJK-Bundestag in Homburg
Jugend, Sport und Glaube zählen

Die neue DJK-Bundesjugendleitung mit Saskia Zitt, Lavinia Schuller, Simon Winter und Daniel Schnack im Gespräch mit dem DJK-Diözesanverbands-Vorsitzende Willi-Günther Haßdenteufel (von links).
Die neue DJK-Bundesjugendleitung mit Saskia Zitt, Lavinia Schuller, Simon Winter und Daniel Schnack im Gespräch mit dem DJK-Diözesanverbands-Vorsitzende Willi-Günther Haßdenteufel (von links). FOTO: Thorsten Wolf
Homburg. Beim DJK-Bundesjugendtag stand am Wochenende die Neuwahl der Bundesjugendleitung im Mittelpunkt. Diesem Quartett gehört nun auch Saskia Zitt aus Hassel an. Zudem gab es einen Lichterzug zur Synagoge.

Ein stimmungsvoller Lichterzug zur Homburger Synagoge am Eröffnungs-Freitag, ein großer Festgottestdienst am Samstagabend und die Neuwahl der Bundesjugendleitung: Der dreitägige Bundesjugendtag der DJK -Sportjugend in Homburg, der am Sonntag zu Ende ging, bot für die über 100 Teilnehmer mit Sicherheit genug Gesprächsstoff. Im formalen Zentrum der Veranstaltung: Die besagten Neuwahlen der DJK-Bundesjugendleitung.



Diese fanden am Samstag statt, gewählt wurden Simon Winter (DJK Diözesanverband Augsburg) und Saskia Zitt (DJK Diözesanverband Speyer) als Bundesjugendleiter und -leiterin sowie Lavinia Schuller (DJK Diözesanverband Eichstätt) und Daniel Schnack (DJK Diözesanverband Trier) als Stellvertreter. Am Rande des Gottesdienstes am Samstagabend in der Kirche St. Michael stellte sich das Quartett zum ersten Mal in neuer Funktion den Fragen unserer Zeitung.

„Da ich über den Diözesanverband Speyer auch an der Organisation dieses Bundesjugendtages beteiligt bin, bin ich noch ein bisschen in der Schwebe und noch nicht wirklich auf der Bundesebene angekommen, das kommt aber noch“, gestand die neue Bundesjugendleiterin Saskia Zitt aus Hassel ein. Und auch Simon Winter nannte seine Situation als neuer Bundesjugendleiter „noch etwas ungewohnt“, erklärt er. „Man weiß auch im Moment nur so ungefähr, was nun an Aufgaben auf einen zukommmt. Das wird sich nun zeigen. Und die wirkliche Arbeit geht auch erst am Montag los, wenn der noch von der alten Bundesjugendleitung vorbereitete Bundesjugendtag vorbei ist. Dann kann man sich so nach und nach in die Arbeit einfinden“.

Dass man mit der Wahl die Leitung eines zukunftsfähigen katholischen Jugend-Sportverbandes übernommen habe, dessen zeigte sich Lavinia Schuller sicher. „Die Jugend ist unsere Zukunft, der Sport fördert unserer Gesundheit, der Glaube gehört definitiv zum Lebensalltag eines Christen dazu. Und die Themen, die wir behandeln, sind ja definitiv aktuell. Im Ausblick sehen wir die Digitalisierung, wir sehen E-Sport. Da sind wir präsent.“

Neben diesen Wahlen, das machte der DJK-Diözesanverbands-Vorsitzende Willi-Günther Haßdenteufel deutlich, habe es eine ganze Reihe weiterer und sehr emotionaler Höhepunkte am vergangenen Wochenende gegeben. So am Freitag, als die Teilnehmer nach dem offiziellen Beginn des Bundesjugendtages in einem Lichterzug von der Jugendherberge zur Synagoge gezogen sind. „Das war ein beeindruckendes Bild, das war eines des bewegendsten Friedensgebete der vergangenen Jahre“, so Haßdenteufel. Nur positive Worte fand Haßdenteufel auch für die Arbeit der alten Bundesjugendleitung, „es ist bewegend zu sehen, was diese Bundesjugendleitung in den vergangenen zwei Jahren alles auf den Weg gebracht hat. Das war nicht nur viel, das war beeindruckend, das war unglaublich“. Die Zustimmung, die die nun neue Bundesjugendleitung bei ihrer Wahl erhalten habe, sei nicht weniger beeindruckend, versicherte Haßdenteufel, „das zeigt, dass sehr viel Vertrauen in diese neue Bundesjugendleitung gesteckt wird“.

Grundsätzlich sei er mit dem Verlauf des DJK-Bundesjugendtages sehr zufrieden, „wir sind ein kleiner Diözesanverband. Und was da an gewissenhafter Vorbereitung gelaufen ist, das war hervorragend, auch seitens der bisherigen Bundesjugendleitung“.

Der Samstagabend war dann auch geprägt von einem Festgottesdienst in der Kirche St. Michael, an dem als Zelebranten auch der Speyrer Bischof Karl-Heinz Wiesemann und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters teilnahmen. In einer überaus dynamischen Predigt schlug Wiesemann den Bogen von urchristlichen Themen wie der Auferstehung bis zur praktischen Umsetzung des Gottesdienstes und zeichnete so das Bild des katholischen Glaubens als das einer Religion in buchstäblicher Bewegung und als einer untrennbaren Verbindung von Leib und Seele.