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Antisemitismus
Antisemitismus hat üble Wurzeln

Homburg. Vortrag und Ausstellung in Homburg sind Teil des Demokratie-Förderprogramms. Von red

Der Awo-Ortsverein Erbach-Reiskirchen interkulturell lädt in Kooperation mit der Kreis- und Universitätsstadt Homburg zum Vortrag „Kritik des Antisemitismus in der heutigen Gesellschaft“ mit dem Politikwissenschaftler Stephan Grigat aus Berlin  ein. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 11. September, um 19 Uhr im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses in Homburg statt.


Um zu erklären, in welchem Verhältnis der Antisemitismus zur jeweiligen Gesellschaftsform steht, wird Grigat zunächst einen knappen historischen Abriss über vormoderne religiöse und moderne rassistische Ausprägungen des Judenhasses geben. Darauf aufbauend werden die Veränderungen antisemitischer Bilder und Ressentiments von 1945 bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Dabei wird ein besonderer Fokus auf dem Hass islamistischer, linker und rechter Gruppierungen sowie der bürgerlichen Mitte auf den jüdischen Staat Israel liegen. Grigat wird abschließend darlegen, warum es falsch wäre, Antisemitismus lediglich als ein Kennzeichen von politischem „Extremismus“ zu verstehen. Parallel zum Vortrag wird die Beigeordnete Christine Becker die Ausstellung „Jüdisches Leben in Deutschland heute“ eröffnen. Die Ausstellung zeigt am Beispiel zumeist junger Menschen, welche vielfältigen Wurzeln Menschen in Deutschland heute haben. Sie stellt dar, wie unterschiedlich sie selbst damit umgehen und wie sie die Reaktionen ihrer Umwelt wahrnehmen. Die Ausstellung kann bis zum 9. November im Rathausfoyer besucht werden.

Vortrag und Ausstellung sind Teil der „Partnerschaft für Demokratie“ der Kreisstadt Homburg und werden vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert.