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Ehrung Unimitarbeiter
Großer Einsatz in schwierigen Zeiten

172 langjährige Mitarbeiter des Universitätsklinikums Saarland lud die Klinikleitung zur Jubiläumsfeier ins Personal-Casino ein.
172 langjährige Mitarbeiter des Universitätsklinikums Saarland lud die Klinikleitung zur Jubiläumsfeier ins Personal-Casino ein. FOTO: Markus Hagen
Homburg. Das Universitätsklinikum des Saarlands ins Homburg bedankte sich mit einer Feier bei den langjährigen Mitarbeitern. Von Markus Hagen

Zur Jubiläumsfeier hatte das Universitätsklinikum des Saarlands in Homburg ins Personal-Casino 172 verdiente Mitarbeiter eingeladen. 118 Mitarbeiter wurden für 25 Jahre und 54 Mitarbeiter für 40 Jahre Betriebszugehörigkeit von der Führungsspitze des Uniklinikums für ihren Einsatz besonders gewürdigt.


 Der kaufmännische Direktor des UKS, Ulrich Kerle, bedankte sich bei seiner Begrüßungs- und Festansprache bei den vielen langjährigen Bediensteten und Ruheständlern für ihren unermüdlichen Dienst in den vielen zurückliegenden Jahren zum Wohle der Patienten. „Wir sind heute zusammengekommen, um Vergangenes zu genießen, Geschichte lebendig zu halten, wieder lebendig werden zu lassen. Dies ist das zentrale Thema unseres heutigen Feier.“

Die Erinnerung an die so genannte „gute alte Zeit“ sei für ihn durchaus erwähnenswert, wie aber auch der vorsichtige Blick in die Zukunft des UKS. Kerle: „Die Stimmung ist zur Zeit nicht allzu gut, wie seit Jahren. Zu viele Veränderungen, zu viele Ungewissheiten, was die Zukunft bringt, zu viele Anforderungen von außen und innen sind dafür zu nennen.“ Das Geld, das das UKS verdiene, werde immer knapper und die Anforderungen immer höher. Das Rad drehe sich immer schneller: „So will es die Politik. Wie lange dies noch gut geht, kann niemand abschätzen.“



Der Druck auf die Krankenhäuser nehme auch in wirtschaftlicher Hinsicht immer weiter zu. „Wir haben nur eine Wahl: Wir müssen uns den Forderungen stellen, an uns arbeiten und tatsächlich immer wieder noch besser, immer wieder noch konkurrenzfähiger werden.“ Es gehe nicht darum, in Selbstmitleid zu zerfließen, sondern darauf zu schauen, dass es allen Krankenhäusern gleich gut gehe. „Nur gemeinsam können wir es schaffen, unser UKS zu behaupten.“

Kerle ging auch auf den im September noch wahrscheinlich erscheinenden Streik am Uniklinikum ein. Dank der Unterstützung der Landesregierung und Dank der Einigung mit Verdi, habe man diesen verhindern können. Mit der „schuldrechtlichen Vereinbarung“, die Regelungen vorsieht, was zu tun ist, wenn zu wenig Personal oder zu viele Patienten da sind, habe man den Streik verhindern können. Kerle: „Wir stehen weiter unter Druck. Viele neue Gesetze vom Pflegepersonal-Stärkungsgesetz bis hin zur Datenschutzgrundverordnung gilt es für uns noch umzusetzen.“ Der kaufmännische Direktor sprach von einem ständig „enger werdenden Korsett.“

Aber er hatte auch Erfreuliches im Blick für die Zukunft des Universitätsklinikums. So wird am 10. Dezember der zweite Bauabschnitt der I-Med fertig. Von einem Fortschritt bezüglich Finanzierung der I-Med sprach Kerle auch - und, dass sich das Saarland ab 2020 mit jährlich 2,5 Millionen Euro an den Kosten beteiligen werde.  „Ein unvorstellbarer Fortschritt“, zeigte sich Ulrich Kerle begeistert. Begeistert war er auch vom Besuch des holländischen Königspaares Königin Maxima und König Willem-Alexander im Oktober am Uniklinikum.

Nach dem Motto: „Wir handeln so, wie wir selbst behandelt werden wollen“, bedankte sich Ulrich Kerle abschließend bei den vielen Gästen, langjährigen Mitarbeitern und Ruheständlern für das Geleistete an den Universitätsklinken des Saarlandes in Homburg.

Den Dankesworten schlossen sich anschießend Professor Wolfgang Reith, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor des Uniklinikums, und Pflegedirektor Wolfgang Klein an.